Die älteren Drummer-Semester erinnern sich noch an die Zeiten, als hochwertige Hardware schwer und ausladend zu sein hatte. Tamas neue Spartan Beckenständer wollen davon nichts wissen. Unterarmdicke Rohrdurchmesser, Galgen mit gefühlt tonnenschweren Gegengewichten und Basisteile, die einen guten Quadratmeter Platz beanspruchen, sucht man hier vergebens. Die Idee, rückengeplagten Drummern mithilfe gewichtsreduzierter Stative Linderung zu verschaffen, ist natürlich nicht ganz neu…

- leichte Bauweise
- ausreichend belastbar
- praxisgerechte Ausstattung
- sehr solide Verarbeitung
- keins

Tama hat bereits im Jahr 1977 Stative unter dem Namen Spartan auf den Markt gebracht. Allerdings waren hier nur die Beine aus Aluminium gefertigt, ansonsten entsprachen die Ständer der Titan-Serie. Sonor – bekannt für extrem solides Ständerwerk – war schließlich die Firma, die in den 80er-Jahren mit der Protec-Serie die erste komplett aus Aluminium gefertigte Hardware vorstellte. Bewohner der griechischen Stadt Sparta waren übrigens als disziplinierte, präzise Kämpfer bekannt, die kein Gramm zu viel mit sich trugen und ihre Gegner mit List und Effizienz besiegten. Ob unsere heutigen Testobjekte ihren Namen zurecht tragen, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen.
Wie schwer sind die Tama Spartan Cymbal Stands?
Der Versandkarton mit den beiden aktuell erhältlichen Spartan Beckenständern HC72S (gerade) sowie HC72BS (mit Galgen) wirkt schon angenehm leicht. Nur 1,7 Kilogramm wiegt der gerade Ständer, Galgenfreunde müssen 300 Gramm mehr bewegen. Zum Vergleich: Der wirklich extrem leichte, gerade Yamaha Crosstown Ständer bringt etwa 1,5 Kilogramm auf die Waage. Dies liegt hauptsächlich an der Verwendung von Aluminium bei den Tauchrohren und den Beinen. Auch sind alle Flügelschrauben und der Beckentilter insgesamt deutlich kleiner. In Sachen Features geht es durchaus schwergewichtig zu. So bieten beide Stative die von der Roadpro Hardware bekannten stufenlosen Beckentilter samt Quick Set Cymbal Mate.
Interessantes Detail: die „Anti Walk Rubber Feet“
Interessant sind die großen „Anti-Walk“-Gummifüße mit gefedertem Inlet. Dieses soll – zusammen mit der breiten Stativbasis – dafür sorgen, dass der Fuß auch bei kurzzeitiger Neigung des Stativs immer Kontakt zum Boden hält und deswegen nicht rutscht. Zum Boom Stand wäre noch zu bemerken, dass die Tama-Entwickler auf eine Versenkbarkeit des Galgens verzichtet haben. Auch gibt es nur eine Flügelschraube zum Ausfahren und Neigen des Arms, „Duo Lock“ heißt die Bauweise hier. In der Fotostrecke findet ihr ein Vergleichsbild mit dem regulären Roadpro Galgenstativ und dem HC72BS.



