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Ein neues Drumset to go – das bummklack

Der Kölner Schlagzeuger Marcus Möller hat mit der Tischlerei Simonsen ein neues Umhänge-Schlagzeug, das bummklack, entwickelt. Als Working Drummer spielt er in verschiedenen Besetzungen und war auf der Suche nach einer transportablen Lösung mit kompromisslosem Sound. Was es mit dem bummklack genau auf sich hat, habe ich ihn gefragt.

Alle Bilder: © Alfred Jansen, zur Verfügung gestellt von Marcus Möller
Alle Bilder: © Alfred Jansen, zur Verfügung gestellt von Marcus Möller

Hallo Marcus, wie kam es zur Entstehung des bummklack?

Ich spiele seit einigen Jahren in einer mobilen Band namens „ComboCombo“. Wir marschieren nicht im eigentlichen Sinne, sondern sind im Laufe einer Veranstaltung flexibel von Raum zu Raum unterwegs. Mal ein Set hier, zwei Stücke dort, dann auf die Bühne oder zum Dinner in die Ecke usw. In dieser Band gab es seit längerem eine Lösung zum Umhängen, eben mit einem Bassdrum-Ersatz und einer Jungle Snare, die ich irgendwie mit Adaptern und Kabelbindern an ein Umhängegestell gebemselt hatte – und fertig. Sah halt nicht toll aus, wackelte und klapperte erheblich, und klanglich – nun ja. Und weil ich mit der Band gerne und viel spiele, hat sich im Laufe der Zeit die Idee entwickelt, das Konzept mal in richtig gut zu bauen. 
In Zusammenarbeit mit Kai Simonsen kamen wir über diverse Prototypen zu dem fertigen Modell, welches sich in etlichen Situationen absolut bewährt hat. Da immer mehr Leute anfragen, wo man das Ding kaufen kann etc., habe ich mich entschlossen, das mal konkret zu verfolgen. Jetzt ist es fast soweit, es fehlen noch ein paar Detaillösungen, dann geht das bummklack hoffentlich bald an den Start!

Fotostrecke: 3 Bilder Das bummklack kann, im Stehen gespielt, auf einem Marching-Gestell befestigt werden. Man kann es aber auch auf einem Tom-Stativ befestigen.
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Ich war besonders erstaunt über den großen Klangunterschied zwischen den beiden Trommeln. Damit spart sich die Kapelle jetzt den Bassdrum-Spieler? 

Ja genau, das ist die Idee. Eine möglichst fette Bassdrum, eine möglichst konkrete, knackige, aber nicht unangenehm scharfe Snaredrum, dafür auch die Woodhoops. Das Problem, das viele Marching Bands kennen, ist ja, dass der Bassdrum-Part und der Snaredrum-Part oft auf zwei Spieler verteilt sind. Das funktioniert ja meistens auch ganz ok, aber es ist halt doch was anderes, wenn das sozusagen “aus einer Hand“ kommt. Der ökonomische Aspekt, dass man mit dem bummklack quasi einen Mann oder eine Frau an Personal spart, ist auch nicht zu verachten.
Ich mache manchmal das Experiment und hänge das bummklack Gästen oder Interessierten um, einfach zum Ausprobieren. Menschen aller Altersgruppen – wer halt so da ist. Und bis jetzt hat jeder in kürzester Zeit darauf mindestens “We will rock you“ grooven können! Warum? Weil die Hand-Fuß-Koordination einem nicht im Wege steht wie sonst am Set. Eben einfach bumm-klack. Neben dem schnellen Auf- und Abbau kommt noch dazu, dass man sich als Drummer plötzlich in der ersten Reihe aufstellen kann – also einer mehr in der Band, der Stimmung machen kann. Für mich interessant und wichtig: Man wird gezwungen, sich zu beschränken und Grooves, Fills und Sounds kreativ auf dem bummklack umzusetzen. Also Sachen, für die man sonst als Drummer noch zwei weitere Extremitäten zur Verfügung hat. Das ist der Aspekt, der mir eigentlich am meisten Spaß macht! 

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Was wiegt das Instrument? Kannst du etwas zur Verfügbarkeit und der ungefähren Preisgestaltung sagen?

Das bummklack wiegt ca. vier Kilogramm, es lässt sich getragen also gut aushalten und hat außerdem eine Klappfunktion, mittels derer man das bummklack in Spielpausen schnell an den Körper hochklappen kann, sodass sofortige Entlastung für den Rücken eintritt, sollte es mal zu lang gehen. Was die Produktion und den Preis angeht: Ich stehe mitten in der Endphase der Vorbereitung einer Kleinserienfertigung, und noch sind nicht alle Preise der Zulieferer endgültig auf dem Tisch. Ich rechne aber mit einem Verkaufstart zum Sommer 2017, und dann sollte der Preis ja bald feststehen! 

Weitere Infos und Links:
Website: www.bummklack.com
Facebook: facebook.de/hierkommtdasbummklack
Nachtrag: Aus dem Newsletter haben wir erfahren, dass das bummklack für EUR 799,- erhältlich sein wird, die erste Auslieferung erfolgt im Spätsommer 2017, ein Online Shop wird dann auch auf der Website zu finden sein.

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von Christoph Behm

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