Test
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16.08.2017

Alesis Strike Pro E-Drum Kit Test

Elektronisches Schlagzeug

E-Drum in XL

Das Alesis Strike Pro E-Drum Kit darf als eine Kampfansage in Richtung der Platzhirsche Roland und Yamaha verstanden werden, die den Hochpreissektor in Sachen E-Drums bislang größtenteils für sich beanspruchten. Mesh Head Pads mit Holzkesseln, die sich in ihren Größen kaum von Akustik-Drums unterscheiden, sollen für authentisches Spielgefühl und professionelle Optik sorgen, und auch das Modul bietet eine Menge Features und einige Besonderheiten. 

Das Strike Pro ist die um einige Komponenten erweiterte Variante des Basismodells Strike Zone, welches über dasselbe Modul verfügt. Im Gegensatz zu den Kits der Alesis-Mittelklasse, die sich im Prinzip dasselbe Modul teilen, hat man es hier mit einem eigenständigen Gerät zu tun, das mit über 1600 Sounds, 200 Drumkits, einer On-Board Sampling-Funktion und vielem mehr ausgestattet ist. Wir haben das Alesis Strike Pro einem ausführlichen Test unterzogen. 

Details

Hohes Gewicht und viel Chrom sind die Kennzeichen des Racks

Das relativ schwere Basisrack des Strike Kits besteht zunächst einmal aus vier üppig dimensionierten Chrom-Rundrohren mit drei Querverbindungen. Diese Basisversion ist für eine Drei-Tom-Konfiguration (2 Rack Toms, 1 Floor Tom) ausgelegt, wie wir sie beim Strike Zone Kit finden. Für die Pro-Variante wird ein Extra-Pack mitgeliefert, das, neben einem zusätzlichen Tom Pad und zwei Becken-Pads, alle mit 14 Zoll Durchmesser, auch längere Querverbindungen für die rechte und linke Seite beinhaltet, damit das zweite Floor Tom Pad installiert werden kann. Beim Aufbau des Testkits habe ich auf der linken Rackseite auf die Verlängerung verzichtet, da mir das Becken-Pad ganz links außen sonst zu weit entfernt gewesen wäre. Zur Befestigung des Moduls dient ein separater, kurzer Arm. Die Verbindungsstücke der Rohre sind aus Kunststoff gefertigt, ebenso wie die Halter für die Drum Pads und das Modul. Die vier Beckenarme werden allesamt in den Standbeinen des Racks versenkt. Durch die Galgenarme sind sie flexibel positionierbar. Ein spezieller, per Vierkantschraube fixierbarer Kunststoffaufsatz soll dafür sorgen, dass die Becken beim Spielen nicht rotieren. Zusätzlich zum Rack gehört ein separater Snareständer zum Lieferumfang. Dabei handelt es sich um ein doppelstrebiges Standardmodell mit gerastertem Schrägstell-Mechanismus. Eine Hi-Hat Maschine sowie ein Bassdrum-Pedal werden nicht mitgeliefert.

Der Look des Alesis Strike Pro Kits orientiert sich klar an Akustik-Drumsets

Ziel bei der Entwicklung der Mesh Head Pads des Strike Pro Kits war es offensichtlich, sich der Optik eines Akustik-Drumset so weit wie möglich anzunähern. Daher spendierte Alesis den 8, 10, 12 und 14 Zoll großen Pads echte Holzkessel, die mit einer Folie in Sparkling Red bezogen sind, sowie jeweils zwei Spannreifen und Spannböckchen, die an Free Floating Snaredrums erinnern. Somit kann die Spannung der Mesh Heads wie bei normalen Fellen variiert werden. Logisch, dass die Pads mit dieser Ausstattung keine Leichtgewichte sind. Die oberen Spannreifen sind zur Geräuschdämmung jeweils mit einer Gummilippe bezogen. Jedes Pad verfügt über einen kleinen Poti, mit dem der Ausgangspegel bei Bedarf angepasst werden kann, ohne dass Einstellungen am Modul vorgenommen werden müssen. Mit den üblichen L-Armen werden die Pads an den Rackklammern befestigt. 

Das Bassdrum Pad wurde in einen Metallrahmen integriert und gleicht ansonsten in der Grundkonstruktion den Snare- und Tom Pads, übrigens allesamt mit zwei Spielzonen, nämlich Fell und Rim, ausgestattet. Zwei Zonen (Fläche und Rand) finden wir auch bei den drei 14 Zoll Crash-Becken, die mit einer „gehämmerten“ Optik versehen wurden, sowie beim zweiteilig konstruierten 12“ Hi-Hat Pad, welche auf einem herkömmlichen Hi-Hat Stativ montiert wird. Einzig und allein das 16 Zoll große Ridebecken-Pad bietet mit der Kuppe eine dritte Triggerzone. Zur Verkabelung der Pads gibt es anstatt des bei den Alesis Mittelklasse-Kits üblichen Multiports ein Bündel Klinkenkabel, die einzeln an der Rückseite des Moduls eingesteckt werden.

Das Modul kommt mit zwölf Fadern und SD Card Slot

Das Strike Modul verfügt über zwölf Fader, mit denen die Lautstärken für die einzelnen Triggerkanäle separat geregelt werden können. Rechts daneben befinden sich der Kit-Funktionstaster, die Navigations-Buttons sowie das Dateneingaberad. 

Im oberen Bereich liegen direkt unter dem 4,3 Zoll LED-Farb-Display sechs Funktionstasten, die mit den unteren Feldern im Display korrespondieren. Im linken Bereich des Bedienfeldes finden wir die Potis für Main Volume und Aux In, die Transport-Buttons, die Tasten für die Metronom-Funktion sowie die Edit-Tasten für die zentralen Funktionsbereiche wie Voice, Trigger oder Sample. Die Vorderseite des Gehäuses ist mit dem separat regelbaren Kopfhörerausgang in 6,3 mm-Klinkenausführung bestückt.

Kommen wir nun zur Rückseite des Moduls, die mit zahlreichen Anschlüssen aufwartet. Da wären zunächst die Trigger Inputs sowie acht Einzelausgänge, weiterhin zwei MIDI-Buchsen, die Hauptausgänge, der USB-Port zum Anschluss an den Rechner und der Aux In in Miniklinken-Ausführung. Darüber hinaus gibt es hier noch den Steckplatz für die mitgelieferte 8GB SD Card und einen Poti zur Regelung des Display-Kontrastes.

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