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Sabian AAX Stage X-Plosion Cymbal Set Test

Praxis

Helle und durchsetzungsfähige Crash-Becken 

Explosion. Ja, das passt. Nach dem Anschlag gehen beide Crash-Becken sehr zügig auf, ihr rauschig-heller Klangcharakter setzt sich dabei in nahezu jeder musikalischen Umgebung durch. Die großen Kuppen addieren jede Menge Präsenz, ohne dass die Becken zu scharf oder penetrant würden. Dort liegt nämlich oft das Problem durchsetzungsfähiger Crashes: ihr Volumen verdanken sie ihrem hohem Gewicht, welches zulasten von Ansprache und genereller Ausgewogenheit bei niedrigen Lautstärken geht. Für Trio-Jazz oder andere, eher leise Umgebungen sind die AAX-Plosion Crashes trotzdem nicht wirklich gut geeignet, dafür fände ich sie einfach zu hell und zu sauber. Etwas abgeklebt, funktioniert das 18er – mit leichten Sticks gespielt – übrigens auch toll als kleines Ride, insbesondere die Kuppe kann überzeugen.

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16″ Crash Solo 18″ Crash Solo 16″ Crash im Set 18″ Crash im Set Beide Crashes im Vergleich

Die AAX Stage Hats sind saubere Allrounder

Der helle, saubere Klang der X-Plosion Crashes findet sich auch bei den Stage Hats wieder. Geschlossen klingen sie akkurat, dynamisches Spiel auf dem Profil wird sehr präzise umgesetzt. Hier liegt ein Vorteil eher kräftig gewichteter Hi-Hats, sie liefern mehr Rebound als dünne Modelle, daher lassen sich schnelle Figuren mit weniger Krafteinsatz umsetzen. Öffnet man die Stage Hi-Hats, tritt ein weiterer Effekt des Gewichts hervor, nämlich der relativ hohe Pitch des Instruments und eine damit einhergehende, verbesserte Durchsetzungsfähigkeit. Große tonale Komplexität ist nicht ihre Stärke, dafür dürfte sie in so ziemlich jeder Musikrichtung funktionieren mit besonderen Stärken in Funk, Pop, Rock und sicherlich auch Metal. Getreten entfaltet sich ein kurzer, lauter Chick-Sound, der auch in Kombination mit anderen Becken nicht so schnell untergeht. Eine moderne , vielseitig verwendbare Hi-Hat. 
Ich habe euch dazu wieder etwas aufgenommen, im ersten Soundfile hört ihr die Hats solo, im zweiten habe ich sie im Groove gespielt.

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14″ Hi-Hat Solo 14″ Hi-Hat Groove

Kräftige Kuppe und klarer Anschlag beim 21“ AAX Raw Bell Dry Ride 

Wenn es im Sabian AAX Stage X-Plosion Cymbal Set ein Becken gibt, welches am ehesten für eine bestimmte Musikrichtung konstruiert wurde, dann ist es das Raw Bell Dry Ride und die Richtung heißt: Rock. Schon auf dem Profil gespielt, findet sich hier die glockige Tonalität, die Rockdrummer im Kampf mit lauten Gitarristen so schätzen. Die Zutaten für diesen Sound sind schnell identifiziert: ein hohes Gewicht und eine relativ starke Wölbung treiben den Grundton nach oben und verstärken den Anschlagssound, in Fällen wie diesem wird der auch gerne „Ping“ genannt. Davon gibt es beim Raw Bell Dry Ride wahrlich genug und obwohl ich zugeben muss, dass ich generell kein Fan solcher „Pingschleudern“ mehr bin, gefällt mir das Becken. Die eher kleine Kuppe reduziert nicht nur die tonale Penetranz deutlich, sie verleiht dem Begriff „Dry“ in der Beckenbezeichnung auch eine Bedeutung. Zur Glockigkeit im Gesamtsound wird so eine wirklich schöne Definition und Kompaktheit addiert, die das Becken für schnelle Figuren zwischen Schulter und Kuppe wie prädestiniert erscheinen lässt. Dass sich das Instrument andererseits kaum ancrashen lässt, kann nicht als Minuspunkt gewertet werden, dafür ist es einfach nicht gebaut.  
Zu hören gibt es natürlich auch wieder etwas. Zunächst ertönt das Becken allein, im zweiten Soundfile habe ich euch einen Groove eingespielt. 

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21″ Ride Solo 21″ Ride Groove

 Im letzten Klangbeispiel hört ihr das ganze Beckenset im Groove.

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Alle Becken im Set
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