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Keeley Bassist Compressor Test

Praxis

Die Handhabung des Keeley-Kompressors ist, wie im Details-Kapitel bereits erwähnt, sehr simpel und stellt selbst für Kompressor-Neulinge keine große Herausforderung dar. Als erstes habe ich den Threshold-Regler so weit nach links gedreht, bis die Threshold-LED bei den härtesten Anschlägen kurz aufleuchtet und somit signalisiert, dass der Kompressor das Signal bearbeitet. Anschließend habe ich die Stärke der Kompression mit dem Compression-Regler auf einen mittleren Ratio-Wert von 4:1 justiert und danach den Lautstärkeverlust durch die Komprimierung mit dem Gain-Regler kompensiert. Et voilà: fertig ist die “Brot und Butter”-Komprimierung, die extreme Pegelspitzen abfängt und den Sound leicht verdichtet.
Die Threshold-LED des Keeley-Pedals zeigt lediglich an, dass das Signal über dem eingestellten Schwellenwert liegt, die Stärke der Kompression kann am Pedal leider nicht abgelesen werden. Manche Kompressor-Pedale, wie beispielsweise das M87 von MXR, verfügen über eine LED-Kette, an der man die Stärke und die Geschwindigkeit der Reduktion ablesen kann. Besonders bei extremeren Einstellungen finde ich ein solches, optisches Feedback durchaus hilfreich – schade, dass man beim Keeley-Kompressor darauf verzichten muss!

Denkbar simple Handhabung – eine Anzeige für die Kompressionsstärke wäre aber dennoch sinnvoll!

Die Arbeitsweise des Keeley-Pedals würde ich als sehr geschmeidig und (im positiven Sinne!) unauffällig bezeichnen – unschöne Pumpeffekte und sonstige Artefakte bleiben weitestgehend außen vor und die automatische Anpassung von Attack- und Release-Zeiten funktioniert so gut, dass ich entsprechende Regler zum Nachjustieren zu keiner Zeit vermisst habe.
In Sachen Sound verhält sich der Bassist Compressor sehr neutral und absolut transparent. Das Fundament bleibt stabil und ich höre keinerlei Verlust im Mitten- oder Höhenbereich, so lange ich den Kompressor mit halbwegs praxisrelevanten Einstellungen verwende. Lediglich bei extremen Einstellungen oder in der Anwendung als Peak-Limiter wirkt der Sound leicht gequält und etwas dumpfer – das ist jedoch bei fast allen Kompressoren der Fall!
Dann, und nur dann, sind tatsächlich auch leichte Nebengeräusche auszumachen! Ansonsten arbeitet das Pedal tatsächlich mucksmäuschenstill und keinerlei Rauschen trübt den transparenten Sound aus der amerikanischen Effektschmiede.

Der Keeley punktet mit gutem Sound – und mit seiner Rauscharmut!

In den anschließenden Audio-Clips hört ihr das Kompressor-Pedal mit verschiedenen Einstellungen im Slap- und im Fingerstyle. Das Signal ging bei den Aufnahmen ohne Umwege vom Keeley-Pedal direkt in mein Apogee-Interface, um mit Logic Pro X aufgenommen zu werden. Ihr hört in jedem Clip zuerst für vier Takte das cleane Basssignal. Ab dem fünften Takt habe ich das Pedal aktiviert und ihr hört für den Rest des Clips den komprimierten Sound.

Audio Samples
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Finger, medium compression, Ratio 3:1 Finger, heavy compression, Ratio 7:1 Slap, light compression, Ratio 2:1 Slap, medium compression, Ratio 4:1 Hard Limiter
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