E-Drum_Test_Alesis_Command
Test
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12.04.2016

Alesis Command E-Drum Set Test

Elektronisches Schlagzeug

Commander, übernehmen Sie!

Neben Roland und Yamaha beackert mit Alesis ein weiterer großer Hersteller seit Jahren unermüdlich das Feld der E-Drums und beglückt uns dieses Jahr mit zwei weiteren Neuheiten, die dasselbe Modul beinhalten, aber bezüglich der Pad-Ausstattung voneinander abweichen. Dabei handelt es sich um das Forge und das Command E-Drumkit. Letzteres ist mit knapp 800 Euro Verkaufspreis 200 Euro teurer als das Forge, da es sich bei Snare- und Bassdrum-Pad um die kostspieligeren Mesh Head Varianten handelt und auch darüber hinaus Unterschiede bestehen.

In der E-Drum Preisklasse von 600 bis 800 Euro herrscht seit Jahren ein unerbittlicher Kampf zwischen den etablierten Herstellern. Der Kunde erwartet für den Preis eine Ausstattung und vor allem Klangqualität, die sich deutlich von den preisgünstigeren Einsteiger- und No Name Produkten abhebt und eine Brücke schlägt zu den Kits der vierstelligen Preisklasse. Und auch in puncto Spielgefühl soll das Ganze natürlich möglichst nah dran sein am akustischen Drumset. Wie sehr all diese Bemühungen beim Alesis Command Set gefruchtet haben, erfahrt ihr in unserem ausführlichen bonedo Test.

Details

Das Rack

Das Command Kit verfügt über ein verhältnismäßig schweres Chrom-Rack, dessen Rundrohre mit Kunststoffschellen zusammengefügt werden. Die Fixierung erfolgt über Vierkant- und Kunststoffschrauben. Für einen ergonomischen Aufbau sind die drei quer verlaufenden Rohre leicht gebogen. Die vier Standbeine des Racks sind mit kräftigen Gummifüßen versehen, von denen die mittleren beiden an ihren oberen Enden die Beckenarme aufnehmen, welche als Galgenausleger konzipiert sind. Mit Hilfe von Kunststoffklammern werden die Tom Pads (mitsamt den dazugehörigen L-Stücken) sowie das Hi-Hat Pad am Rack befestigt, ebenso wie das Snare Pad an einem separaten Auslegearm. Eine weitere Kunststoffhalterung am Rack dient zur Aufnahme des Soundmoduls.

Pads, Controller und Pedale

Für die Toms kommen beim Alesis Command Kit Pads mit Gummi-Spielflächen und jeweils zwei Spielzonen zum Einsatz. Der Durchmesser wird mit neun Zoll für die Rack Tom Pads und elf Zoll für das Floor Tom angegeben. Hier wurde aber der komplette Durchmesser inklusive Rand gemessen, so dass die eigentlichen Spielflächen jeweils um ein Zoll kleiner ausfallen. Beim preisgünstigeren Forge Kit haben übrigens alle drei Tom Pads neun Zoll Durchmesser. Auch die sehr leichtgewichtigen, dünnen Becken- und Hi-Hat Pads, allesamt zehn Zoll groß und mit einer Triggerzone bestückt, verfügen über Spielflächen aus Gummi. Das Crashbecken Pad besitzt zusätzlich eine Choke-Funktion. 

Ein weiterer Unterschied zum Forge Kit besteht in der Auswahl der Snare- und Bassdrum Pads. Sind diese beim preisgünstigen Bruder mit Gummispielflächen ausgestattet, so werden beim Command Mesh Heads verwendet. Acht Zoll misst das in ein Metallgestell integrierte Bassdrum Pad, zwei mehr das Zweizonen-Snare Pad. Beide können, wie herkömmliche Felle, mittels Vierkant-Stimmschrauben, bezüglich des Härtegrades variiert werden. Teil des Lieferumfangs ist auch ein sehr einfach konzipiertes Bassdrum Pedal, dessen einzige Einstellmöglichkeit die Federspannung betrifft. Der Hi-Hat Controller folgt dem auch von anderen Herstellern verwendetet Konstruktionsprinzip mit einer Feder unter dem Trittbrett und wirkt grundsolide. Klettbänder an der Unterseite sollen für sicheren Halt auf Teppichböden sorgen.

Das Modul

Das Modul des Command Kits wirkt auf den ersten Blick hochwertig und dabei sehr übersichtlich und klar strukturiert. Unter dem blau beleuchteten Display befinden sich die Menü-, Eingabe- und Navigationstasten, links daneben die Lautstärke-Potis und rechts die An/Aus-Taste. Direkt unter dem großen Navigationsrad liegen die Funktionstasten für Kit, Song und Click sowie die Save-Taste. Weiter geht‘s mit dem Tempo-Button sowie den Start/Stop- und Aufnahme-Tasten für das Aufzeichnen eigener Patterns oder Songs. Fehlen nur noch die beiden Cursor-Tasten am unteren Ende, und das war‘s auch schon. Die Gehäuserückseite bietet folgende Anschlussmöglichkeiten: USB/MIDI Port, MIDI Out/In, zwei Anschlüsse für weitere Pads (Tom 4, Crash 2), die Line- und Kopfhörerausgänge sowie den Aux In in Miniklinken-Ausführung. Rechtsseitig finden wir den Netzteilanschluss und den Steckplatz für einen USB-Stick und an der Gehäuseunterseite den 25-Pin Multiport zum Anschluss der Pads.

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