Nach der Bekanntgabe der überarbeiteten Road-Serie vor wenigen Tagen legt der legendäre Hersteller aus Nazareth, Pennsylvania, nach und präsentiert mit der Martin Super D-18 und der Super HD-28 zwei interessante Variationen seiner stilprägenden Dreadnought. Im Detail haben wir es dabei mit etwas größeren Bodies zu tun, die laut Hersteller im Vergleich zu einer Standard-Dreadnought 20 Prozent mehr Luftvolumen im Korpus aufweisen. Erstmals wurde diese Modifikation 2022 vom Martin Custom Shop umgesetzt und ist nun auch im regulären Sortiment erhältlich.


Was unterscheidet die Super Dreadnought von der normalen Martin Dreadnought?
Die Super D stellt die größte Korpusbauweise im Martin-Sortiment dar, ohne dabei von der ikonischen Silhouette der klassischen Dreadnought abzuweichen. Mit einem unteren Korpusumfang von 420 mm ist die Super-D-Bauform etwas ausladender als der Klassiker und sorgt laut Aussage des Herstellers für 20 Prozent mehr Luftvolumen im Inneren des Korpus. Klanglich soll sich dies in einer ausgeprägteren Basswiedergabe, höherer Lautstärke und einer erweiterten dynamischen Ansprache bemerkbar machen.
Darüber hinaus kommen die Super-D-Modelle mit dem Forward-shifted Golden Era Scalloped X-Bracing, das aktuell auch in der Modern-Deluxe-Serie Anwendung findet und Martins Hommage an die Vintage-Spezifikationen der Vorkriegszeit darstellt.

Martin Super D-18 und Super HD-28 – Unterschiede bei der Holzauswahl
Bei den Hölzern bleibt auch bei den Super-Varianten alles wie gehabt. Dementsprechend setzt die Super D-18 auf die bewährte Kombination aus Fichtendecke und Mahagonikorpus, wohingegen sich die Super HD-28 mit einer Fichtendecke und einem Korpus aus ostindischem Palisander in Szene setzt.
Seit einiger Zeit wird im Hause Martin bei den Hälsen vieler Modelle lediglich die etwas schwammige Bezeichnung „Select Hardwood“ angegeben – so auch hier. In beiden Fällen kommen ansonsten Ebenholzgriffbretter zum Einsatz. Des Weiteren setzen die Instrumente mit einem Hals-Korpus-Übergang am 14. Bund auf ein satiniertes Hals-Finish. Mensur und Sattelbreite betragen jeweils 645 mm und 44,5 mm.

Preise und Lieferbarkeit
Beide Gitarren sind ab sofort lieferbar. Die Martin Super D-18 geht dabei aktuell für 3.899 Euro über den Ladentisch. Teurer ist die seit jeher etwas aufwendiger gestaltete und bei den Hölzern abweichende Super HD-28, die in der Super-Ausführung momentan satte 5.159 Euro kostet. Wer nach einem kostengünstigeren Einstieg in die Welt der Martin-Gitarren sucht, könnte eventuell bei der jüngst aktualisierten Road-Serie des Herstellers fündig werden.
Weitere Informationen: https://www.martinguitar.com
