Test
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20.07.2018

Praxis

Nach dem Anschließen des Netzteils blinken die einzelnen ApeLights Mini abwechselnd rot, nach kurzer Zeit dann grün und laut Bedienungsanleitung ist der Akku dann vollständig geladen. Dass ein Gerät schon mit vorgeladenem Akku ab Werk bei mir ankommt, finde ich schon mal sehr attraktiv. Also kurzerhand fünf Scheinwerfer als Up-Light im Raum verteilt und jeden einzelnen angeschaltet. Beim Anschalten sollte man jedoch nicht direkt in den Scheinwerfer schauen, ich tat es unbewusst trotzdem und habe für kurze Zeit viele weiße Punkte gesehen, da die LEDs zu Beginn schon mit vollen 15 Watt und weißem Licht strahlen. Beim zweiten Mal ist man ja bekanntlich schlauer und so habe ich zunächst die LEDs gedimmt. Alle darauffolgenden Scheinwerfer haben nach einer Sekunde den Helligkeitswert übernommen.

Lichtprogramme, Geschwindigkeit

Als nächstes habe ich die 20 Farbprogramme durchgeschaltet und alle Scheinwerfer folgten synchron, wie sollte es auch anders sein, schließlich sind sie alle ab Werk der ersten von vier Gruppen zugeordnet. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Rot, Gelb, Grün, Blau mit Zwischenstufen wie Orange, Hellgrün, Zyan, Magenta bis hin zu Pastellgrün, -blau und -rot. Die letzten sechs Farbprogramme sind dann Farbkombinationen, die je nach eingestellter Geschwindigkeit bzw. Sound-to-Light durchgeschaltet werden.

Programm 20 nennt sich Regenbogen, und zappt quasi durch die ersten 14 Farbprogramme. Als reines Dekolicht ist das schon toll, die Farben und Helligkeit lassen sich bequem über die Fernbedienung anpassen. Durch die kurzen Ansprechzeiten der Scheinwerfer konnte ich blitzschnell zwischen gar keinem Blinken und Strobe-Effekt mit der Fernbedienung hin und her springen.

Gruppen

Die Einteilung in Gruppen ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der ApeLights, sondern auch in der Praxis mehr als sinnvoll, wenn es um die Verteilung auf mehrere Räume geht. So lassen sich die Scheinwerfer in jedem Raum oder bei unterschiedlichen Raumaufteilungen, wie z.B. bei Ausstellungsflächen und ähnliches, individuell anpassen. Die Gruppenzuweisung ist erdenklich einfach. Dafür muss man nur den Scheinwerfer einschalten und sofort auf der Fernbedienung durch mehrmaliges Drücken der „Group“-Taste die entsprechende Gruppe anwählen.

Auf der Fernbedienung blinkt oben dann die entsprechende Gruppen-LED und das ApeLight bestätigt den Wechsel durch blaues Blinken. Bei 10 Scheinwerfern ist das erstmalige Zuweisen in Gruppen etwas zeitaufwendiger, dafür bleiben alle Gruppeneinstellungen auch nach dem Ausschalten erhalten.

Sound-to-Light

Dieses Feature macht für mich als Dekolicht und reines Up-Light weniger Sinn, aber für eine kleine Bühne oder einen Clubraum ist es genau das Richtige. In Kombination mit den anderen drei Gruppen, die individuelle Farb-, Helligkeits- und Geschwindigkeitseinstellungen bekommen haben, lassen sich mit geringen Aufwand gute Club- und Bühneneffekte erzielen. Durch die eingebauten Mikrofone in den Scheinwerfern und dank der Auto-Gain-Funktion, die im Übrigen hervorragend funktioniert und ein sehr gutes Ansprechverhalten hat, wird auch die kleinste Bühne bzw. der kleinste Clubraum sehr lebendig und das Ganze ohne zusätzliche DMX-Steuerung.

DMX-Steuerung

Wie bereits erwähnt, funktioniert die DMX-Steuerung nur über den hauseigenen W-Ape DMX-Transceiver. Dieser dient als zentrale Sendestation, um ApeLabs Produkte über DMX anzusteuern. Zusätzlich kann er als Sound-to-Light-Master über das interne Mikrofon genutzt werden. Ebenfalls ist es möglich, ihn als Wireless-DMX-Empfänger zu nutzen, um DMX-Daten per Kabel weiterzugeben. Er kann bis zu vier Gruppen managen und vier DMX-Universen gleichzeitig weitergeben und empfangen.   Bei einer UVP von 499,- Euro hätte ich mir statt eines internen Mikrofons als Sound-Master jedoch eher einen Stereoklinkeneingang gewünscht. Für das Tourpack ist es aber durchaus eine tolle Ergänzung, wenn man es professioneller über Szenen an einem Lichtpult steuern möchte. Die Integration funktionierte tadellos und es lassen sich alle Funktionen komfortabel steuern.   

Akkulaufzeiten

Bei aufgeladenen Akku und maximaler Helligkeit wurden die Angaben von acht Stunden Laufzeit eingehalten. Bei gedimmten Licht konnte ich sogar eine Akkulaufzeit von 12 Stunden ausmachen. Der Ladezustand kann bei niedriger Helligkeit angezeigt werden, leider sind mir diese Angaben gerade für ein Tourpack etwas zu grob. Es gibt nur zwei Einteilungen: rot bei einem Ladezustand von weniger als 50 Prozent und grün bei mehr als 50 Prozent. Hier würde ich mir noch eine weitere Unterteilung ab z.B. 75 Prozent wünschen.

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