Test: Thorn The Freaq Double Stage Booster – eine äußerst effektive Ergänzung auf dem Pedalboard 

Mit dem Thorn The Freaq Double Stage Booster stellt sich ein Boost-Pedal vor, dessen Funktionsweise so einfach wie clever ist. Denn im Detail hat der Freaq einen Clean-Boost und einen Frequenz-Boost unter der Haube. Letzterer verfügt über ein stufenloses Mittenband, das wahlweise angehoben oder abgesenkt werden kann. Zusätzlich steht außerdem ein Hochpassfilter zur Verfügung. Zur Abstimmung des Sounds kann das Pedal sowohl direkt vor der Amp-Vorstufe als auch in Kombination mit weiteren Drive-Pedalen eingesetzt werden. 

Thorn Soundlabs The Freaq Booster Pedal Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • ordentliche Verarbeitung
  • satter Clean-Boost
  • Frequenz-Boost als effektiver Klangformer
Contra
  • keins
Artikelbild
Test: Thorn The Freaq Double Stage Booster – eine äußerst effektive Ergänzung auf dem Pedalboard 
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Thorn The Freaq Double Stage Booster – Das Wichtigste in Kürze

  • Wie funktioniert das Thorn The Freaq? Das Pedal verfügt über zwei schaltbare Boost-Einheiten, bestehend aus Clean-Boost und stufenlosem Mid-Boost. Die Mittenfrequenz kann angehoben oder abgesenkt werden. 
  • Was ist das Besondere an diesem Boost-Pedal? Mit seinem zusätzlich schaltbaren Frequenz-Boost ist das Thorn The Freaq deutlich flexibler als gängige Boost-Pedale aufgestellt. 
  • Wie viel Platz nimmt das Thorn The Freaq auf einem Pedalboard ein? Das Thorn The Freaq ist mit seinen Maßen von 94 x 123 x 54 mm etwas breiter als ein typisches Standardpedal, bringt 343 g auf die Waage und ist sehr ordentlich und robust verarbeitet.
  • Wer steckt hinter Thorn Soundlabs? Der noch junge Hersteller hinter dem The Freaq Double Stage Booster erschien erstmalig 2021 auf der Bildfläche und ist in Nashville, Tennessee, beheimatet. Gefertigt werden die Pedale aber in Fernost, was den recht günstigen Preis von aktuell knapp 140 Euro erklärt.
  • Was sagt der Test? Der Thorn The Freaq Double Stage Booster ist sehr zu empfehlen und punktet als effektives Werkzeug zum Färben des Sounds. 

Clever: Mit diesen Funktionen arbeiten die beiden Booster im Detail

Das The Freaq verfügt über zwei Boost-Einheiten, die über die beiden mit “Boost” und “Freq” betitelten Fußschalter in Betrieb genommen werden. Dabei greift der Frequenz-Boost bzw. -Cut nur, wenn die erste Boost-Einheit aktiv ist. Geregelt wird der lineare Booster mit maximal 20 dB Schubkraft über die mit “Boost” und “Damping” beschrifteten Potis. Letztere Option steuert einen High-Pass-Filter, mit dem sich das Signal bei Bedarf verschlanken lässt. Die Mittenfrequenz des zweiten Boosts wird außerdem über ein stufenloses Poti eingestellt und mit einem Gain-Poti angehoben oder abgesenkt. Ein- und Ausgang sowie der Anschluss für ein 9-18-V-Netzteil (nicht im Lieferumfang) befinden sich außerdem an der Stirnseite. 

Fotostrecke: 4 Bilder Das The Freaq ist mit seinen Maßen von 94 x 123 x 54 mm etwas breiter als ein typisches Standardpedal.

So wird das Thorn The Freaq getestet

Im Praxis-Check werde ich den Booster zunächst vor der Vorstufe meines 1974er Fender Silverface Bassman Topteils ausprobieren. Das Amp-Signal läuft dabei durch eine Universal Audio OX Box (4×12 Greenback) und wird anschließend aufgezeichnet. Im weiteren Verlauf teste ich das Pedal außerdem im Zusammenspiel mit einem Wampler ReWired Overdrive. Für die Single-Coil-Sounds steht eine Maybach Texonian T54 bereit und die Humbucker-Fraktion wird von einer K’mo Guitars HybriT bedient. 

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Wampler ReWired Brent Mason Overd/Dist
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Maybach Texonian T54 Butterscotch
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Diese Funktion bleibt zunächst ohne Wirkung 

Bei einem ersten Soundcheck mit der Telecaster und dem Pedal direkt vor dem Amp präsentiert sich das The Freaq mit hohen Boost-Reserven, die je nach Pickup und Empfindlichkeit der Amp-Vorstufe den Cleansound wunderbar verdichten und auch zum Zerren bringen können. Das Damping-Poti beschneidet die tiefen Frequenzen und ist – besonders bei viel Gain – für einen griffigeren und durchsetzungsfähigeren Sound absolut Gold wert. Da sich ein Low-Cut bei einem Gitarrensignal aber erst ab einem gewissen Punkt bemerkbar macht, passiert auf der ersten Hälfte des Regelwegs zunächst gefühlt gar nichts. Auffällig hörbar greift diese Option dagegen erst auf den letzten Metern.

Das Herzstück des Pedals – zusätzliche Frequenz-Boost oder -Cut – entpuppt sich dann als sehr wirkungsvoll zum “Verbiegen” des Signals. Hier kommen ein paar erste Demonstrationen. Auf der dritten Aufnahme habe ich den Frequenz-Boost sehr offensiv eingestellt, um die Wirkungsweise möglichst deutlich herauszustellen. 

Audio Samples
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Soundcheck: Clean-Boost (Single-Coils) Soundcheck: Damping (Single-Coils) Soundcheck: Frequenz-Boost & -Cut (Single-Coils)

Macht es Sinn, sich statt eines weiteren Overdrive-Pedals einen Frequenz-Booster zuzulegen? 

Eingesetzt werden kann das The Freaq-Pedal auf recht unterschiedliche Weise. Dabei funktioniert der Clean-Boost ganz klassisch zum Anheben des Pegels, zum In-die-Sättigung-Fahren des cleanen Amp-Signals oder zum Anheben des Zerrgrads vor einem Overdrive oder zerrenden Amp. Soweit, so normal. 

Wirklich spannend wird es beim Hinzunehmen des Mittenfrequenz-Boosts, wobei es sich hier lohnt, je nach Setup ein wenig zu experimentieren. In der Summe lässt sich das Signal mit dieser Option aber nicht nur durchsetzungsfähiger gestalten – vielmehr ist der Frequenz-Booster in der Lage, einen zweiten Klangcharakter zu etablieren. Um das zu demonstrieren, parke ich das Pedal im ersten der folgenden Beispiele direkt vor dem Amp. Wir hören erst einen moderaten Boost, der dem Clean-Signal etwas mehr Griffigkeit und Schmutz verleiht. Anschließend schalte ich den Frequenz-Boost hinzu, der die tieferen Mitten pusht und damit einen etwas “honkigen” und gleichzeitig sehr charakterstarken Overdrive erzeugt.

Im darauffolgenden Beispiel hängt der Booster vor dem bereits erwähnten Wampler-Overdrive. Hier schalte ich den ersten und zweiten Boost-Schaltkreis gleichzeitig hinzu, wobei der Frequenz-Boost nun höher angesetzt ist. Wie man gut hören kann, gestaltet sich auch dieser Eingriff sehr wirkungsvoll. Zu guter Letzt gebe ich dem Clean-Signal der Amp-Vorstufe lediglich etwas mehr Schub, womit meine Tele einfach fetter und griffiger klingt und sich auch unter den Fingern so anfühlt.  

Audio Samples
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Beispiel: Clean-Boost (on) + Freq-Boost (off/on) vor dem Amp (Humbucker) Beispiel: Clean-Boost + Freq-Boost (off/on) vor dem Overdrive (Humbucker) Beispiel: Clean-Boost (off/on) vor dem Amp (Single-Coils)

Welche Alternativen gibt es zum Thorn The Freaq Double Stage Booster? 

Boost-Pedale, die auch Einfluss auf das Frequenzspektrum nehmen, gibt es aktuell auf dem Markt für jeden Geldbeutel. Zu nennen wären hier beispielsweise der Mooer Pure Boost oder der Vemuram Budi-G Boost. Darüber hinaus bieten manche Overdrive-Pedale, wie beispielsweise der Carl Martin Plexi Ranger, einen zusätzlich schaltbaren Frequenz-Boost. Sehr effektiv lässt sich aber auch ein EQ-Pedal als Frequenz-Boost oder -Cut nutzen. Der Klassiker ist hier ohne Frage das Boss GE-7. Mit der Möglichkeit, einem Clean-Boost einen zusätzlichen Frequenz-Boost hinzuzuschalten, besitzt der Thorn The Freaq Double Stage Booster momentan ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Nur das aktuell nicht erhältliche All you can Boost von FFX Pedals geht hier mit einer kompletten EQ-Sektion noch ein Stück weiter. 

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Boss GE-7 Equalizer
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Fazit

Der Thorn The Freaq Double Stage Booster ist ein durchdachtes Pedal, das weit über die Möglichkeiten klassischer Booster hinausgeht. Neben einem satten Clean-Boost und der Option, das Signal zu verschlanken, entpuppt sich dabei vor allem der zusätzlich schaltbare und variable Mid-Boost oder -Cut als effektives Werkzeug zum Färben des Sounds. Unterm Strich ist dieses Pedal eine absolute Bereicherung auf dem Board und sehr zu empfehlen. 

Thorn The Freaq Double Stage Booster Test
  • Hersteller: Thorn Soundlabs
  • Modell: The Freaq
  • Herkunftsland: China
  • Typ: zweistufiger Booster
  • Anschlüsse: In, Out, Netzteil
  • Schalter/Regler: Damping, Gain, Boost, Freq, Boost-Switch, Freq-Switch,
  • Abmessungen: 94 x 123 x 54 mm
  • Gewicht: 343 g
  • Stromversorgung: 9-18-V-Netzteil (nicht im Lieferumfang)
  • Stromaufnahme: 18 mA
  • Ladenpreis: 139,00 Euro (Januar 2026)

Herstellerseite: https://www.thorn-soundlabs.com

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