Test
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10.11.2016

TEILE Elektronik the keinedelay Teil1 Test

DJ-Effektgerät

Delay-Effekt mit Looper

DJ-Effektgeräte wie das heute zum Test eingeladene the keinedelay Teil1 erfreuen sich großer Beliebtheit. Jeder Plattendreher möchte dem selbst gespielten Sound eine eigene Note verpassen, manchem reicht es nicht, nur auf Mixer-interne Effekte zurückgreifen. Darüber hinaus gibt es am Markt einige hochwertige Pulte, zum Beispiel Allen & Heath Xone:92, die nicht über eine umfangreiche FX-Sektion verfügen. Nicht ohne Grund fuhren und fahren DJs Geschütze wie die äußerst erschwinglichen Gitarren-Bodentreter auf, um hier und da ein wenig Reverb, Delay oder Phaser auf das Audiosignal zu geben. Ein weiteres Plus ist die kompakte Bauweise, die es ermöglicht, mehrere dieser Kistchen in der DJ-Kanzel aufzustellen und sie auf Reisen platzsparend neben den Platten, CDs oder MP3-Sticks im Koffer zu verstauen. Doch leider gibt es solche Hardware nicht speziell für Discjockeys und das war der Startschuss des Musikproduzenten und DJs Rampa vom Berliner Label keinemusik, die Firma TEILE mit zwei Freunden zu gründen und the keinedelay Teil1 zu entwickeln.  

Details

Die Entwicklung des the keinedelay Teil1 begann vor einigen Jahren. Viele Prototypen wurden vom DJ und Musikproduzenten Rampa (bürgerlicher Name: Gregor Sütterlin) im Selbsttest oder von seinen Kollegen des Berliner Labels keinemusik in Clubs ausgetestet. Durch den Erfolg war die Nachfrage hoch, die Zeit des vielreisenden DJs und Live-Performers jedoch knapp und die Kapazitäten zur Herstellung einer Serienproduktion nicht gegeben. Trotzdem war eine Idee geboren, die Rampa bis zum Ende durchführen wollte.

Der Arbeitstitel der ersten Hardware-Versionen war KD7 keinedelay. Dieser Name, aber auch die Innereien des Prototypen, sind eine Ableitung des Boss DD7 Digital Delays. Dieser Bodentreter ist in der DJ-Szene nicht unbekannt. Auch viele elektronische Live-Acts setzen dieses FX-Gerät bis heute noch gerne auf der Bühne ein. Leider ist die Boss-Hardware nicht für den Tisch gebaut und beinhaltet verstellbare Parameter, die eher Gitarristen oder Pianisten bei E-Pianos benötigen. Hinzu kommt, dass die Drehregler sehr eng zusammen liegen und nur mit schlanken Fingern gut zu bedienen sind. Deswegen stellte sich Rampa die Aufgabe, die Bauteile der Vorgabe so zu optimieren und umzugestalten, dass das ultimative Delay-Effektgerät für DJs und Live-Performer herauskommt: the keinedelay Teil1.

Verarbeitung

the keinedelay Teil1 wird gut verpackt in einem Pappkarton geliefert, auf dem die Seriennummer der Hardware klebt und das Firmenlogo aufgestempelt wurde. Die Verarbeitung des Effektgeräts ist sehr gut, die Haptik angenehm und die Oberfläche absolut übersichtlich. Das Gehäuse ist aus Metall in zwei Teilen robust und fest zusammengeschraubt. Alle Kanten sind abgerundet, die Funktionsbeschreibungen und das Logo in die Oberfläche gefräst und schwarz eingefärbt. Die vier gummierten Kappen für die Delay-Funktionen sitzen fest auf den Potis. Eine weiße Markierung zeigt die Stellung an.

Drei größere Buttons, die mich an die Tasten meines alten C-64 Joysticks „Competition Pro“ erinnern, sind aus Kunststoff gefertigt und in dunklen Räumen gut und schnell zu erwischen. Zwei kleine und ein größerer Schalter regeln die Funktionsweise des Gerätes. Das Originalsignal wird ohne Wandlung analog durch das Effektgerät geleitet. Das Delay hingegen wird via DSP erzeugt. Die AD/DA-Wandler arbeiten mit 24 Bit.

Anschlüsse

An der Rückseite der Hardware befinden sich fest verschraubte Anschlüsse. Mittig liegt die Buchse für das mitgelieferte 9-Volt-Netzteil. Jeweils links und rechts daneben sitzen Ein- und Ausgänge im Standardklinkenformat. Leider sind diese nur mit „In“ beziehungsweise „Out“ beschriftet, sodass man den linken oder rechten Kanal nicht ohne Test zuordnen kann.

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