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Tom-Felle: So findest du den perfekten Sound (inkl. Kaufberatung)

Keine Frage, die Snaredrum ist eindeutig das Herzstück des Schlagzeugs, sie definiert den Sound des Drumsets und sorgt für den Puls, nach dem sich alle richten. Aber wie steht es um die Toms, die oft noch nicht einmal separat mikrofoniert werden? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Toms sollten beim Draufhauen genauso viel Spaß machen wie die anderen Instrumente des Schlagzeugs. Ihr Klang sollte dazu inspirieren, sich interessante Grooves und Fills zu überlegen und natürlich auch zu üben. Das richtige Tuning ist dabei selbstverständlich wichtig, der Auswahl der Tom-Felle kommt allerdings eine fast ebenso große Bedeutung zu.

5 Tipps zum Thema Tom-Felle
Credits: alamy / Werner Lerooy

Anders als es bei bei den meisten Snare- und Bassdrumsounds üblich ist, klingen Toms nämlich normalerweise länger aus. Man möchte von ihnen einen „Ton“ hören, und während eine leichte Dämpfung zum Ausbügeln kleiner Stimmfehler auf der Snare kaum ins Gewicht fällt, kann das Stückchen Gaffa-Tape einem Tom schonmal einen Großteil der Fülle und Power rauben.

Wie ihr Soundprobleme eurer Toms lösen könnt und welche Felle sich für verschiedene Musikarten eignen, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Tom-Felle kaufen – Das Wichtigste in Kürze

  • Welche Tom-Felle klingen offen und natürlich? Je weniger Masse schwingt, desto länger der Ausklang und desto offener der Ton. Einlagige Tom-Felle sind hier die beste Option. 
  • Welche Tom-Felle liefern einen fetten Rock-Sound? Tief, eher kurz und präsent – diese Attribute werden durch dickere, zum Beispiel doppellagige Felle gefördert. Integrierte Dämpfringe oder externe Dämpfer helfen ebenfalls. 
  • Welche Resonanzfelle sollte man für Toms verwenden? Der Standard bei Resonanzfellen sind immer noch einlagige, klare Versionen, wie beispielsweise das Ambassador Clear von Remo.
  • Wie beeinflussen Felle den Tomsound im Studio? Für einen offenen Tomsound im Studio kann sich die Investition in neue Felle lohnen, schließlich soll das Tuning berechenbar, zügig und sauber vonstatten gehen. Für kürzere Sounds oder einen Retro-Charakter solltet ihr einige Dämpfoptionen dabei haben. 

Welche Tom-Felle klingen offen und dynamisch?

Was für die Snaredrum gilt, trifft auch zu, wenn es um Tomsounds geht: Einlagige Tom-Felle ohne Schnickschnack schwingen am längsten aus und lassen ein Maximum an Dynamik zu, weil die Folie durch nichts an der Bewegung gehindert wird. Ihr Einsatzgebiet ist damit extrem weit gefasst. Modelle wie das Remo Ambassador Coated, das Evans G1 sowie das Aquarian Texture Coated Fell sind beispielsweise sowohl auf den Toms von Jazzern zu finden als auch auf jenen von Extreme-Metal-Drummern.

Wer den Klangcharakter seiner Toms möglichst unverfälscht hören möchte, ist mit einlagigen Modellen jedenfalls am besten bedient. Ein Vorteil der dünneren Folien ist außerdem, dass Obertöne beim Stimmen besser hörbar und tonal klarer artikuliert wirken als bei dickeren, zweilagigen Fellen. Wem sie dann im Einsatz zu viel des Guten sind, der kann – je nach Geschmack – mit Dämpfung arbeiten.

Auch als Resonanzfelle sind einlagige, transparente Felle weit verbreitet, auch dann, wenn es „obenrum“ doppellagig oder stark gedämpft zugeht. Beim Tuning solltet ihr sorgfältig vorgehen. Mein Tipp: Mit den Resonanzfellen starten und sie etwas höher stimmen als die Schlagfelle. Ein zu langes Sustain könnt ihr – wie auf der Schlagseite – anschließend per dosierter Dämpfung verkürzen. Weiter unten habe ich euch einige Optionen zur Dämpfung von Toms und Floortoms zusammengestellt.   

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Remo PP-0932-BA Ambassador Coated
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Evans G1 Fusion 2 Set Coated
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Aquarian CC-A Drum Head Set Studio
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Welche Tom-Felle liefern einen kontrollierten, rockigen Sound?

Obwohl mit einlagigen Tom-Fellen fast alles geht, nutzen mindestens genauso viele Drummer doppellagige Versionen auf ihren Toms. Dafür gibt es gute Gründe. Durch das erhöhte Membrangewicht schwingen die Felle etwas kürzer aus und begrenzen auf natürliche Weise die entstehenden Obertöne. Dies kann in vielen Situationen von Vorteil sein, so bevorzugen nicht nur Rockdrummer einen subjektiv bassigeren und kürzeren Ton.

Zweilagiger Klassiker: das Remo Emperor ist vor allem bei Rock Drummern ein weit verbreiteter Standard.
Zweilagiger Klassiker: das Remo Emperor ist vor allem bei Rock Drummern ein weit verbreiteter Standard.

Typen wie das Remo Emperor, Evans G2 oder Aquarian Super 2 empfehlen sich nicht nur im Proberaum, sondern auch im Studio- oder Live-Einsatz, also dort, wo Tontechniker viele Schallquellen zusammenmischen müssen und langes Ausklingen der Trommeln eher stören würde. Ein weiterer netter Nebeneffekt dickerer Tom-Felle ist ihre erhöhte Haltbarkeit. Laute Drummer, Vielspieler und Freunde schwerer Sticks können mit der Investition in haltbarere Felle mittelfristig bares Geld sparen.

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Remo PP-1422-BE Emperor Clear
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Evans G2 Fusion / Rock 2 Set Coated
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Aquarian PF-A Drum Head Set Studio
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Welche Rolle spielen Resonanzfelle bei Toms?

Auch bei den Resonanzfellen kann sich ein bisschen Experimentierfreude lohnen. So lassen dünne, einlagige Resonanzfelle kleinere Toms mehr „singen“, während doppellagige oder beschichtete Modelle gerade auf Standtoms etwas kontrollierter und bassiger klingen, ohne dass sich der Attacksound verändert.

Die einlagigen Remo Ambassadors werden in der klaren Ausführung gern als Resonanzfelle eingesetzt, als Coated-Pendants findet man sie zuhauf als Schlagfelle.
Die einlagigen Remo Ambassadors werden in der klaren Ausführung gern als Resonanzfelle eingesetzt, als Coated-Pendants findet man sie zuhauf als Schlagfelle.

Langweiliger Tomsound? Experimentiert mit Fellen!

Es gibt unendlich viele Kombinationen aus Toms und Fellen und niemand hat schon alle gehört, geschweige denn selber ausprobiert. Wenn ihr euer Set gut kennt und euch auch beim Stimmen recht sicher fühlt, kann es sich lohnen, die eingetretenen Pfade der Fellwahl zu verlassen und auf klangliche Entdeckungsreise zu gehen.

Alle Hersteller bieten interessante Alternativen in ihrem Tomfell-Programm, welche sich eignen, bestimmte Soundvorstellungen umzusetzen, die mit den „Normalos“ nicht so ohne Weiteres umsetzbar sind. Remo Suede- oder Renaissance-Modelle verwenden beispielsweise andere Folienmaterialien, welche auch die Soundtextur der Trommel deutlich verändern. Bei Evans wird der Soundfreund bei den EC- oder Frosted-Modellen fündig, Aquarian stellt Vintage-Fans mit den Modern-Vintage-Typen zufrieden. Mit den Asapura-Fellen aus Japan gibt es sehr rund und ausgewogen klingende Sounds zu entdecken. Wer es noch mehr in Richtung Jazz oder Vintage mag, sollte unbedingt mal die Naturfelle von Kentville Drums ausprobieren.

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Evans EC2S Fusion 2 Set Frosted
Evans EC2S Fusion 2 Set Frosted
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Aquarian 14
Aquarian 14″ Modern Vintage Coated
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Kentville Drums 14
Kentville Drums 14″ Kangaroo Drum Head medium
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Asapura 14
Asapura 14″ ST-300CD Snare/Tom Head Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Asapura 12
Asapura 12″ ST-250C Tom Head Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Wie dämpft man Toms richtig?

So schön ein sauber und lange ausklingendes Tom auch klingen mag, es gibt viele Szenarien, in denen genau das nicht funktioniert. Zum Beispiel, wenn Mikrofone involviert sind. Auch wenn wir Drummer es vielleicht nicht so gerne hören: Toms sind innerhalb einer Produktion nur ein kleiner Teil des Gesamtklangs und je mehr Platz sie im Mix beanspruchen, desto problematischer wird es. Spätestens für Aufnahmen oder Livegigs solltet ihr also ein Mittel zur Sustain-Begrenzung am Start haben. 

Den drastischsten Effekt bieten vollflächig aufliegende Dämpfer wie zum Beispiel die BFSD Quesadillas oder Mr. Muffs Muffins. Das Ergebnis ist nicht nur ein extrem trockener Klang, auch der Attack wird deutlich weicher. Ideal für Retro-Tomsounds à la Ringo Starr .

Magnetische Dämpfer von Rohema: die Muff Bites.
Magnetische Dämpfer von Rohema: die Muff Bites.

Für leichte Verkürzungen des Ausklangs oder Korrekturen von Stimm- oder Gratungsfehlern solltet ihr euch bei weniger brachialen Produkten bedienen. Ein Klassiker ist nach wie vor das berühmte Gaffa-Gewebeband, wesentlich angenehmer zu handhaben sind jedoch Produkte wie die MiniMuffs, Snareweights, Moongel oder die populären Muff Bites.  

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Rohema Mr. Muff MuffBite Set
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Rtom Moongel Damper Pads
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Snareweight M80 magn. Overtone Damper
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Rohema Mr. Muff MiniMuff 4-Set
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Welche Tom-Felle für Rock, Metal und Jazz?

Tom-Felle für Rock & Pop

Für Rock und Pop sind doppellagige Tom-Felle besonders beliebt, da sie einen kontrollierten, druckvollen und gut mischbaren Sound liefern.

Modelle wie Remo Emperor oder Evans G2 reduzieren Obertöne auf natürliche Weise und sorgen für einen fokussierten Ton mit kürzerem Sustain – ideal für Bandkontexte und Live-Situationen.

Kurz gesagt: Zweilagig = kontrollierter Rock-/Pop-Sound

S2 Medium: zweilagig-beschichtete Felle von Asapura.
S2 Medium: zweilagig-beschichtete Felle von Asapura.

Tom-Felle für Metal

Im Metal sind maximale Kontrolle, kurzer Sustain und viel Attack gefragt. Deshalb greifen viele Drummer zu stark gedämpften oder besonders robusten doppellagigen Fellen.

Diese liefern einen sehr fokussierten, tiefen Sound, der auch bei schnellen Fills klar bleibt und sich im Mix durchsetzt.

Kurz gesagt: Doppellagig + Dämpfung = maximaler Punch

Fett und eher kurz klingen die zweilagigen Aquarian Reflector Felle.
Fett und eher kurz klingen die zweilagigen Aquarian Reflector Felle.

Tom-Felle für Jazz

Für Jazz bevorzugen viele Drummer einlagige Tom-Felle, da sie einen offenen, resonanten und dynamischen Klang ermöglichen.

Sie reagieren sensibel auf Spielweise und lassen das volle Klangpotenzial der Trommel wirken – ideal für akustische Settings.

Kurz gesagt: Einlagig = offen & dynamisch

Die besten Tom-Felle im Überblick

Einsatz | Empfehlung | Sound —————————————– Rock & Pop | Remo Emperor, Evans G2 | Kontrolliert, druckvoll Metal | Evans EC2, Aquarian Super 2 | Kurz, fokussiert, viel Attack Jazz | Remo Ambassador, Evans G1 | Offen, resonant Allround | Einlagig oder leicht gedämpft | Vielseitig

Fazit

Wenn es um die Auswahl von Equipment geht, gibt euch eure eigene Art zu spielen oft schon die entscheidenden Hinweise, was am besten passen könnte. Wenn ihr beispielsweise viele schnelle Fill-Ins spielt, könnte es empfehlenswert sein, einen Tomsound zu wählen, der einerseits einen klaren Attack liefert und andererseits nicht zu lange ausklingt. Das gilt besonders, wenn euer Drumset in unbehandelten, stark nachhallenden Räumen steht. Felle wie das Remo Powerstroke 3 reduzieren den Ausklang der Toms deutlich und machen ihren Ton insgesamt kompakter und besser ortbar. Das ist übrigens auch dann von Vorteil, wenn ihr euer Spiel hinsichtlich Dynamik und Präzision analysieren möchtet. Ein großer, offener Tomsound hingegen klingt immer dann am besten, wenn er Raum hat, sich zu entfalten. John Bonham’s Tomsound ist hier nur ein Beispiel, das weite Feld nicht zu schneller Rockmusik bietet euch aber insgesamt viele Möglichkeiten, den Klang eurer Toms eher länger ausklingend zu gestalten. Deutlich höher gestimmt, gilt dies natürlich auch für eine leichte, jazzige Spielweise.

Wer die gängigen Produkte ausprobiert hat und mal was Neues checken möchte, findet im Sortiment der Hersteller unzählige spezielle Tom-Felle, mit denen sich der Tomsound noch stärker in bestimmte Richtungen modellieren lässt.

Mehr zum Thema Bassdrum-Sound und passende Felle findet ihr in unserem Artikel zu Bassdrum-Fellen, unsere Empfehlungen zu Snare-Fellen findet ihr hier.

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