Hersteller_Yamaha
Test
4
27.11.2012

Fazit
(3.5 / 5)

Ich komme dann mal wieder zurück zu meiner Frage aus dem Intro: Was kann ich mit einem Komplettset wie dem Yamaha DTX400k anders oder besser machen als mit meinem Akustik Set? Nun: Ich kann zum Beispiel zu Hause in der Mietwohnung Schlagzeug üben. Yamaha bewirbt die Fußpedale des DTX400k als nahezu geräuschlos. Ich finde, die Pedale sind zwar leise, jedoch immer noch laut genug, um Nachbarn zu stören. Darüber hinaus sind sie für meinen Geschmack nicht gut zu bespielen. Sie unterscheiden sich im Spielgefühl sehr deutlich von einer normalen Fußmaschine, so dass ich mich immer umgewöhnen müsste, wenn ich zwischen dem Set im Proberaum und dem DTX400k wechsle. Ganz unabhängig vom Spielgefühl ist der Moment, in dem ein bestimmter Sound ausgelöst wird, mit diesen Pedal höchstens zu erahnen. Exaktes Drumming ist somit eher unwahrscheinlich. Eine Möglichkeit wäre, auf das DTX430k zu warten, oder sich dessen Bassdrumpad samt echter Fußmaschine als Upgrade zum DTX400k zu besorgen.

Ein weiteres Contra sind die internen Sounds des Moduls. Auf Dauer sind diese wohl eher unbefriedigend. So bleibt noch die Möglichkeit das Modul, per USB Midi, zum Ansteuern von Schlagzeuglibrarys auf meinem Computer zu verwenden. Das funktioniert nämlich sehr gut und sehr einfach, jedenfalls solange ich lediglich Sounds spielen möchte. Weiterreichende MIDI-Daten wie etwa Programmwechselbefehle sendet das Modul nicht.

Die Hardware des DTX400k macht einen stabilen und langlebigen Eindruck. Auch lassen sich die Pads gut bespielen und verfügen über ein recht realistisches Stockverhalten. Könnte ein Anfänger mit dem DTX400k eventuell einen guten Einstieg in die Schlagzeugwelt bekommen? In meiner Vorstellung scheitert dies recht schnell an den Sounds des Moduls. Was ich mir wirklich vorstellen kann, ist auf das DTX430k zu warten und dies dann als günstiges und gutes Werkzeug zum Einspielen von Schlagzeugparts in MIDI-Produktionen im Studio zu verwenden. Bei aller Kritik darf man aber nicht außer Acht lassen, dass es keinem Hersteller bislang wirklich gelungen ist, in diesem Preissegment ein Paket zu schnüren, das über diese Probleme erhaben ist.

  • Pro
  • gute Hardware
  • gute Pads mit angenehmem Spielgefühl
  • einfache Einbindung in DAWs
  • Contra
  • unbefriedigende Sounds
  • unbefriedigende Bespielbarkeit der Fußcontroller
  • Technische Spezifikationen
  • Aluminiumrack
  • 4 x 7,5“ Tom/Snare Pad
  • 3x 10“ Hi-Hat/Crash/Ride Pad
  • 1x KU 100 Kick Unit
  • 1x Hi-Hat Controller
  • 169 Sounds
  • 10 Übesongs
  • 10 Drumkits
  • Metronom
  • USB - MIDI
  • Kopfhörer/ Line Out (Standardklinke)
  • Aux-In (Miniklinke)
  • Preis: € 534,30 (UVP)
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