Vocals_Effektgeräte
Test
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14.05.2010

Details

Optik/Gehäuse
Der Harmony-G XT hat seinen Platz in einem sehr stabilen Metallgehäuse, das schwarz lackiert und mit roten LEDs bestückt einen eher unscheinbaren, aber sehr aufgeräumten Eindruck macht. Sämtliche Anschlüsse befinden sich, wie bei dieser Bauweise üblich, auf der Stirnseite.

Die fünf Drehregler auf der Oberseite greifen sich sehr gut und sicher und sind für Harmony, FX, Guitar und Input zuständig, während sich die sieben Druckschalter mit roter LED in der Mitte um Tone, Preset, Manual, Double, FX, Voice 1 und Voice 2 kümmern. Die beiden Fußtaster aus Metall im hinteren Drittel der Bedienoberfläche aktivieren das Gerät und schalten zwischen zwei Presets A/B um.

Konzept
Die Funktionsweise des Harmony-G XT ist im Grunde schnell erklärt. Nachdem Gesangsmikrofon und Gitarre mit ihm verbunden sind, gibt die Gitarre die Harmonien vor, nach denen sich der Harmony-G richtet und zusätzliche Gesangsstimmen generiert. Klingt unglaublich, ist es auch. Aber bevor wir nun hören, ob das alles tatsächlich funktioniert, gehe ich etwas genauer auf die Knöpfe und Regler ein. Mithilfe des Input-Reglers lässt sich das Eingangssignal des Mikrofons in seiner Lautstärke individuell anpassen, das Gleiche gilt für den Guitar-Regler und das Gitarrensignal. Mit dem FX-Regler wird der Anteil des ausgewählten Effektes ( Delay, Reverb, etc.) im Gesamtsignal bestimmt, während das Harmony-Poti für den Anteil der Harmoniestimmen sowie des Doublers zuständig ist.

Kommen wir zum ersten interessanten Feature des G-Harmony, dem Tone-Schalter.
Mit diesem lassen sich bei Bedarf einige Parameter einstellen, beispielsweise die adaptiven Live Engineer Effekte. Sie lassen die Stimme automatisch angenehmer klingen, indem sie zum Beispiel die Höhen etwas anheben. Außerdem veranlasst dieser Schalter eine automatische Tonhöhenkorrektur, die laut TC sehr subtil zu Werke gehen soll und das, ohne die gewünschte Tonart angeben zu müssen.

Folgende Effekte sind an Bord des Harmony-G XT:

Hall
1.    Broadway Hall  -2,6 Sekunden Hallzeit
2.    Smooth Plate    - 4,7 Sekunden Hallzeit
3.    Arena                - 6 Sekunden Hallzeit

Room
1.    Bouncy Room   - 910 Millisekunden Hallzeit
2.    Music Club        - 1,6 Sekunden Hallzeit
3.    Streched Room - 440 Millisekunden Hallzeit

Echo
1.    300 Millisekunden Delay mit Feedback
2.    400 Millisekunden mit Reverb (Typ Bright Chamber)
3.    350 Millisekunden rechts, 515 Millisekunden links mit Feedback

Slap
1.    140 Millisekunden mit Feedback
2.    140 Millisekunden mit Reverb (Typ Thin Spring)
3.    165 Millisekunden rechts, 150 Millisekunden Rechts

Combi
1.    Detune > 360 Millisekunden Delay > Reverb (Typ Bright Chamber)
2.    Chorus > 110 Millisekunden Delay > Reverb (Typ Broadway Hall)
3.    Detune > 690 Millisekunden Delay > Reverb ( Typ Broadway Hall)

SFX
1.    Reverb (St. Joseph Church) - 4,2 Sekunden Hallzeit, hoher Effektanteil
2.    Multitap Delay, 515 Millisekunden rechts, 815 Millisekunden links mit Feedback
3.    starker Flanger, hohes Feedback.

Doubling
Standard Typ Tight 1 Voice
1.    Typ Natural 1 Voice - mit stärkeren Variationen (Humanizing) und Scooping
2.    Typ Tight 2 Voice - zwei Stimmen mit minimalen Variationen
3.    Typ Natural 2 Voice - zwei Stimmen mit stärkeren Variationen (Humanizing) und Scooping.

Mit dem Double-Taster wird ein Doubling-Effekt aktiviert, der eine Kopie der Originalstimme hinzufügt und sie unisono mitsingen lässt. Der G-Harmony bietet fünf Presets, die sich frei programmieren lassen. Das erscheint im ersten Moment etwas dürftig, doch mit dem A/B-Schalter ist es möglich, pro Preset auf jeweils zwei Unterpresets zurückzugreifen, insgesamt also auf zehn Möglichkeiten. Der Drucktaster mit der Aufschrift Manual aktiviert die Steuerung der Harmoniestimmen durch die angeschlossene Gitarre. Mit den Voice-Tasten 1 und 2 lassen sich die jeweils dort abgelegten Harmoniestimmen aktivieren, ausschalten oder verändern.

Die Phantomspeisung lässt sich durch Drücken der Tastenkombination Manual und Double an- und auch wieder ausschalten, eine Leuchtdiode zeigt den Betrieb an.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass sich das Gerät  Mono sowie Stereo betreiben lässt. Ein Stimmgerät wurde auch integriert, somit spart man sich ein weiteres Pedal.

Durch den USB-Anschluss an der Stirnseite lässt sich das Harmony-G in Verbindung mit einem Computer updaten oder es können Sicherungskopien angelegt werden. Gute Idee, denn das spart Zeit und vor allem Nerven, falls die abgespeicherten Presets aus irgendwelchen Gründen verloren gegangen sind.


Folgende Harmonien lassen sich jeweils von Voice 1 und 2 generieren:

Higher: eine Quinte über der Stimme
High: eine kleine oder große Terz über der Stimme
Low: eine kleine oder große Terz unter der Stimme
Lower: eine Sext unter der Stimme
Bass: folgt dem Grundton der Gitarre
Octave: folgt der Stimme eine Oktave über oder unter der Stimme entsprechend dem Pfeilsymbol
                                                    
Für den Fall, dass Grund- und Effektsignal getrennt gemischt werden sollen, besteht die Möglichkeit, beides auf separate Ausgänge zu legen. Das ist insofern interessant, als dass der Mischer die Signale auf zwei Kanälen anliegen hat und damit mehr Kontrolle über Lautstärkeverhältnisse sowie Frequenzbearbeitung, Kompression etc.

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