Hersteller_Waves
Test
10
06.03.2020

Waves OVox Test

Vocal Re-Synthese

Vocals aus dem Rachen!

Vocoder, Talkbox, Pitch-/Tune-Effekt und Harmonizer in einem Plugin? Waves selbst entwickelte ORS-Technologie macht es möglich. ORS steht dabei für Organic ReSynthesis.

Mit OVox können Vocal-Spuren als Basis für ganze Instrumentals dienen. Auch ein Arpeggiator und eine Effektsektion mit sieben Effekten stehen den Usern bereit. Übrigens funktioniert das Plugin auch Stand-alone, ganz ohne DAW. Hunderte Presets sind ebenfalls enthalten. Doch neben bereits Genanntem verfügt OVox noch über weit mehr Features. Mehr dazu in diesem Testbericht. 

Details

Ein Überblick

OVox von Waves kann sowohl als Stand-alone als auch in der DAW genutzt werden. Wird OVox als Plugin verwendet, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Software einzusetzen. In manchen Situationen bietet es sich an, den Vocal-Synth direkt auf den Main-Gesang zu laden. Um den Effekt eher im Hintergrund zu hören, kann eine duplizierte Spur mit OVox als Zumischeffekt erstellt werden. Möchte man jedoch Akkorde mit dem MIDI-Keyboard realisieren, kann dies via Sidechain einfach umgesetzt werden. Doch kommen wir nun zu den Features, die OVox bereithält.

OVox 1 und OVox 2

Die wohl wichtigsten Module von OVox sind die beiden sogenannten Processing Units, die unter anderem zwei Oszillatoren beinhalten. Über den Expand-Button können die Einstellmöglichkeiten übrigens erweitert werden. Bekommen Nutzer in der abgespeckten Ansicht nur die Möglichkeit, das Tuning, die Formanten und den Gain zu regeln, so kommen in der erweiterten Ansicht zusätzliche Einstellmöglichkeiten wie beispielsweise Harmonics, Pan und ein X/Y-Pad hinzu. Über Letzteres kann nahtlos zwischen verschiedenen Wellenformen geskippt werden. Außerdem kann der integrierte Synth über einen Menüpunkt von „internal“ auf „Track“ umgeschaltet werden. Somit werden die Oszillatoren abgeschaltet, jedoch bleiben bestimmte Einstellmöglichkeiten wie Noise und Formant erhalten.

Note Mapper

Der sogenannte Note Mapper ist ein hervorragendes Tool, um Vocal-Aufnahmen harmonisch zu verändern. Zuerst sollte der Grundton eingestellt und die Note-Source auf Voice gestellt werden. Nun können über den Preset-Browser Skalen, Harmonien und Akkorde gewählt werden, die sich dann wiederum auf den Vocal-Track auswirken. Übrigens können die jeweiligen Einstellungen direkt im Plugin editiert werden. Über die obere Einstellleiste kann zusätzlich noch ein Arpeggiator hinzugeschaltet werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen MIDI-Track als Trigger zu verwenden.

EQ- und Effektsektion

Eine EQ- und Effektsektion steht am unteren Rand von OVox bereit. Der Equalizer verfügt über vier Bänder, bei denen zwischen Low- und High-Cut sowie zwischen Bell und Shelf umgeschaltet werden kann. Außerdem besteht die Option, neben der Frequenz und dem Gain auch den Q-Faktor zu beeinflussen. Besonders, wenn man das Plugin auf einer Kopie der Main-Vocal-Spur verwendet, können Einstellungen direkt in OVox vorgenommen werden. Auf diese Weise lassen sich die Sounds separieren. Zusätzlich stehen noch sieben Effekte für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Mit Auto-Pan, Chorus, Compressor, Reverb, Delay, Distortion und Limiter gibt Waves den Nutzern außerdem genügend Werkzeuge mit an die Hand, um noch detaillierter an den Vocals feilen zu können. Die Effektslots sind allerdings auf fünf begrenzt.

Modulatoren und weitere Features

Vier Modulatoren stehen den Wave-Nutzern bereit. Sie fungieren entweder als LFO oder Sequenzer. Weiterhin stehen noch zwei ADSR-Hüllkurven sowie Amplitude, Pitch und Formant bereit. Das wirklich Coole an diesen Modulen ist, dass sie per Drag-and-drop nahezu jedem Regler zugewiesen werden können. Dieses Plugin ist mehr als ein Vocoder, eine Talkbox oder ein Harmonizer, denn Sounddesignern bietet OVox nahezu unendliche Möglichkeiten der Klangbearbeitung.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare