Test
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25.02.2020

Praxis

Transport

Das für mein Empfinden relativ hohe Gewicht macht sich beim Transport schnell bemerkbar, wenn die  MBA120W MKII nicht gerade gerollt wird. Der Trolley-Griff ist lang genug, sodass auch große Menschen ihren Rücken dabei nicht unnötig strapazieren müssen. Wenn die Box allerdings gehoben werden muss, könnte es komfortabler sein. Da ist lediglich der „Griff“ an der Oberseite zu gebrauchen, wenn man diese Vertiefung überhaupt als solchen bezeichnen will. In dieser Hinsicht hat die Box aus meiner Sicht Verbesserungspotenzial. Auf der Unterseite gibt es ja den Flansch für die Montage auf einem Stativ – gerade da wäre doch wenigstens ein seitlicher Griff vorteilhaft. Genug gemeckert – der Flansch ist auf jeden Fall eine praktische Angelegenheit. Mit zwei dieser Boxen und passenden Stativen kann ich im Prinzip nämlich schon eine kleine Party beschallen.

Musik über Bluetooth, SD, USB und die analogen Eingänge

Die Bluetooth-Verbindung ist schnell hergestellt. Während das Display des MBA120W MKII meinen iPod mit Namen angezeigt, heißt die Box auf diesem einfach nur „Bluetooth“. Nun gut, trotzdem konnte ich den Speaker schnell identifizieren und die beiden Geräte kabellos verbinden. Diese Verbindung funktioniert allerdings nur auf kurzer Distanz wirklich störungsfrei. Das ist in einigen Situation akzeptabel, in anderen aber problematisch. Falls ihr am liebsten mit Bluetooth arbeitet, solltet ihr euch also nicht zu weit von der Box bewegen.

Wenn ich die MBA120W MKII beispielsweise bei einem Sportkurs verwende, würde ich die Musik auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte vorbereiten. Wäre hier die bessere Wahl. In Bezug auf die Audiofiles ist der Mediaplayer wählerisch und beschränkt sich auf die gängigen Formate MP3 und 16 Bit WAV. Das Einspielen über die anderen Eingänge funktioniert tadellos – schade, dass ich nicht Smartphone oder MP3-Player über den USB-Stecker aufladen kann.

Bedienung des Mediaplayers und Fernbedienung

Neben den obligatorischen Bedienelementen (Play/Pause, Stop, Vorwärts, Rückwärts) ist die Auswahltaste für das Ändern des Wiedergabemodus zuständig. Mehrfaches Drücken wechselt diesen. Normal spielt die Musikdateien nacheinander ab, aber auch eine zufällige Reihenfolge ist möglich. Intro spielt jeweils nur die ersten zehn Sekunden. Ich kann aber auch alle Stücke in einer Endlosschleife laufen lassen oder nur einen einzelnen Titel. Zuletzt ist auch nur das Abspielen eines ausgewählten Ordners möglich. Die Vor- und Rücktasten springen je nach Betriebsart zu einem anderen Titel oder wechseln die Menüoption. Wenn die Taste gehalten wird, nehme ich mit den beiden Lautstärkeänderungen des Mediaplayers vor. Die sollte im Idealfall auf voller Lautstärke sein – so empfiehlt es auch die Anleitung.

Die Fernbedienung ist sehr klein, leicht und handlich – die wichtigsten Funktionen lassen sich hiermit steuern. Dank  Zahlenblock kann ich auch direkt eine Titelnummer eingeben. Besonders praktisch ist aber die Möglichkeit, die Lautstärke ebenfalls zu steuern. 

Einsatz des Funkmikrofons

Damit ich mit dem Funkmikrofon arbeiten kann, muss ich dieses nur an der Unterseite einschalten und die Empfangseinheit der Box aktivieren. Mit einem Rechtsdreh des Potis für die Lautstärke schalte ich den Empfänger ein und regle gleichzeitig die Lautstärke. Das Verbinden mit dem Mikro funktioniert tadellos und auch über eine größere Distanz von ein paar Metern kann ich keine Abbrüche feststellen. Für Moderationen oder Vorträge eignet sich das Mikrofon in Kombination mit der MBA120W MKII auch aufgrund der guten Sprachverständlichkeit.

Um der Stimme einen etwas räumlichen Effekt zu verpassen, kann ich den Delay-Effekt etwas aufdrehen. Der klingt nicht spektakulär, erfüllt dezent eingesetzt aber durchaus seinen Zweck. Dank des internen Mixers ist es selbstverständlich möglich, Musik laufen zu lassen und darüber mit dem Funkmikrofon zu sprechen oder zu singen. Und auch die Quellen aus den Kanälen 2 und 3 werden dazu gemischt. 

Sound

Nun zu den klanglichen Eigenschaften. Wie ihr bei den Details schon gesehen habt, ist die MBA120W MKII weder zierlich noch ein Fliegengewicht. Da überrascht es vielleicht nicht, wenn die Lautstärke mit einer PA-Aktivbox dieser Größe mithalten kann. Richtig laut ist überhaupt kein Problem. Ein Paar davon macht auf einer Party ordentlich Dampf – aber auch ein einzelnes Exemplar kann schon richtig Krach machen.

Die unteren Mitten stachen je nach Musikstil beim Test manchmal etwas zu sehr hervor, insgesamt bekomme ich hier aber einen recht ausgewogenen, druckvollen Sound geboten. Wenn ich etwas nachjustieren möchte, kann ich auf den 2-Band-EQ für den Stereoausgang zugreifen.

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