Anaheim: AKG ist mit zwei neuen Mikrofonen vertreten, die beide mit der ursprünglich österreichischen Geschichte des Unternehmens kokettieren. AKG C114 und C104 sind angelehnt an das (oder besser: die, denn es sind viele verschiedene) AKG C414, das neue AKG C151 wiederum hat das AKG C451b als Namens- und Designvorbild.


Was kann das AKG C114? Was unterscheidet es von einem AKG C414?
Der Prinzipaufbau des AKG C114 ist erfrischend einfach: Es ist ein Großmembran-Kondensatormikrofon mit randkontaktierter Kapsel, wie sie schon in der Studiolegende AKG C12 benutzt wurde. Zusätzlich zur allgegenwärtigen Nierencharakteristik können zwei weitere Pattern eingestellt werden, Kugel und Acht. Und das war es schon an Schaltfunktionen! Wo ein 414 deutlich mehr Richtcharakteristiken bietet und zudem noch Vordämpfungen und unterschiedliche Filteroptionen, bleibt das neue AKG C114 ansonsten spartanisch.
Die Brikettform hat sich leicht geändert, der Body ist nicht so kompakt wie bei einem 414. Aber der charakteristische, zweifarbige Grill besteht weiterhin.
Wofür kann das Mikrofon eingesetzt werden?
Als Großmembraner mit umschaltbarer Charakteristik eignet sich das C114 für fast alle Signale. Pegelfest ist es laut Spezifikationen ausreichend, 143 dB SPL (0,5% THD+N) sind ein wirklich guter Wert. Das Signal sollte aber eher nicht zum Überbassen neigen, weil es kein Hochpassfilter gibt.
Ich sehe das C114 vor allem an Vocals, obwohl die für Vocals beliebten 414-Varianten B-ULS und EB Übertrager hatten, das TLII und nun auch das C114 nicht. Akustikgitarre, Drum-Overheads als Pärchen, Snare Bottom als Acht und viele andere Signale sind mögliche Aufnahmekandidaten.

Es gibt auch ein AKG C104? Was ist der Unterschied zum AKG C114?
Ganz einfach: Das C104 ist deutlich preiswerter als das C114. Gut, das alleine war es natürlich noch nicht, denn das AKG C104 besitzt keine Patternumschaltung, sondern ist ein Großmembran-Kondensatormikrofon mit fixer Niere. Ansonsten ist es weitestgehend identisch. Oh: Und es besitzt nur einen normalen Halter und keine Spinne!
Sind sich AKG C151 und 451b ähnlich?
Mit dem AKG C151 bietet AKG ein einfaches Kleinmembran-Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik an. Auch dieses ist recht pegelfest, kann also wie die Legende C451b an der Hi-Hat oder als Overhead-Mikrofon eingesetzt werden. Natürlich wird es auch für akustische Saiteninstrumente genutzt werden können.

Preis und Verfügbarkeit von AKG C114 und AKG C151
Für 239 Euro kannst du ein AKG C114 dein Eigen nennen, das AKG C104 ist mit 135 Euro viel preiswerter. Mich interessiert da schon, ob du diesen großen Preisunterschied für gerechtfertigt hältst.
Für ein AKG C151 musst 135 Euro ausgeben.
Verfügbar sind die beiden Mikrofne in den nächsten Tagen.

Es gibt ein paar Kleinmembraner, die sich getrost "Standards" nennen dürfen. Hier sind sie!

Oh ja, es gibt sie, die klassischen Mikrofone, die für Gesangsaufnahmen in Tonstudios gerne benutzt werden. Und, oh ja: Sie sind teuer bis unbezahlbar. Wir zeigen hier die Klassiker – und preiswerte Alternativen.
