Gitarre
Workshop
1
Workshop

Play-Alike #48 - Eddie Van Halen - Workshop

Riffs und Soli der E-Gitarren-Legende

Spiritus Rocktor

Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Rockgitarre und ihrer Wegbereiter, so fallen meistens zwei Namen: Jimi Hendrix und Eddie Van Halen. Ohne Frage gab und gibt es unzähige Gitarristen, deren Spiel ebenso phänomenal ist und deren Leistungen ich in keinem Fall schmälern möchte, aber betrachtet man unsere Helden unter dem Aspekt, wer die größte "Jüngerschaft" hinter sich hergezogen und ein ganzes Genre geprägt hat, so wird man um die beiden Namen nicht herumkommen. Jimi Hendrix war bereits Bestandteil eines Play Alikes, darum ist es an der Zeit, eine Dekade weiterzugehen, zum Ende der Siebziger und den Beginn der Achtziger Jahre - die Zeit Eddie Van Halens (und auch der hochtoupierten Haare und Leggins, vielleicht ein Thema für einen weiteren Workshop: " Look Alike Van Halen".

Van Halens Beitrag zur Rockgitarre wird gerne auf seine innovative Art des Two-Hand-Tappings reduziert, doch auch sein Rhythmusgitarrenspiel, sein einzigartiger Ton und sein Fingervibrato, der Einsatz von Soundeffekten und seine Weiterentwicklungen im Equipmentbereich lassen erkennen, dass man es mit einem sehr kreativen Menschen mit unglaublichem Spielwitz zu tun hat. So hat Van Halen mit getunten Amps (Marshall Super Leads, Plexis und 800er), selbst zusammengebauten Gitarren (Eddie kam auf die Idee, einen Les Paul PAF Humbucker in eine Strat zu bauen und prägte damit den Typus "moderne Rockstrat", wie sie immer noch von vielen gespielt wird) und als einer der Ersten mit Floyd Rose Tremolos experimentiert.

Prinzipiell wechselte Eddies Equipment über die Jahre hinweg ständig, sowohl aus Werbevertragsgründen als wohl auch aus geschmacklichen Überlegungen. Die Eckpunkte blieben jedoch identisch: eine Gitarre mit Floyd Rose Tremolo, Ahornhals und Humbuckerbestückung, Röhrenamps, ein Phaser oder Flanger von MXR und gelegentlich ein WahWah. Darüber hinaus gab es schon diverse Van Halen Gitarren von Kramer, Charvel, Music Man und Peavey sowie Van Halen Amps (z.B. der Peavey 6505, der früher 5150 hieß, oder der neue EVH 5150III) - für den Van Halen Sound reicht am Anfang aber ein Amp mit guter Zerre und eine Humbuckergitarre mit einem halbwegs verstimmungsfreien Tremolo.

Verwandte Inhalte

Tool Time #3 - Gitarren Tricks - Legatospiel mit Pull Offs

Gitarren Tipps: Pull Off nennt sich bekanntlich eine Legato-Spieltechnik für die Gitarre, bei der aus einem angeschlagenen Ton zwei werden. Mit unseren Tipps wird das Ganze endlich rund und die „Abzugsbindungen“ zu kleinen Sahnehäubchen auf deinem Spiel.

Gibson G Force Tuning System Workshop

Das neue G Force Tuning System von Gibson ist nicht unumstritten und bietet jede Menge Diskussionsstoff. bonedo hat den Faktencheck gemacht und zeigt, wie es funktioniert und was es kann.

Metal-Riffing

Unsere mehrteilige Tutorial Serie führt Gitarristen Schritt für Schritt in die Kunst des Metal-Riffings ein. Umschnallen, losbangen!

User Kommentare

irfan öksüz  schrieb:00:18 | 29.11.2012

Vielen Dank!"

Peter Schmidt  schrieb:11:08 | 02.12.2012

F-A-N-T-A-S-T-I-S-C-H !!!"

slashgad  schrieb:10:30 | 10.05.2014

Super! Das Beat-it-Solo mal in die Einzelteile zerlegt! Sehr hilfreich! Danke!"