Gitarre Hersteller_HarleyBenton Gitarrensets_Einsteigerbundles
Test
1
08.12.2016

Thomann Gitarren Set G13 Test

E-Gitarrenset mit Verstärker und Zubehör

Rockstar-Starterpack

Das Thomann Gitarren Set G13 mit allem, was der Einsteiger in die Welt des Rock'n Roll braucht: Von der Strat-Style E-Gitarre über den Verstärker bis hin zum Plektrum gibt es mit dem Gitarren-Set für ganze 111 Euro die ultimative Komplettausstattung.

Natürlich lässt das prall gefüllte Set beim Blick auf das Preisschild aufhorchen und wir wollen der Frage nachgehen, was zu diesem Preis möglich ist und wo die Grenzen liegen.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Set besteht aus einer Harley Benton ST-20 Strat-Style Gitarre, einem Harley Benton HB-10G Combo, und damit auch im Stehen gespielt werden kann, liegt ein schwarzer Nylongurt bei. Plektren und ein drei Meter langes Instrumentenkabel dürfen ebenfalls nicht fehlen, und für die ersten Schritte hat Thomann sogar ein Lehrbuch inklusive CD mit in den Karton gepackt.

Gitarre:

Unsere E-Gitarre lehnt sich in ihrer Form deutlich an die legendäre Strat an, allerdings in unserem Fall mit einem Korpus aus Linde, aber mit allen Ausfräsungen des Vorbildes versehen und lackiert in einem attraktiven Two-Tone-Sunburst. Linde ist ein beliebtes Tonholz, das auch bei wesentlich teureren Gitarren zum Einsatz kommt, allerdings besteht das Original meist aus Erlenholz. 

Die drei ST-Style Singlecoil-Tonabnehmer stecken in weißen Kunststoffkappen, sind in ein weißes, dreilagiges Schlagbrett geschraubt und lassen sich wie gewohnt in der Höhe feinjustierten. Ein Fünfwegschalter bietet die bekannten Pickup-Positionen und ein Volume-Poti für die Lautstärke sowie zwei Tonregler dürfen natürlich auch nicht fehlen. Auch sie sind mit weißen Kunststoffknöpfen versehen und lassen sich angenehm bedienen.

Wie beim Original befindet sich die Klinkenbuchse auf der Oberseite des Instrumentes und ist, wie das synchronisierte Tremolo, verchromt. Im Karton ist auch der schraubbare Tremoloarm zu finden, der die auf dem Korpus mit sechs Schrauben befestigte Konstruktion in Bewegung versetzt. Allerdings nur nach unten, denn das Tremolo liegt ab Werk auf dem Korpus auf. Die Saitenreiterchen lassen sich zum Einstellen der Höhe dank des mitgelieferten Inbusschlüssels justieren, für die Oktavreinheit wird wie beim Original ein Kreuzschlitz-Schraubendreher benötigt.

Ein Blick auf die Rückseite zeigt die Ausfräsung des Tremolofachs, das mit einer weißen Kunststoffplatte abgedeckt ist, die sechs Ausfräsungen aufweist, durch die die Saiten ganz praktisch in das Tremolo eingeführt werden können. Der mitgelieferte Gurt wird an den ausreichend dimensionierten Gurtpins angebracht, die zum Schutz des Lacks mit weißen Filzplättchen unterlegt sind.

Der Ahornhals ist mit dem Korpus verschraubt und besitzt ein Palisandergriffbrett mit 22 sauber eingesetzten Bünden. Diese könnten für meinen Geschmack etwas besser poliert sein, aber das lässt sich schnell und einfach beim nächsten Saitenwechsel mit etwas feiner Stahlwolle selbst bewerkstelligen. Bei der Orientierung helfen weiße Punkteinlagen im Griffbrett und kleinere an der Halskante. Auf dem Weg in Richtung Mechaniken überquert der ab Werk aufgezogene Saitensatz in .009-.042er Stärke einen weißen, 42 mm breiten Sattel, in dem die einzelnen Saiten spielfrei durch die vorgesehenen Fräsungen laufen. Der Zugang zum Hasstab befindet sich offen zugänglich hinter dem Sattel, der benötigte Inbusschlüssel liegt der Gitarre bei. Zwei Saitenniederhalter bringen die D-G sowie H-e Saiten auf das Niveau der Mechaniken, sodass sie halbwegs parallel zur Kopfplatte auf die Öffnungen treffen. Die Kopfplatte ist, wie die Halsrückseite, nicht lackiert und bietet einen natürlich-"holzigen" Griff. Bei den Mechaniken wurde auf die verchromte Druckguss-Variante zurückgegriffen, die ihren Job solide erledigen und die Saiten zuverlässig in Stimmung bringen und halten. Die Kopfplatte ist an die Form des Originals angelehnt und versprüht in Kombination mit dem Korpus das altbekannte Flair einer Strat. Die Gitarre besitzt eine Mensur von 648 mm und bringt 3279 Gramm auf die Waage, was für ein komfortables Bespielen am Gurt sorgt.

Verstärker:

Der kleine Combo bringt schlanke 4281 Gramm auf die Waage und ist in ein schwarzes Kunststoffkleid gehüllt. Die Ecken werden von schwarzen Metallschonern geschützt, die allesamt mit dem Gehäuse verschraubt sind. Der 289 x 286 x 150 mm kleine Verstärker lässt sich dank des Gummigriffs komfortabel transportieren und steht sicher auf vier Gummifüßen.

Die Bedienfläche beherbergt einen Dreiband-EQ, bestehend aus Bass, Middle und Treble, einen Volume- und einen Gain-Regler sowie einen Channel-Select, der zwischen den beiden Kanälen Overdrive und Boost wählt. Der Gain-Regler bleibt im cleanen Kanal arbeitslos und erwacht erst im Overdrive-Kanal. Zwei Mini-Klinkenbuchsen dienen zum Anschluss eines Kopfhörers und eines Audio-Players wie CD- oder MP3-Spieler und anderen. Natürlich fehlen auch nicht die Klinkenbuchse zum Anschluss des Instrumentes und der obligatorische An-Aus-Schalter.

Unterhalb des Bedienfeldes schützt schwarzer Stoff den 6" Lautsprecher, der die 10 Watt der Endstufe an die Außenwelt weitergibt und bestens zum optischen Erscheinungsbild des kleinen Würfels passt. Bei dem Combo handelt es sich um einen Transistorverstärker mit Tube Emulating Circuit (TEC), der, wie der Name schon sagt, einen Röhrenamp emulieren soll. Ich bin gespannt, wie er zusammen mit der dazugehörigen Gitarre klingt.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare