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2
18.09.2015

B.log - Diagnose: Werkzeug-Überfluss

Wie viel Plug-In braucht der Mensch?

Hallo allerseits.

Boah: Ich war letztens bei einem alten Kumpel, der ein klassisches „Heimstudio“ hat. Rechner, Einspielkeyboard, Interface mit Preamp, Mikrofon, Gitarre, Monitore. Spartanisch also? Nö: Wenn man bei ihm in der DAW einen Effekt auswählen will, wird der Bildschirm geradezu zugekachelt mit Text: Plug-Ins. Viele. Ganz Viele. Alle. Naja, fast. Sicher, sich einzudecken mit vielen Plug-Ins, das muss nicht teuer sein, alleine Freeware-Angebote gibt es zuhauf, darunter auch richtig gute.

Ok, ich habe ein paar verschiedene Mikros, berufsbedingt. Musik habe ich viel, ja, sehr viel. Aber Plug-Ins? Klar, ich meine, es gibt schon verschiedene Instrumente und Effekte für unterschiedlichste Aufgaben, und da bin ich auch froh, auswählen zu können… aber eine hohe dreistellige Zahl Plugs…? Ich habe mir den Spaß gemacht und bei irgendeinem kryptisch klingenden meinen Zeigefinger draufgehalten und gefragt: „Das da. Das Plug-In. Was kann das, was unterscheidet es von anderen?“ – keine schlüssige Antwort.

Ich finde ja, dass man nicht viel Werkzeug braucht, sondern gutes. Und dass man sein Werkzeug kennen muss, ist sicher wichtiger, als einfach nur viel zu besitzen.

Was meint ihr? Wie viel Plug-In braucht der Mensch? Ist weniger nicht manchmal mehr? Seid ihr leidenschaftliche Sammler oder habt ihr ein gut aufgeräumtes Arsenal?

Beste Grüße,

Nick Mavridis (Redaktion Recording)

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