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Ortega Annalog Stompbox Test

Praxis

Um einen ersten Eindruck vom Sound der Stompbox zu bekommen, verbinde ich das Gerät mit dem DI-Eingang meines Focusrite ISA Preamps und schicke das Signal von dort in den Wandler meines Audio-Interfaces. Wie sich zeigt, reagiert die Stompbox im Anschlag bestens auf unterschiedliche Dynamikstufen.
Außerdem präsentiert sich das Gerät im Sound nicht nur sensibel, sondern auch sehr variabel und das nicht nur je nach Position des Fußes, sondern auch je nach Material, das auf die Stompbox auftrifft. Denkbar ist es also auch, die Stompbox beispielsweise mit Drumsticks oder auch nur den Fingern zu spielen. Die Annalog ist dabei übrigens minimal mikrofonisch, was in der Praxis aber nicht weiter ins Gewicht fällt.
Um die angesprochenen Eigenschaften zu verdeutlichen, habe ich zunächst ein Audiofile aufgenommen, bei dem ich die Stompbox barfuß gespielt habe. Im zweiten Audiofile hören wir dann das Ganze mit Turnschuhen.

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Soundcheck -> Barfuß Soundcheck -> Turnschuh

Wie sich anhand der Audiofiles sehr gut nachvollziehen lässt, sorgt die Annalog Stompbox barfuß gespielt für einen dunkleren und weicheren Sound, der einen ordentlichen Bassanteil mitbringt. Wie mir meine Anzeige im Rechner verrät, geht der Bass zudem auch bis in die tiefsten Lagen.
Spielt man die Stompbox dagegen mit Schuhen und somit mit einer härteren Fläche, bekommt der Ton einen sehr deutlichen Klickanteil, der für meine Empfinden im ersten Augenblick etwas weniger charmant wirkt.
Aufgrund des Prinzips der Klangerzeugung zeigt sich das ausgegebene Signal ansonsten erst einmal nicht so mächtig und “finalisiert” wirkend wie bei den ebenfalls von uns getesteten Horse-Kick-Stompboxen des Herstellers. Diese arbeiten aber auch mit vorproduzierten Samples, die dafür in der dynamischen Ansprache bei uns im Praxischeck weniger feinfühlig reagierten.
Interessant finde ich die schon angesprochenen Variationen, die sich je nach Position des Fußes auf der Stompbox ergeben. Im folgenden Beispiel trifft zuerst nur die Schuhspitze auf den unteren Teil der Trittfläche auf, anschließend die komplette Sohle.

Audio Samples
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Klangunterschiede der Anschlagspunkte
Die Ortega ANNAlog Stompbox liefert je nach Anschlagposition recht variable Sounds.
Die Ortega ANNAlog Stompbox liefert je nach Anschlagposition recht variable Sounds.

Wenn ich nur den unteren Teil mit der Fußspitze spiele, sagt mir der Sound am meisten zu. Deutlich direkter und mit einem sehr präsenten “Klick” zeigt sich das Signal dann wieder in der zweiten Position.
Nun wollen wir aber auch die Stompbox zusammen mit einer Gitarre hören. Wie sich zeigt, wird das durch die Box laufende Gitarrensignal nicht hörbar beeinträchtigt. Als absolut sinnvoll und hilfreich offenbart sich in dieser Situation das Volume-Poti, mit dem das Verhältnis zwischen Kickdrum und Gitarrensignal sehr gut abgestimmt werden kann.
Spielt man in Zimmerlautstärke, kann der “mitstampfende” Fuß generell ein schönes Mittel sein, um einem Song noch etwas mehr Drive zu geben.
Über einen kleinen Akustikgitarrenverstärker, der natürlicherweise einen begrenzten Bassbereich aufweist, hat die Aannalog-Stompbox in höheren Lautstärken eine ähnliche Wirkung.
Möchte man das eigene Spiel mit einem möglichst mächtigen Kickdrum Sound unterstützen, sollte also die entsprechende Peripherie vorhanden sein, denn wie schon erwähnt, kann unsere Kandidatin bei Bedarf einen recht satten und basslastigen Sound liefern.

Nachfolgend bekommt ihr einen Eindruck vom ausgegebenen Mischsignal aus Stompbox und Gitarrentonabnehmer, mit dem sich auf jeden Fall gut arbeiten lässt.
Ich bearbeite die Stompbox dazu erneut nur mit der Fußspitze am unteren Rand.

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Hörbeispiel: Stompbox + Gitarren PU

Selbstverständlich gestaltet sich die Nachbearbeitung der Signale am besten, wenn beide Signalquellen getrennt zur Verfügung stehen. Auf größeren Bühnen kann der Techniker so die Signale auch an den jeweiligen Song bzw. an die jeweilige Stilistik anpassen.
Welche Möglichkeiten sich hier bieten, soll das letzte Audio demonstrieren. Wir hören dasselbe musikalische Beispiel, nun aber mit getrennten Signalen. Vor der Gitarre steht außerdem noch ein Mikrofon.

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Hörbeispiel: Stompbox und Gitarre getrennt aufgenommen und bearbeitet
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