Test
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26.05.2010

Details

Der erste Eindruck
Mit ganzen 2,6 kg ist der Nextbeat nahezu ein Leichtgewicht. Auch seine Abmessungen von 30 cm x 30 cm x 8,5 cm (B x T x H) sind für einen DJ-Player inklusive Mixer keinesfalls überdimensioniert.

Material
Das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Dennoch wirkt es sehr stabil und hochwertig, denn die verschiedenen Oberflächenstrukturen lassen ihn sehr edel aussehen. Zum Lieferumfang gehört ein Deckel, der beim Transport Display und Bedienelemente schützt. So kann das Gerät zum Beispiel problemlos in einer regulären Plattentasche transportiert werden.

Lieferumfang
Zum Lieferumfang des Nextbeat X-1000 gehören natürlich das eigentliche Gerät inklusive Deckel, ein Netzadapter und vier Mignon-Alkalibatterien für die portable Einheit. Außerdem liegen ein Cinch- und ein USB-Kabel sowie eine CF-Speicherkarte und eine Sicherheitsschlaufe für den Controller bei. Dazu lediglich ein deutsches Startmanual; eine ausführliche Anleitung kann aber von der Wacom-Homepage heruntergeladen werden.

Anschlüsse
Die meisten Anschlüsse findet man auf der Rückseite. Der Master ist unsymmetrisch als Cinchbuchsen-Paar ausgeführt. Darüber hinaus können die beiden Player auch unabhängig vom internen Mixer über zwei separate Stereo-Cinch-Ausgänge an einen externen Mixer angeschlossen werden. Neben dem analogen Master verfügt Nextbeat noch über einen digitalen S/PDIF-Ausgang in Form einer koaxialen Cinchbuchse.

Der Slot für die Compact Flash-Karte ist ebenfalls rückseitig untergebracht. Unmittelbar daneben der USB-Anschluss, mit dessen Hilfe Nextbeat mit Daten „gefüttert“ werden kann. Seine 12V-Betriebsspannung erhält er über einen externen Netzadapter.

An der Vorderseite des Gerätes warten zwei 6,3mm Klinkenbuchsen auf Kopfhörer und Mikrofon.

Features
Der Nextbeat besteht aus zwei Einheiten. Zum einen dem stationären Teil, das unter anderem zur Auswahl der Songs dient. Daneben gibt es die portable Einheit mit dem Touchsensor zur Steuerung der EQs, Effekte und vielem mehr. Die Remote ist in die stationäre Einheit eingelassen und kann bei Bedarf durch Drücken der „Go!“-Taste entnommen werden.

Das Gerät verfügt über einen Mikrofoneingang, dessen Lautstärke sich mit einem Drehregler bestimmen lässt. Eine klangliche Anpassung gibt es nicht. Ebenfalls über einen Drehregler wird die Lautstärke des Kopfhörers eingestellt. Das Mischungsverhältnis zwischen Master und Cue justiert ein zweites Poti. Ein weiterer Drehregler bestimmt den Master-Pegel. Dieser wird über eine LED-Kette angezeigt, die aus sieben Segmenten besteht.

Das mehrfarbige LC-Display zeigt alle wichtigen Parameter an, die zur Songauswahl und zum Mixen der Songs benötigt werden. Hierzu gehören:

-Song Ordner
-Titel/ Interpret
-BPM
-Pitch
-gespielte Zeit
-noch verbleibende Zeit
-Wellenforn groß/ klein
-Cue-Punkt
-Auto BPM On/ Off
-Master Tempo On/ Off

Die vier Funktionstasten, die sich unterhalb des Displays befinden, übernehmen mehrere Aufgaben gleichzeitig. Mit ihnen lassen sich Mastertempo und die Auto BPM-Funktionen der beiden Player aktivieren. Außerdem dienen sie zur Anwahl der vier Sample-Bänke oder auch zur Veränderung der Loop-Länge.

Unterhalb der Funktionstasten liegen Loop- und Sampler-Sektion. Mit den Loop In- und den Loop Out-Tasten können „On the Fly“ einfache Loops erstellt werden. Feinjustiert werden diese mit den beiden Endlos-Drehreglern „In-Adjust“ und „Out-Adjust“.

Die Sampling-Sektion des Nextbeat ermöglicht es, einen Teil des aktuellen Audiofiles im Player als Sample auf einer der vier Sample-Bänke abzulegen. Im „Sample-Play“-Modus werden diese Samples dann in vier Teilen zum Triggern auf den Turntable-Sensor verteilt. Die Startpunkte der Sounds sind editierbar.

Beim Phrase-Recording können natürlich gespielte Samples mit einem Loop-Recorder aufgezeichnet werden. Dieser arbeitet wie ein Multitrack-Recorder, sodass auch klangliche Veränderungen via EQ und Effektmanipulationen mit aufgezeichnet werden.

Bewegt man sich weiter nach unten, gelangt man zur Songauswahl und allgemeinen Steuerung der Player. Mit den Tasten A und B lässt sich einer der beiden Player „fokussieren“. Mithilfe der beiden Tasten Track-Select und Back und des Trackauswahl-Rades navigiert man durch die einzelnen Ordner und Songlisten. Hat man einen Song gewählt, so wird dieser durch Drücken der Mitteltaste in den Player geladen.

Die „GO!“-Taste dient zur Freigabe der portablen Einheit. Diese fügt sich perfekt durch eine entsprechende Vertiefung in die stationäre Einheit des Nextbeat ein.

In der portablen Unit findet sich für beide Player jeweils eine Sektion zur Anpassung des Klangs und der Lautstärken. Diese besteht aus je einem Trim-Regler und einem 3-Band-EQ. Die Eingangspegel werden durch eine vierschrittige LED-Anzeige visualisiert.

Zwischen den beiden EQs ist die Effekt-Sektion untergebracht, die per Auswahlschalter den Kanal bestimmt, auf den der Effekt angewendet werden soll. Dies kann entweder einer der beiden Player oder der Master sein. Zur Auswahl stehen insgesamt sechs verschiedene Effekte, die über die entsprechenden Tasten ausgewählt werden können. Mit Low- und Highpass-Filter, Flanger, Phaser, Delay und Reverb stehen alle „Brot und Butter“-Effekte zur Verfügung, die man als DJ benötigt. Das automatisierte Timing der Effekte lässt sich mit den entsprechenden Tasten in vier Stufen zwischen einem Vierteltakt und zwei ganzen Takten verändern. Die Stärke des Effekts bestimmt man mit dem „Control“-Drehregler. Drückt man diesen, kann der Turntable-Sensor zusätzlich zur manuellen Steuerung der Effekt-Parameter genutzt werden.

Der runde Touchsensor ist das Herzstück des Controllers. Er hat einen Durchmesser von 167 mm und ist in insgesamt sechs einzelne Felder aufgeteilt. Das mittlere „Turntable“-Feld hat einen Durchmesser von 102 mm und dient sowohl zur Steuerung der beiden Decks wie auch zur Veränderung der Effekt-Parameter. Zu deren optischer Kontrolle und der Anzeige der Laufrichtung dient ein mehrfarbiges LED-Lauflicht am Rand.

Kreisförmig um das Turntable-Feld herum arrangiert sind Cross-, die beiden Volume- und die Pitch-Fader. Alle sind als Touch-Sensoren ausgeführt. Genau wie der Turntable-Sensor verfügen alle über farbige LED-Kränze zur Kontrolle der eingestellten Attribute. Alle Parameter des Players A werden dabei rot und alle des Players B grün angezeigt.

Die Remote ist 28 cm lang und 16,7 cm breit. Sie wiegt nur etwa 300 Gramm und liegt durch ihre runde Form gut in der Hand. An der rechten Seite sind die vier Funktionstasten eingelassen, wie sie auch in der stationären Einheit zu finden sind.

Im Funkbetrieb wird die Fernsteuerung von vier 1,5 V Mignonzellen gespeist. Deren Ladezustand und die Qualität der aktuellen Funkverbindung werden durch die Batterie-LED angezeigt.

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