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Rode TF-5 Test

Fazit

Um die Überschrift aufzugreifen: Nein, die neuen Rode TF-5 sind keine etwas edleren NT-5 zum Wucherpreis. Ob sie das Zeug zum neuen Standard in der Oberklasse haben, muss sich natürlich erst erweisen. Im Test geben sie jedenfalls ein wirklich hervorragendes Bild ab und überzeugen nicht nur mit sehr guter Verarbeitung und kompletter Ausstattung, sondern vor allem mit mächtig gutem Sound. Straff und schnell packen sie die Transienten und bilden das Gespielte über den gesamten relevanten Frequenzbereich klar und druckvoll ab. Dabei gehen sie präzise und dennoch warm zu Werke, seitlich einfallender Schall verschmiert dabei nicht und trägt damit zu einem sehr gut gestaffelten Klangbild bei. Knappe 1500 Euro sind natürlich nicht gerade wenig, in ihrer Klasse können sie sich dennoch mühelos behaupten. Ob es nun an Tony Faulkner, den geringen Fertigungstoleranzen oder dem goldenen Einstecktuch des Rode-Firmenbosses liegt, ist kaum zu beziffern, eine Empfehlung zum Anchecken haben sich die australischen Edelmikros absolut verdient. 

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • hervorragender, homogener Gesamtklang
  • sehr geringe Off-Axis-Verfärbungen
  • schnelle Transientenwiedergabe
  • einwandfreie Verarbeitung
  • komplette Ausstattung

Contra

  • keins
Artikelbild
Rode TF-5 Test
Für 1.247,00€ bei
Rode_TF_5_13_test
Features und Spezifikationen
  • Hersteller: Rode
  • Bezeichnung: TF-5
  • Wandlerprinzip: Kondensator, extern polarisiert
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Impedanz (Output): 63 Ohm
  • Frequenzgang: 20–20000 Hertz
  • Finish: schwarz lackiert
  • Ausgang: XLR
  • Abmessungen: 9,9 x 2,0 cm
  • Zubehör: Stereoschiene, zwei Halterungen, zwei EU-Verkleinerungsgewinde, zwei Windschütze, Booklet mit Spezifikationen
  • Herkunftsland: Australien
  • Preis (Stereopaar): € 1416,– (Straßenpreis am 25.6.2019)
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von Max Gebhardt

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Profilbild von Chris

Chris sagt:

#1 - 27.06.2019 um 12:48 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Lieber Max,
auch hier haben wir mal wieder so ne Aussage:
"Ein Klirrfaktor von 1 % THD bei einem Kilohertz und niedrigen 120 SPL lassen darauf schließen, dass an lauten Quellen ein Pad notwendig werden könnte."
Wenn die 120dB seitens der Schallquelle überschritten sind, hilft auch kein PAD!

Profilbild von Chris

Chris sagt:

#2 - 27.06.2019 um 13:38 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ach und noch eins...Korrekt misst man bei einem Klirrfaktor von 0,5%.
Das bedeutet 6dB Abzug. Dann sind wir bei 114dB SPL max Schalldruck. Das schreckt mich jetzt nicht ab, aber ein guter und somit bedenkenloser Wert ist das bei weitem nicht. Mikrofone die so viel Geld kosten sollten mühelos einen Grenzschalldruck von 130dB bei einem Klirr von 0,5% erreichen.

    Profilbild von Nick (Redaktion Recording)

    Nick (Redaktion Recording) sagt:

    #2.1 - 27.06.2019 um 14:50 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Chris,üblicherweise geben Mikrofonhersteller den Klirrfaktor mit 0,5% THD+N an, das stimmt, viele aber auch mit 1%. Welche Klirr-Kurve von fast 0% an wirkt, ist von Mikrofon zu Mikrofon aber sehr unterschiedlich und nicht pauschal mit 6 dB Abzug errechenbar. Eine Kondensatorkapsel zerrt nach meinem Wissen kaum, es ist die nachfolgende Elektronik. Wird dazwischen ein Pad eingesetzt, kann man das Mikrofon auch mit höheren Schalldruckpegeln problemlos verwenden. Es ist einfach eine Frage der Ausrichtung beim Design des Mikrofons, ob es eher geringpeglige Signal rauscharm verstärken will oder hohe Schalldrücke auch verzerrungsfrei (bzw. -arm) übertragen will. Am Beispiel DPA 4090/4091 ist es gut zu erkennen, die wurden einmal als "normale", einmal als "high SPL"-Mikrofone verkauft, mit nur geringen Änderungen an der Elektronik.Beste Grüße
    Nick (Redaktion Recording)

    +1
Profilbild von gaddabout

gaddabout sagt:

#3 - 26.09.2020 um 17:02 Uhr

Empfehlungen Icon 0

135 dB SPL (1kHz @ 1% THD, 600Ω load) sind die Daten auf Rode. Bei der Veröffentlichung damals wurden versehentlich Platzhalter genutzt. Also mit 135 dB ist alles im grünen Bereich.

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