Anzeige

Harley Benton DC-60 Junior Test

Die Harley DC-60 Junior ist eine knackige Rock ‘n’ Roll-Gitarre, die sich in Form und Ausstattung an der SG Junior orientiert. Das bedeutet bekanntlich die Reduzierung auf das Wesentliche, und das absolut ohne Kompromisse: Schlankes Double-Cut-Korpusdesign, das ein Gesamtgewicht von unter drei Kilo auf die Waage bringt, ein P90 Pickup, Volume und Tone zum Regeln und eine einfache Wraparound-Bridge.
Tremolo, Pickup-Wahlschalter oder sonstiger Schnickschnack sind Fremdwörter – einstöpseln, aufdrehen, Spaß haben heißt hier das Motto! Vorausgesetzt natürlich, die Qualität stimmt. Harley-Benton-Gitarren bewegen sich bekanntlich in einem sehr budgetfreundlichen Preissegment

Produktfotos_505971_Harley_Benton_DC-60_Junior_Pelham_Blue
Die Harley Benton DC-60 Junior macht optisch keinen Hehl daraus, dass sie ihrem Vorbild, der Gibson SG Junior nacheifert.

, so auch die DC-60 für knackige 199 Euro. Angesichts dieses Preises haben wir uns die Frage gestellt, wie es mit Sound und Verarbeitung und natürlich dem Spaßfaktor aussieht.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Details

Lieferumfang/Zubehör

Dieser Abschnitt fällt kurz aus, denn außer einem Inbus-Schlüssel zum Einstellen der Halsneigung liegt nichts bei. Aber das ist bei diesem Preis auch nicht anders zu erwarten, das Instrument wird im Pappkarton geliefert, Koffer oder Gigbag müssen separat erworben werden.

Korpus

Die DC-60 Junior kommt im klassischen Doublecut-Design und orientiert sich an der SG Junior aus dem Hause Gibson. Die Gitarre ist aber keine 1:1 Kopie, was schon beim ersten Blick auf den Korpus klar ist, bei dem die beiden stärker versetzt angeordneten Cutaways auffallen. Ansonsten ist sie von der Bestückung her mit Wraparound-Bridge, einem P90-Pickup und zwei Reglern weitgehend identisch zum Vorbild. Was die Materialien anbetrifft, ist das ebenso der Fall, denn der eingeleimte Hals und der Korpus sind aus Mahagoni gefertigt, Letzterer trägt zum Schutz vor den üblichen Kratzern des Picks ein dreilagiges Pickguard (schwarz/weiß). Der Body besitzt die üblichen Fräsungen der SG zur besseren Anpassung an den menschlichen Körper und ist mit seiner Dicke von 40,5 mm etwas stärker als manche Standard-SGs – meine misst 34,5 mm. Trotzdem spielt die Gitarre mit einem Gesamtgewicht von 2,92 kg in der Leichtgewichtsklasse, was nicht verwunderlich ist, denn bei der Bestückung wurde kein schweres Metall in Form von weiteren Pickups oder Stop Tailpieces verbaut.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Harley Benton DC-60 Junior macht optisch keinen Hehl daraus, dass sie ihrem Vorbild, der Gibson SG Junior nacheifert.
Fotostrecke

Die DC-60 Junior hat zur Saitenaufhängung eine WSC Wraparound Bridge in etwas aufwendigerer Ausführung, bei der die Saiten von der Halsseite her eingefädelt werden. Anschließend laufen sie unter dem Steg und über die abgerundete Rückseite zu den einzelnen Saitenreitern, die es bei traditionellen Wraparound-Bridges nicht gibt. Da sie bei der DC-60 auch in der Länge (Oktavreinheit) verstellbar sind, lässt sich die Intonation besser einstellen. Die Brücke ist mit zwei seitlichen Schrauben befestigt und kann damit, und mit ihr auch die Saitenlage, in der Höhe justiert werden. Unsere Testkandidatin ist in den beiden Finishes Faded Cherry und Pelham Blue erhältlich. Die Instrumente sind in diesen Farben auch als Linkshändergitarren zu haben.

Zur Saitenaufhängung kommt eine eine WSC Wraparound Bridge in etwas aufwendigerer Ausführung zum Einsatz, bei der die Saiten von der Halsseite her eingefädelt werden.
Zur Saitenaufhängung kommt eine eine WSC Wraparound Bridge in etwas aufwendigerer Ausführung zum Einsatz, bei der die Saiten von der Halsseite her eingefädelt werden.

Pickup

Aller guten Dinge sind eines, und in diesem Fall ist das ein Roswell Dogear P90 Pickup mit Alnico 5 Magneten, der an der Bridge-Position angebracht ist. Der Single-Coil-Tonabnehmer kommt mit schwarzer Kunststoffkappe und sichtbaren einzelnen Pole Pieces, die ca. 44 mm von den Saitenreitern entfernt sind. Geregelt wird der Sound mit einem Volume- und einem Tone-Poti, ein Pickup-Schalter wird nicht benötigt, denn logischerweise gibt es keine zusätzlich anwählbaren Schaltvarianten.

Fotostrecke: 4 Bilder Zur Klangübertragung dient ein Roswell Dogear P90 Pickup mit Alnico 5 Magneten an der Bridge-Position.
Fotostrecke

Hals

Wie bereits erwähnt, ist der Hals aus Mahagoni gefertigt und hat ein aufgeleimtes Griffbrett aus Amaranth, das mit 22 Medium-Jumbo-Bünden bestückt ist. Zur Orientierung befinden sich Punktmarkierungen auf dem Griffbrett und an der Halskante – hier gibt es sogar einen Punkt gratis dazu, denn auch der erste Bund wird an der Halskante berücksichtigt, auf dem Griffbrett nicht. Das würde für mein Empfinden auch sehr ungewohnt aussehen. Wie üblich bei SG-Style-Gitarren ist der Hals-Korpus-Übergang sehr weit oben, sodass die hohen Lagen auch gut erreichbar sind. Bei der DC-60 Junior ist das am 22 Bund. Auf der anderen Seite wartet ein schwarzer Grafitsattel, der die Saiten zu den Stimm-Mechaniken führt. Bei ihnen handelt es sich um geschlossene Wilkinson Vintage Tuner mit weißen Kunststoffknöpfen und einem Übertragungsverhältnis von 15:1. Die Mechaniken sind an beiden Seiten der schwarz lackierten Kopfplatte positioniert, die auch an das klassische Gibson-Design erinnert. Oben finden wir den Harley-Benton-Schriftzug und dazu die Initialen HB auf der glockenförmigen Abdeckplatte für den Zugang zum Halsstellstab.

Fotostrecke: 7 Bilder Auch beim eingeleimten Hals kommt Mahagoni zum Einsatz.
Fotostrecke
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.