Test
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27.04.2020

Praxis

Der Alto Professional TS310 lässt sich dank des recht moderaten Gewichts und der seitlichen Griffmulden problemlos in den Kofferraum eines Autos verladen oder über Treppenstufen an seinen Einsatzort transportieren. Etwas unschön ist allerdings, dass das verwendete Oberflächenmaterial anfällig für Kratzer ist und schon nach wenige Einsätzen Benutzungsspuren aufweist. Die eingangs genannte Hülle ist daher empfehlenswert, wenn man auf das Aussehen des Lautsprechers Wert legt.  

Hinsichtlich der Aufstellmöglichkeiten zeigt sich der US-amerikanische Speaker flexibel, denn er kann auf unterschiedliche Weise stehend, liegend oder per Wandmontage genutzt werden. Zudem lässt er sich sicher verschraubt auf einem Stativständer platzieren oder mittels Fluggeschirr fliegend nutzen  – super! Das beiliegende Netzkabel ist circa 1,80 m lang. Hier sollte man prüfen, ob es für die gewünschten Aufstellvarianten ausreicht und es gegebenenfalls durch ein längeres ersetzen. Da einige Hersteller allerdings noch kürzere Kabel beilegen, bewerte ich diesen Punkt als „neutral“.  

Der TS310 ist mit zwei identischen Eingängen ausgestatteten, die sich mit zwei Line-Pegel-Quellen oder zwei Mikrofonen oder einer Kombination aus beiden kombinieren lassen. Der Hersteller empfiehlt beim Anschluss von Gitarren den Einsatz eines externen Verstärkers und die Verwendung dynamischer Mikrofone, hier könnt ihr beispielsweise auf den Klassiker Sure SM58 zurückgreifen.

Die Anschlüsse sind leicht identifizierbar und die griffigen Regler erlauben eine zielsichere Pegelwahl, zumal die 0-dB-Stellung mit einem leichten haptischen Feedback versehen ist. Der Lautsprecher kann einzeln oder als Paar genutzt werden. Entscheidet man sich für den Paarbetrieb, ist eine Stereo- aber auch eine Monoverkabelung möglich, sodass man hier flexibel auf die Anforderungen der zu beschallenden Location agieren kann. Für größere Installationen lassen sich zudem Erweiterungsboxen an den Mixout-Ausgang anschließen und vier oder mehr Lautsprecher nutzen.

Im Paarbetrieb eignet sich der Alto Professional TS310 zur Beschallung von Veranstaltungen mit circa 50 Personen. Das Ausgangssignal ist beeindruckend laut und deckt das komplette Klangspektrum ab.  Wer zusätzlichen Dampf „unten rum“ vermisst, kann natürlich einen Subwoofer ergänzen, der noch tiefere Frequenzen abbildet.

Um den Klang einschätzen zu können, habe ich viele verschiedene Musikgenres angehört. Die Musikpräsentation hat mir dabei durchgehend gut gefallen und auch bei hohen Pegeln war diese ausgewogen. Mit dem Contour-Taster lassen sich vorgewählte Bass- und Höhen-Frequenzen leicht anheben. Man hört die Aktivierung recht deutlich und gerade bei niedrigeren Pegeln kann man hier den Sound bei Bedarf anpassen. Diese Lösung ersetzt aber natürlich keinen vollwertigen EQ, sodass man gegebenenfalls Eingriffe an der Quelle vornehmen muss, wenn dieses möglich ist.

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