Anzeige
ANZEIGE

D’Addario XS APB Test

Praxis

Die XS-Saiten sind hermetisch abgeriegelt in einem recycelbaren Beutel (im “Sixpack”) mit wiederverschließbarem Zip-Verschluss untergebracht, und zwar nicht “eingetütet”, sodass die nicht benötigten Saiten dort auch wieder einlagert werden können. Zuordnen lassen sich die Saiten leicht an den eingefärbten Ball-Ends: E und G (Brass), A und B (Black) sowie D und e (Silver).
Und so kommt zusammen, was zusammengehört: Gitarre und Saiten. Bei den Aufnahmen habe ich eine Taylor Jumbo 615 (Fichtendecke/Body aus Ahorn) verwendet.
In die Auswahl hat es der Satz mit der Bezeichnung XS APB 1253 geschafft. In dieser Stärke kann ich vor allem die Wirkungsweise der Saiten mit Pickings und Strummings demonstrieren. Ich darf mich im Folgenden auf Erfahrungen beziehen, die ich in einem Zeitraum von 14 Tagen gemacht habe.
Nach dem Aufziehen der Saiten dehne ich die Saiten, damit sie die Stimmung halten.Und dann gehts endlich los und die ersten Akkorde machen sofort Lust auf mehr. Ich entdecke den Sound meiner Gitarren neu. Die Saiten spielen klanglich auf einem hohen Niveau.

Die D’Addario XS-Saiten liefern einen runden und obertonreichen Klang mit ausreichend Druck im Mittelbereich.
Die D’Addario XS-Saiten liefern einen runden und obertonreichen Klang mit ausreichend Druck im Mittelbereich.

Das Coating der umwickelten Saiten macht sich nicht bemerkbar und ich habe fast das Gefühl, herkömmliche Saiten zu spielen. Die Fingerkuppe erhält vergleichsweise mehr Grip, auch bei einem Glissando. Das Obertonspektrum wird, wie mir scheint, durch die Beschichtung nicht negativ beeinflusst. Durch die ausgeprägte Rillenstruktur der Saite lassen sich Schleifgeräusche kaum vermeiden, doch bleiben sie im üblichen Rahmen. Leider haben sich nach dem Wechsel (unerwartete) leichte Schnarrgeräusche eingestellt, die aber am nächsten Tag und nach einer kurzen Einspielzeit verschwunden sind. Auch hat die dünne E-Seite ihre Zerreißprobe mit Bravour gemeistert. Die zusätzliche Belastung, die entsteht, wenn sie eine große Terz (auf gis) höher gestimmt wird, hat sie nämlich schadlos überstanden.
Was hat sich noch verändert? Ich meine, dass die XS APB (im Vergleich mit den XT-Saiten in der Phosphorbronze-Version) mit einem stärker ausgeprägten Obertonspektrum erklingen, das aber dezent im Hintergrund bleibt und nicht vordergründig aufdringlich wirkt. Bei den XT-Saiten war dieses zu meiner Überraschung relativ schwach ausgeprägt. Darüber hinaus habe ich das subjektive Gefühl, das die XS-Saiten im tiefen Mittenbereich mehr Volumen bieten, während die XT-Saiten dort etwas schwächer “besaitet” waren. Der “dickere Bauch” käme mir zumindest bei meinen Solospielstücken entgegen. Einer Bewertung möchte ich mich aber entziehen. Den Test der XT-Saiten könnt ihr hier nachlesen. Die Hörbeispiele bieten sich aber wegen der unterschiedlichen Mikrofonieren nicht unbedingt für einen objektiven Vergleich an.

Mit zwei kleinen Neumann-Mikrofonen kann man den Sound aus zwei verschiedenen Perspektiven erleben, da beide Signale extrem gepannt wurden.
Mikro 1 (linker Kanal)
Position: am 12. Bund
Abstand: 15 – 30 cm
Mikro 2 (rechter Kanal)
Position: am Steg
Abstand: 15 – 30 cm

Audio Samples
0:00
Beispiel 1: Plektrum Beispiel 2: Ballade Beispiel 3: Chords

Bei diesem Beispiel kamen zwei Gitarren zum Einsatz. Ein Mikrofon befindet sich in der Halsposition (Gitarre 1) und ein Mikrofon in der Stegposition (Gitarre 2). Die Signale wurden extrem gepannt.

Audio Samples
0:00
Beispiel 4: Rhythm

Alle Aufnahmen wurden mit unterschiedlichen “Räumen” ausgestattet. Ein Kompressor wurde nicht eingesetzt.

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.