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Test: Tama Spartan Cymbal Stands – belastbare Beckenständer mit keinem Gramm zu viel?

Die älteren Drummer-Semester erinnern sich noch an die Zeiten, als hochwertige Hardware schwer und ausladend zu sein hatte. Tamas neue Spartan Beckenständer wollen davon nichts wissen. Unterarmdicke Rohrdurchmesser, Galgen mit gefühlt tonnenschweren Gegengewichten und Basisteile, die einen guten Quadratmeter Platz beanspruchen, sucht man hier vergebens. Die Idee, rückengeplagten Drummern mithilfe gewichtsreduzierter Stative Linderung zu verschaffen, ist natürlich nicht ganz neu… 

Test: Tama Spartan Cymbal Stand (Bildquelle: Tama Drums)
Test: Tama Spartan Cymbal Stand
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • leichte Bauweise
  • ausreichend belastbar
  • praxisgerechte Ausstattung
  • sehr solide Verarbeitung
Contra
  • keins
Artikelbild
Test: Tama Spartan Cymbal Stands – belastbare Beckenständer mit keinem Gramm zu viel?
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Tama Spartan Beckenstative – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das Besondere an den Tama Spartan Beckenständern? Sowohl die Tauchrohre als auch die Beine bestehen aus Aluminium, wodurch die Stative extrem leicht sind.
  • Wie robust sind die Tama Spartan Beckenstative? Die Teile, an denen Verschleiß zu erwarten ist (Schrauben, Gewinde, Tilter), sind aus Stahl oder Zink-Druckguss gefertigt, um optimale Langlebigkeit zu gewährleisten.
  • Eignen sich die Tama Spartan Cymbal Stands auch für schwere Rides? Für große Heavy Rides sollte man lieber auf schwere Stative aus Stahl zurückgreifen, um einen sicheren Stand bei harter Spielweise zu gewährleisten.
  • Welche speziellen Features bieten die Tama Spartan Stative? Die Stative verfügen über stufenlose Tilter mit Quick-Release-Funktion sowie spezielle Anti-Walk-Gummifüße, welche die leichten Stative sicher in Position halten.

Tama hat bereits im Jahr 1977 Stative unter dem Namen Spartan auf den Markt gebracht. Allerdings waren hier nur die Beine aus Aluminium gefertigt, ansonsten entsprachen die Ständer der Titan-Serie. Sonor – bekannt für extrem solides Ständerwerk – war schließlich die Firma, die in den 80er-Jahren mit der Protec-Serie die erste komplett aus Aluminium gefertigte Hardware vorstellte. Bewohner der griechischen Stadt Sparta waren übrigens als disziplinierte, präzise Kämpfer bekannt, die kein Gramm zu viel mit sich trugen und ihre Gegner mit List und Effizienz besiegten. Ob unsere heutigen Testobjekte ihren Namen zurecht tragen, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen. 

Wie schwer sind die Tama Spartan Cymbal Stands?

Der Versandkarton mit den beiden aktuell erhältlichen Spartan Beckenständern HC72S (gerade) sowie HC72BS (mit Galgen) wirkt schon angenehm leicht. Nur 1,7 Kilogramm wiegt der gerade Ständer, Galgenfreunde müssen 300 Gramm mehr bewegen. Zum Vergleich: Der wirklich extrem leichte, gerade Yamaha Crosstown Ständer bringt etwa 1,5 Kilogramm auf die Waage. Dies liegt hauptsächlich an der Verwendung von Aluminium bei den Tauchrohren und den Beinen. Auch sind alle Flügelschrauben und der Beckentilter insgesamt deutlich kleiner. In Sachen Features geht es durchaus schwergewichtig zu. So bieten beide Stative die von der Roadpro Hardware bekannten stufenlosen Beckentilter samt Quick Set Cymbal Mate.

Fotostrecke: 5 Bilder Vergleich: Roadpro Boom Stand mit 5 kg Gewicht (oben) und Spartan Boom Stand.

Interessantes Detail: die „Anti Walk Rubber Feet“

Interessant sind die großen „Anti-Walk“-Gummifüße mit gefedertem Inlet. Dieses soll – zusammen mit der breiten Stativbasis – dafür sorgen, dass der Fuß auch bei kurzzeitiger Neigung des Stativs immer Kontakt zum Boden hält und deswegen nicht rutscht. Zum Boom Stand wäre noch zu bemerken, dass die Tama-Entwickler auf eine Versenkbarkeit des Galgens verzichtet haben. Auch gibt es nur eine Flügelschraube zum Ausfahren und Neigen des Arms, „Duo Lock“ heißt die Bauweise hier. In der Fotostrecke findet ihr ein Vergleichsbild mit dem regulären Roadpro Galgenstativ und dem HC72BS. 

Die „Anti-Walk Rubber Feet“ sind zweiteilig aufgebaut.
Die „Anti-Walk Rubber Feet“ sind zweiteilig aufgebaut.
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Wie belastbar sind die Tama Spartan Cymbal Stands? 

Schon der haptische Eindruck fällt sehr positiv aus, denn es macht einfach Spaß, mit derartig leichter Hardware zu hantieren. Hinzu kommt, dass man bei den Spartan-Stativen nicht das Gefühl hat, auf etwas verzichten zu müssen. Die Ausziehhöhe fällt zwar etwas geringer aus als bei den vergleichbaren Roadpros, in der Praxis dürfte sie jedoch für die allermeisten Anwender ausreichen. Wichtiger dürfte für viele der stufenlose Beckentilter sein und die Tatsache, dass diese Beckenständer ähnlich stark belastbar sind wie ihre vergleichbaren Stahlrohrkollegen. 

Einzig beim Anbringen von Multiklammern sollte man etwas mehr Vorsicht walten lassen, denn Alu ist weicher als die normalen Rohre. Auch klanglich sind leichte Unterschiede zu den Stahlkollegen – in meinem Fall die einstrebigen Pearl 930S Ständer – zu verzeichnen. Mein Istanbul Agop 25th Anniversary Ride scheint eine Spur luftiger zu klingen, auch das Spielgefühl fällt minimal softer aus. Zuletzt muss der Galgenständer noch mein schwerstes Ride auf den komplett ausgezogenen Auslegearm nehmen. Jetzt zeigt sich, dass die Konstruktion weicher ist und schneller aufschwingt als normale Konstruktionen. Solltet ihr also planen, ein großes Rock Ride ordentlich durchzucrashen, sollte dafür vielleicht doch ein Stahlständer zum Einsatz kommen.  

Welche Alternativen gibt es zu den Spartan Stands?

Wenn ihr leichte Stative aus Aluminum möchtet, die aber kein Flatbase-Design haben, gibt es noch die Yamaha Crosstown Serie aus demselben Material. Hier gibt es allerdings keine Galgenbeckenständer. Tama hat ansonsten noch die Classic-Linie im Programm, die ebenfalls sehr leichtgewichtig ist, sich aber eher für weniger beherzte Spielweisen eignet. 

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Fazit

Mit den neuen Spartan Beckenständern schließt Tama die Lücke zwischen seinen konventionellen Stahlstativen und den Classic Series Flatbase-Stativen. Der Versuchung, diese leichten Modelle dann tatsächlich sehr spartanisch auszustatten, wurde dabei erfolgreich widerstanden. Beide Ständer sind belastbar, komfortabel einstellbar, haptisch angenehm und dabei gut halb so schwer wie ihre konventionellen Pendants. Einen kleinen Preisaufschlag zur Roadpro Light Serie gibt es zu verzeichnen, insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aber sehr gut. Ob Tama auch Snareständer und Hi-Hat-Pedal folgen lässt, bleibt aktuell abzuwarten. Die Spartan Beckenständer dürften jedoch nicht nur für Rückengeplagte eine echte Alternative sein. Aber Vorsicht: Die Grenzen der Physik können die Teile nicht sprengen. 

Leicht, komfortabel, ausreichend robust, nicht zu teuer: Die neuen Tama Spartan Beckenständer. (Bildquelle: Tama Drums)
Leicht, komfortabel, ausreichend robust, nicht zu teuer: Die neuen Tama Spartan Beckenständer. (Bildquelle: Tama Drums)
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Tama HC72S Straight Cymbal Stand Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
  • Hersteller: Tama
  • Bezeichnungen: HC72S Straight Cymbal Stand und HC72BS Boom Stand
  • Gewicht: HC72S: 1,7 kg; HC72BS: 2,0 kg
  • Höhenbereich: HC72S: 69 bis 143 Zentimeter, HC72BS: 73 bis 170 Zentimeter
  • Herstellungsland: Vietnam
  • Preise (Verkaufspreise Januar 2026):
  • HC72S: 99,00 Euro
  • HC72BS: 115,00 Euro
  • Set mit zwei HC72BS: 219,00 Euro

Herstellerseite: tama.com

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