Hersteller_ADAM_Audio
Test
2
12.11.2015

Adam A7X Test

Aktiver Nahfeldmonitor

A7 mit X(tra) ?

Bei Adams AX Monitor-Serie steht auch das Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund, weswegen sich diese Speaker in den vergangenen Jahre großer Beliebtheit erfreuen konnten. Mit der A7X haben wir dabei den zweitgrößten Monitor aus dieser Reihe zum Test einbestellt, zu welcher auch noch die A3X, die A5X und die A8X gehören. 

Die A5X konnte uns übrigens bereits in unserem ersten bonedo Monitor-Testmarathon überzeugen, sodass wir gespannt waren, wo sich die A7X heute platzieren wird – und wie sich der Aufpreis von rund EUR 150,– im Vergleich zu der etwas kleineren Box bemerkbar machen wird. Zusätzlich wollten wir wissen, wie die deutlich günstigere Adam F7 im Vergleich zur A7X klingen würde, weswegen wir diese im Zuge unseres neuen Testmarathons  gleich mit untersucht haben. Im Paar sind die F7 übrigens bereits für einen Straßenpreis von rund EUR 600,– zu haben, die A7X hingegen für stattliche EUR 1100,– das Paar.

Details

Allgemeines

Die Adam A7X ist ein aktiver Zweiwege-Nahfeldmonitor in Bassreflex-Bauweise, die einzeln zu einem Stückpreis von knapp EUR 550,– gehandelt wird. Damit gehört sie zur oberen Mittelklasse. Die Zahl im Namen verrät übrigens die Größe des Tieftontreibers und lässt auf die Größe der restlichen Familienmitglieder namens A3X, A5X und A8X schließen.

Aktiver, bi-amped 2-Wege-Monitor

Der Carbon/Glasfaser-Tieftöner ist 7 Zoll groß. Als Tweeter kommt hingegen der hauseigene X-ART Hochtöner zum Einsatz, was für „eXtended Acceleration Ribbon Technology“ steht und ein Markenname für Bändchenhochtöner darstellt. Im Gegensatz zu sonst üblichen Soft-Dome-Tweetern verwenden diese eine gefaltete Membran, welche die Luft quasi aus den Lammellen herauspresst anstatt Schallbewegungen direkt an die Luft zu koppeln.

Wie bei allen professionellen, aktiven Monitoren werden die Treiber erst nach der Frequenztrennung – welche hier bei 2,5 kHz erfolgt – separat mit Leistung versorgt („Bi-Amping“). Am Tweeter fährt der Verstärker eine Leistung von 50 Watt auf, am Woofer sind es hingegen 100 Watt. Die Tweeter-Endstufe arbeitet dabei im Class-A/B Betrieb, die des Woofers als Class-D. 

Mit etwa 9,3 kg Gewicht und den Maßen von 337 x 201 x 280 mm (HxBxT) fällt der Speaker durchaus massiv, aber dennoch keineswegs zu schwer oder gar zu leicht aus. In Sachen Anschlüssen und Konfigurationsmöglichkeiten mangelt es der A7X kaum -– lediglich der Stereo-Link, welcher bei A5X und A3X zu finden ist, fehlt. Wer dort das Audiosignal für den zweiten Monitor aus dem Stereo-Link bezieht, kann die Lautstärke für beide Monitore mit nur einem Master-Volume-Regler bedienen. Ein Monitor-Controller oder ein entsprechend ausgestattetes Interface machen dieses Features in den meisten professionellen Studios aber ohnehin obsolet.

Akustische Gehäusemerkmale und vorderseitige Bedienelemente

Zur Verringerung von Reflexionen und Strömungsgeräuschen wurden die vorderen oberen Ecken nach hinten abgeschrägt, was auch der Optik eine gewisse Schneidigkeit verleiht. Der Hochtöner als auch der darunterliegende Woofer sind säuberlich mit der Front verschraubt, Waveguides oder ähnliches gibt es hingegen nicht.

Abgerundet wird unser Überblick der Front bei dem vorderseitigen Volumen-Regler und dem Power-Schalter nebst Status-LED. Diese befinden sich zwischen den beiden vorderseitig angebrachten Bassports und ersparen einem beim Justieren der Lautstärke und Einschalten das nervige Gefummel hinter dem Lautsprecher.

Rückseitige Anschlüsse und eingebaute Filter

Auf der Rückseite finden wir einen symmetrischen XLR Anschluss und einen unsymmetrischen RCA Anschluss, was für Hi-Fi Setups z.B. im Wohnzimmer ideal ist. Ein Klinkenanschluss fehlt indes, was jedoch in Anbetracht von Adapterkabeln durchaus zu verschmerzen ist. Ferner finden wir rückseitig den Stromanschluss und einen Spannungswahlschalter, welcher allerdings das Wechsel der Sicherung verlangt. Um die A7X der jeweiligen Raumakustik oder auch dem persönlichen Hörgeschmack anpassen zu können, gibt es auf der Rückseite ein Höhen- und ein Tiefen-Filter sowie ein zusätzliches Tweeter-Level-Poti. Die beiden Shelf-EQs bieten dabei einen Spielraum von bis zu -6 dB und +6dB, das Tweeter-Level hingegen hebt oder senkt den Hochtonbereich um bis zu +/- 4 dB. Ferner filtert der High-Shelf ab 5kHz, der Low-Shelf ist hingegen unter 300Hz wirksam. Alle drei Potis sind versenkt und können nur mit einem Schlitz-Schraubenzieher oder dem Fingernagel bedient werden. 

Leistungsdaten

Das Handbuch beziffert den Übertragungsbereich mit 42 Hz bis 50 kHz an, allerdings ohne wichtige Angaben bezüglich des Abfalls zu treffen. So lässt sich über die Realitätsnähe der Werte nur spekulieren, ich gehe jedoch stark davon aus, dass man sich auf die -10dB-Eckpunkte bezieht. Zuzüglich zum Maximalpegel, welcher mit 106 dB/m beziffert ist, offenbart das Manual sogar den Verzerrungsgrad – allerdings den bei 90 dB und das mit etwa 0,5%. Somit kann es sich bei den 106 dB um einen reinen „Peak“ Wert handeln, der leider nur wenig über das nutzbare Lautstärkenniveau verrät.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare