Test
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18.07.2020

Varytec Hero Spot 90 Test

Moving Head

Viel Licht für kleines Budget

Der Hero Spot 90 ist ein professioneller Moving Head von Varytec, der Lichtschmiede aus dem Hause Thomann. Dieser LED-Spot möchte sich für den Einsatz auf Bühnen, in Clubs oder auf Tour empfehlen, denn er ist nicht nur lichtstark, sondern auch mit Effekten wie beweglichen und statischen Gobos, einem 0-20 Hz Shutter, variablem Fokus und einem Dreifacetten-Prisma ausgestattet. Der mattschwarze Moving Head setzt dabei auf ein kompaktes, funktionales und robustes Design und ist mit seinen beiden Griffen einfach zu handhaben.

Bei einem Preis von 333,- Euro, der breiten Effektausstattung und einer Lichtleistung von 45700 Lux @ 1 m könnte man dem Hero Spot 90 wohl das Zertifikat „Preis-Leistung-Monster“ verleihen. Ob er diesem Zertifikat gerecht wird, zeigt dir unser Bonedo-Test.

Details

Der Hero Spot 90 von Varytec kommt sicher gepolstert und gut gegen Transportschäden verpackt bei mir an. Er steht im Paket und ihn an einem Griff herauszuheben, ist kein Kraftakt, denn seine kompakte Größe von 25,5 x 38,2 x 18,7 cm spiegelt sich auch in seinem Gewicht mit 7,2 kg wider. Neben dem Hero Spot 90 liegt dem Paket eine Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch bei, ein Powercon-Kabel, ein DMX-Kabel und ein Omega-Metallbügel.

Der Hero Spot 90 steht solide auf vier rutschfesten Gummifüßen. Für die Deckenmontage empfiehlt sich besagter Omega-Metallbügel, an dem diverse Haken montiert werden können. Der Hero Spot 90 wirkt modern und robust, die mattschwarze Kunststoffoptik weiß zu gefallen. Das einfarbige OLED-Display für die Lampeneinstellungen, die Powercon-Anschlüsse, die DMX-Anschlüsse und die Bedienelemente sind in einem stabilen Metallgehäuse verbaut. Der Lüfter an der Rückseite des Kopfes und die Lüftungsschlitze an den Kopfseiten deuten an, dass Überhitzung kein Problem sein sollte.  Die Basis wird zudem separat durch einen kleinen Lüfter gekühlt. Die mattschwarze Kunststoffoptik und die Blechakzente des Varytec Hero Spot 90 Spot wirken funktional und solide.

An der Hinterseite befindet sich die Powercon-Anschlüsse (Ein- und Ausgang) zur Spannungsversorgung. Der Hero Spot 90 kann von 100-240V bei 50/60Hz betrieben werden und lässt einen Einschaltknopf vermissen. Das beigefügte Powercon-Kabel mit einer Länge von 1,5 m finde ich völlig ausreichend. Der Hersteller hat hinten je einen dreipoligen, einwandfrei verriegelnden DMX-Ein- und Ausgang verbaut. Aufgrund der kompakten Bauweise sehe ich hier leider keinen Platz mehr für den fünfpoligen Branchenstandard-DMX-Anschluss.

Grundlegende Geräteeinstellungen wie DMX-Adresse, Pan oder Tilt Invert, Auto, Sound und Display-Drehung, sofern der Head kopfüber installiert ist, sind mit wenigen Handgriffen eingestellt. Zu diesem Zweck gibt es an der Vorderseite ein OLED-Display mit vier Knöpfen (Mode/ESC, Up, Down, Enter) und einem übersichtlichen Funktionsmenü.

Der Hero Spot 90 wird über das DMX-512 Protokoll angesteuert und kann im 6- oder 16-Kanal-Modus operieren. Der Unterschied ist, dass im 6-Kanal-Modus Pan, Tilt, Dimmer und Strobo/Shutter individuell über DMX gesteuert werden können, für alle anderen Parameter bleiben dann nur die Automatikprogramme. Dagegen können im 16-Kanal-Modus alle notwendigen Parameter über die 16 DMX-Kanäle Pan und Tilt mit 16 Bit angesteuert werden. Ferner ist es möglich, den Spot über das eingebaute Mikrofon „standalone“ zur Musik zu betreiben. Die maximale Pan-Bewegung liegt bei 540 Grad, der maximale Tilt bei 270 Grad. Die Lichtleistung des Hero Spot 90 ist enorm: 45700 Lux @ 1 m bei einer sehr gleichmäßigen Ausleuchtung und das bei einer Leistungsaufnahme von 120 Watt.

Die Farberzeugung erfolgt beim Hero Spot 90 durch ein Farbrad mit sieben dichroitischen Filtern. Es kann mit Snap oder Fade gefahren werden. Halbfarben sind selbstverständlich auch möglich und sie zeigen erfreulicherweise keinen Übergangsschatten. Der Spot tritt mit einem Abstrahlwinkel von 15 Grad aus und kann durch die variable Fokus in Bereich von 2-100 Prozent gesteuert werden. Der Hero Spot 90 hat zudem einen elektronischen Dimmer, der 0-100 Prozent abdeckt und einen mechanischen Shutter, der Strobes im Bereich von 0-20 Hz ermöglicht.

Es gibt zwei Goboräder, von denen das erste sieben rotierende und indizierende Gobos vorweist. Das zweite Rad hingegen zeigt acht statische Gobos. Die Gobos beider Räder lassen sich übereinanderlegen, um eine Vielzahl weiterer Motive zu erzeugen und sie werden mit dem motorisierten Fokus scharfgestellt. Alle Effekträder sind in der Lage, in beide Richtungen als Endlosschleife durchzulaufen. Obendrein hat der Hero Spot 90 ein rotierendes Dreifach-Prisma ohne Überlappungsschatten. 

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