Test
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15.09.2021

alter.audio timetosser Test

Standalone Effektgerät

Echtzeit-Sampler und Slicer für DJs und Live-Performance

Gut drei Jahre Entwicklungszeit sind in den alter.audio timetosser geflossen und nach den Prototypen steht die Kombination aus Echtzeit-Sampler, Looper und Slicer nun in den Läden. Das kompakte Effektgerät wendet sich in erster Linie an DJs und Live-Acts, die eine unkomplizierte standalone laufende Möglichkeit suchen, ihre Sounds und Tracks in der DJ-Booth oder Stage on-the-fly zu samplen und zu re-sequenzen. Das Ganze auf Wunsch quantisiert zur MIDI-Clock und wer mag, kann zudem das timetosser DAW-Plug-in im Produktionskontext oder bei der (Ableton) Live-Performance einsetzen. 474 Euro (UVP) werden aktuell für den timetosser aufgerufen und so stellte sich das kompakte Tool im Bonedo-Check dar …

Details

Der alter.audio timetosser – frei übersetzt wohl Zeitwerfer – trägt die zusätzliche Bezeichnung „Model OT15“ und wird in einer recht unscheinbaren Umverpackung ausgeliefert, aus der sich ein nützliches Case schält, das folgende Ingredienzien offenbart:

  • alter.audio timetosser Effektgerät
  • USB-Kabel für die Stromversorgung und den Anschluss an den PC
  • 2x Miniklinke auf 5-Pol DIN-MIDI-Adapter
  • Quickstart-Benutzerhandbuch
  • Aufkleber und Postkarte

Mit der Verwendung des MIDI-Adapters schlägt der Hersteller gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn so können DIN-MIDI-Outputs und Mono-Miniklinkenkabel für Gate-Signale genutzt werden.

Techspecs

Im alter.audio timetosser ist ein 180 MHz, 32 Bit ARM Microcontroller verbaut. Im Standalone-Modus beträgt die Audioauflösung laut Hersteller 24 Bit bei 96 kHz Samplingfrequenz. Eine Pufferung von bis zu 16 Sekunden Audio respektive 16 Beats bei 60 BPM ist mit dem timetosser möglich. Im USB-Modus attestiert der Hersteller dem kompakten Tool gar 192 kHz Abtastrate. Als Recording-Audiointerface ließ sich das Testexemplar allerdings weder am PC noch Mac einbinden. Wäre aber ein schönes Feature.

Gehäusekonstruktion und Anschlüsse

Die kompakte Slicing-Maschine setzt auf ein widerstandsfähiges, elegant designtes pulverbeschichtetes Aluminiumgehäuse mit Kunststoffblende, das rutschsicher auf vier Gummilippen steht und dem Anwender folgende rückseitigen Anschlüsse zur Verfügung stellt.

  • 2x 6,3-mm-Klinke: Audio In L und R
  • 2x 6,3-mm-Klinke: Audio Out L und R
  • Miniklinke In
  • Miniklinke Out
  • USB-Typ-B

Die Kombination aus Sampler, Slicer und Looper wiegt transportfreundliche 380 g bei Maßen von 200 x 120 x 25 mm, somit kommt es auch in beengten Umgebungen mit ziemlich kleinem Stellplatz aus und lässt sich am Ort des Geschehens unkompliziert mittels USB-Netzteil oder Powerbank in Betrieb nehmen. Zur Stromversorgung dient nämlich der USB-Typ-B-Anschluss, initiiert über einen runden Einschaltknopf daneben.

Bevor ich jedoch diese Taste drücke, noch ein Blick auf die Bedienoberfläche, die in einer leicht versenkten Aussparung 16 quadratische Taster mit 18 mm Kantenmaß aufweist, um eure Beats und Sounds durcheinanderzuwirbeln. Dabei stellt die obere Reihe den Audiopuffer dar, dessen zu spielende Slices im Intervall von Viertel-, Achtel- oder Sechzehntelnoten verfügbar gemacht werden, Triolen sind ebenfalls möglich.

Die untere Zeile bietet u. a. Reverse, Muting und diverse Funktions- und Modus-Tasten, mit denen sich teilweise über Shift-Befehlsaufrufe die unterschiedlichen Clock und Sync-Funktionen, aber auch vorprogrammierte Patterns oder acht weitere Slices aufrufen lassen.

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