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Heritage H-150 Test

Mit der Heritage H-150 legt die in Kalamazoo ansässige Firma eine hochwertige Single-Cut „Made in USA“ aufs Parkett. Unsere Testgitarre bietet einen Mahagonikorpus mit Ahorndecke, der in Nitrozellulose-Lack gehüllt ist und mit einer edlen Optik besticht. Neben den beiden Seymour Duncan ’59 Humbuckern zählen CTS-Potis und ein robustes Case zur Ausstattung. In diesem Test wollen wir das gute Stück auf Herz und Nieren prüfen.

Heritage H-150 Test

Heritage H-150 – Das Wichtigste in Kürze

  • Korpus aus Mahagoni mit Ahorndecke
  • Nitro-Lackierung
  • Mahagonihals mit Palisandergriffbrett 
  • Standard-C-Halsprofil
  • 2 Seymour Duncan ’59 Humbucker
  • CTS-Potis und „Heritage“ gelabelte Stimmmechaniken
  • Made in USA
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Heritage Guitar H-150 DLB
Heritage Guitar H-150 DLB
Kundenbewertung:
(2)

Korpus und Hals der Heritage H-150

Die Heritage H-150 präsentiert sich als attraktive Single-Cut im traditionellen Look. Der Mahagoni-Korpus wird von einer geflammten Ahorndecke im edlen „Dirty Lemon Burst“-Nitrocellulose-Finish garniert. Die ansprechende Maserung in Kombination mit dem cremefarbenen Binding, das makellos in die Decke eingelassen ist, verleiht dem Instrument eine sehr ansprechende Optik. Mit einem Gewicht von rund 4,1 kg bewegt sich die H-150 im akzeptablen Rahmen für Gitarren dieser Bauform.

Im Lieferumfang der H-150 ist auch ein Koffer inbegriffen.
Im Lieferumfang der H-150 ist auch ein Koffer inbegriffen.

Der eingeleimte Mahagonihals kommt mit einem Palisandergriffbrett (Rosewood) und folgt mit einer Mensur von 24,75″ (628,65 mm) der klassischen Paula-Spezifikation. Die Sattelbreite beträgt 43 mm und der Griffbrettradius liegt bei komfortablen 12″. Ausgestattet ist das Instrument mit 22 Medium-Jumbo-Bünden sowie einem angenehm zu spielenden Standard-C-Halsprofil, das sich organisch in die Hand schmiegt und ein hohes Maß an Spielkomfort bietet. Auf der Hardware-Seite setzt Heritage auf eine verchromte Tune-o-matic-Bridge mit Stopbar-Tailpiece sowie Heritage-gelabelte Mechaniken, die in Verbindung mit dem Knochensattel für zuverlässige Stimmstabilität sorgen. Zum Lieferumfang gehören ein passender Koffer sowie ein Inbusschlüssel zur Justierung des Halsstabs.

Fotostrecke: 5 Bilder Unsere Testgitarre bietet einen Mahagonikorpus mit Ahorndecke, der in Nitrozellulose-Lack gehüllt ist…

Die Elektrik der Heritage H-150

Die Heritage H-150 kommt mit zwei Seymour Duncan ’59 Humbuckern. Wie der Name vermuten lässt, orientieren sich diese am klassischen PAF-Sound und bieten einen moderaten Ausgangspegel. Beide Tonabnehmer setzen auf AlNiCo-5-Magnete  mit einem DCR (Gleichstromwiderstand) von 7,6 kOhm in der Hals- und 8,2 kOhm an der Stegposition. Die Schaltung ist ebenfalls der Tradition verpflichtet und umfasst einen Dreiwegschalter sowie je ein Lautstärke- und ein Tonpoti pro Tonabnehmer. Hochwertige Custom CTS-Potentiometer runden das exquisite Gesamtbild ab.

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So werden die Klangbeispiele der Heritage H-150 im Test aufgezeichnet

Für die Soundfiles spiele ich die Heritage H-150 zunächst über einen 73er Fender Bassman, der durch die Faltung eines 4×12″ Celestion PreRola Greenbacks geschickt wird. Für die verzerrten Sounds verwende ich einen Walrus Audio Ages sowie einen Marshall Plexi und einen Peavey 5150, was in den Audios entsprechend gekennzeichnet ist.

Der Cleansound der Heritage H-150

Bereits unverstärkt offenbart sich die Heritage H-150 als hochwertiges Instrument: Sie klingt druckvoll, zeigt dabei aber auch eine überraschende Spritzigkeit und Direktheit. Die Werkseinstellung ist perfekt! Anlass zur Kritik gibt es weder bei der Saitenlage noch bei der Oktavreinheit oder Bundabrichtung. Das Gleiche gilt für die sorgfältig polierten und sauber verrundeten Bünde. Der Hals im klassischen Standard-C-Shape liegt ausgesprochen angenehm in der Hand. Im Vergleich zu schlankeren Profilen wie dem „Slim Taper“ wirkt er einen Hauch fülliger, bleibt dabei aber klar entfernt von den wuchtigen 50er-„Baseballschlägern“. Hier findet man wirklich eine gelungene Balance aus Substanz und Ergonomie. Insgesamt bin ich von dem sehr einladenden Spielgefühl überzeugt. Es stimmt wirklich alles und das Instrument spielt sich fast von selbst.

Die Gitarre überzeugt mit perfekter Werkseinstellung und einem sehr einladenden Spielgefühl.
Die Gitarre überzeugt mit perfekter Werkseinstellung und einem sehr einladenden Spielgefühl.

Besonders überrascht mich das sehr stabile Tuning und die tolle Intonation, vor allem auf der G-Saite. Verstärkt zeigen sich die Seymour Duncan ’59-Humbucker als echte Allroundtalente. Mit ihrem moderaten Output liefern sie transparente Cleansounds mit klar definiertem Bassbereich, wobei immer ein leicht kerniger Holzton mitschwingt. Damit qualifiziert sich das Instrument hervorragend für arpeggierte Chord-Pickings, warme Jazzlinien oder auch twangige Funklicks in der Zwischenstellung. 

Audio Samples
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Clean – alle Positionen Funky – Mittelstellung Jazzy – Halsposition

Die Heritage H-150 kann mit jeder Gainstufe gut umgehen

Auch verzerrt erweist sich die Heritage H-150 als sehr vielseitig. Die Seymour Duncan ’59-Humbucker harmonieren hervorragend mit dem Instrument und liefern druckvolle Sounds mit einem tollen Resonanzverhalten. Man spürt regelrecht, wie die Gitarre lebt, und bekommt das subjektive Gefühl, das Holz mitzuhören. Bluesige Low-Gain-Licks, Classic-Rock-Riffs oder knackige 80s-Rockbretter stehen der Gitarre sehr gut zu Gesicht. Die hohe Transparenz ist beeindruckend, und das unabhängig von der Pickupstellung. Gerade in Kombination mit einem Overdrive oder einem Marshall Plexi kommen die süßlichen Mitten voll zur Geltung. Die Saitentrennung ist vorbildlich und die Gitarre kann richtig beißen, ohne dabei zu scharf zu werden. Das sind wirklich vorbildliche Attribute für eine Paula-Style-Gitarre.

Selbst bei High-Gain-Settings zeigt sich die Gitarre souverän, auch wenn wir es hier natürlich nicht mit einer klassischen Metal-Axt zu tun haben. Die Volume- und Tonpotis reagieren feinfühlig und ermöglichen eine präzise Regelung von Klang und Verzerrungsgrad. Der berühmte „Cocked-Wah“-Sound lässt sich in der Minimal-Stellung des Tonpotis hervorragend umsetzen. In Kombination mit dem komfortablen Hals und dem optimalen Werks-Setting wird das Solospiel zum großen Vergnügen. Singende Leads mit viel Sustain werden tadellos gemeistert.

Audio Samples
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Crunch – Walrus Audio Ages – alle Positionen Low Gain – Walrus Audio Ages – Mittelposition Medium Gain – Marshall Plexi – Stegposition Dynapick – Marshall Plexi – Stegposition Tone Poti – Marshall Plexi –Stegposition Lead Tones – Marshall Plexi – Steg- und Halsposition High Gain Riffing – Peavey 5150 – Stegposition
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Fazit

Die Heritage H-150 überzeugt durch eine hervorragende Verarbeitung, exzellente Klangeigenschaften und beste Bespielbarkeit. Das Standard-C-Halsprofil bietet trotz seiner mittleren Stärke ein ausgezeichnetes Handling und ein sofort vertrautes Spielgefühl. Insbesondere überrascht bin ich von der Tuningstabilität und der Intonation. Klanglich präsentiert sich die H-150 als echter Allrounder: Die verbauten Seymour Duncan ’59-Humbucker liefern einen definierten, punchy Cleansound mit warmem, ausgewogenem Lowend – und das in jeder Pickupstellung. Das subjektive Gefühl, das Korpusholz akustisch „mitzuhören“, trägt zusätzlich zur großen Spielfreude bei.

Auch verzerrt zeigen die Tonabnehmer ihre ganze Flexibilität: Low-Gain-Sounds, Classic-Rock bis hin zu 80s-AOR-Riffs sind mühelos umsetzbar. Auch wenn sie nicht primär für High-Gain konzipiert ist, schlägt sich die H-150 in diesem Bereich doch relativ gut. Insgesamt ist die Heritage H-150 eine hervorragende Alternative für Paula-Fans, mit Eigenschaften, wie ich sie nur selten antreffe. Angesichts der Qualität und der Tatsache, dass es sich um ein in den USA gefertigtes Instrument handelt, ist der Preis mehr als nur gerechtfertigt.

Heritage H-150: Exzellente Verarbeitung, vielseitiger Sound und top Bespielbarkeit machen diese Single-Cut ‚Made in USA‘ zu einer echten Les-Paul-Alternative für anspruchsvolle Gitarristen.
Heritage H-150: Exzellente Verarbeitung, vielseitiger Sound und top Bespielbarkeit machen diese Single-Cut ‚Made in USA‘ zu einer echten Les-Paul-Alternative für anspruchsvolle Gitarristen.
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • toller Sound, Resonanz und Ansprache
  • klanglich extrem flexibel
  • hohe Transparenz
  • tadellose Verarbeitung
  • hervorragende Intonation und Stimmstabilität
Contra
  • keins
Artikelbild
Heritage H-150 Test
Für 2.499,00€ bei
  • Hersteller: Heritage
  • Modell: H-150
  • Typ: Single Cut Solidbody
  • Herstellungsland: USA
  • Farbe: Dirty Lemon Burst
  • Korpus: Mahagoni mit Curly Maple Top
  • Hals: Mahagoni
  • Halsprofil: Standard C
  • Griffbrett: Rosewood
  • Griffbrettradius: 12“
  • Sattelbreite: 43 mm (1.6875″)
  • Sattel: Knochen
  • Bünde: 22 Jescar Medium Jumbo
  • Mensur: 24.75″ (628,65mm)
  • Tonabnehmer: 2x Seymour Duncan ’59 Humbucker
  • Bedienung: 2x Volume, 2x Tone, Dreiwegschalter
  • Hardware: Tune-O-Matic Bridge und Stopbar, Heritage Branded Tuner
  • Besaitung ab Werk: Elixir 0.10 – 0.46
  • Lieferumfang: Koffer, Inbusschlüssel
  • Gewicht: 4,18 kg
  • Ladenpreis: 2499,00 Euro (Stand: Juli 2025)

Herstellerseite: https://heritageguitars.com

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