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Test
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07.08.2021

TC Electronic Ditto+ Looper Test

Looper-Pedal

Kompakt-Schleife mit Extras

Mit dem TC Electronic Ditto+ Looper präsentiert sich die nächste Generation des äußerst kompakten Looper-Pedals, das schon seit einigen Jahren eine große Beliebtheit in der Gitarren- und Bassgemeinde genießt. Im Gegensatz zum "Ur-Ditto" hat der Ditto+ nun 99 Speicherplätze an Bord, behält aber ansonsten weitestgehend sein simples Bedienkonzept bei.
Über die Jahre wurde die TC Electronics Ditto-Familie nach und nach erweitert. Dabei konnten auch die größeren Geschwister des Ditto, wie beispielsweise der Ditto X2 und der Ditto X4, unsere Gitarrenredaktion überzeugen.
Wer auf dem Pedalboard wenig Platz hat und dennoch einige Loops dabei haben möchte, könnte laut Datenblatt nun mit dem Ditto+ Looper glücklich werden. Wir haben den Test gemacht.

Details

Geliefert wird der TC Electronic Ditto+ Looper in einem Pappkarton, der neben dem Pedal eine kurze Quickstart-Anleitung, ein USB-Kabel und aufklebbare Gummifüßchen bereithält. Ein kurzer Vergleich mit meinem klassischen Ditto-Looper zeigt, dass das Pedal mit seinen Maßen von 48x93x50 mm (BxTxH) nur geringfügig höher und mit einem Gewicht von 176 g auch nur 9 g mehr wiegt als sein älteres Geschwister. Input und Output befinden sich versetzt an der rechten und linken Pedalseite, rechts wurden außerdem Mini-USB-Eingang und Netzteilanschluss untergebracht. Verständlicherweise lässt sich auch dieses Pedal nur mit einem 9 V-Netzteil betreiben, das mindestens 100 mA bereitstellen muss und nicht Teil des Lieferumfangs ist.

Neben dem Fußschalter, zwei Pfeiltasten zum Anwählen des jeweiligen Loops und dem Volume-Regler mit zusätzlicher Push-Funktion beherbergt die Oberseite des Ditto+ ein kleines Display, das einfach und anschaulich über seinen Betriebsmodus informiert. Die Grundfunktionen des Pedals sind im beiliegenden Manual erläutert, für weitere Informationen verweist der Hersteller auf seine Website. Dort findet man allerdings auch nur den Quick-Start-Guide in mehreren Sprachen. Spätestens nachdem man TCs Produktvideo zum Pedal geschaut hat, dürften aber keine Fragen mehr offenbleiben. Die Bedienung über einen Fußschalter folgt dem bewährten Konzept und funktioniert wie folgt:

Aufnahme starten: Einmal den Fußschalter drücken
Aufnahme abspielen: Noch einmal den Fußschalter drücken
Aufnahme eines Overdubs: Erneut den Fußschalter drücken
Den letzten Overdub löschen oder wiederherstellen: Den Fußschalter drücken und halten
Loop stoppen: Den Fußschalter zweimal kurz hintereinander treten
Loop löschen: Den Fußschalter drücken und halten, wenn der Loop nicht läuft

Wie bei anderen Loopern, die nur mit einem Fußschalter auskommen, muss für ein lautloses Löschen "im Ruhezustand" das Volume-Poti zurückgedreht werden. Zum simplen Konzept des Pedals gehört außerdem, dass der Speicherplatz nicht über ein Extrabefehl gelöscht werden muss, sondern nach dem klassischen Löschvorgang sofort wieder frei ist. Über die Pfeiltasten wird der jeweilige Speicherplatz angewählt und mit dem Volume-Poti kann nicht nur die Loop-Lautstärke, sondern auch die des Backing Tracks gesteuert werden. Und der lässt sich ganz einfach per USB am Rechner zusätzlich in den jeweiligen Loop-Ordner legen. Dabei akzeptiert das Pedal die folgenden Formate:

  • PCM mono 16Bit @ 44.1 kHz
  • PCM stereo 16Bit @ 44.1 kHz
  • PCM mono 24Bit @ 44.1 kHz
  • PCM stereo 24Bit @ 44.1 kHz
  • PCM mono 32Bit @ 44.1kHz
  • PCM stereo 32Bit @ 44.1kHz
  • Float mono 32Bit @ 44.1kHz
  • Float stereo 32Bit @ 44.1kHz

Der aufgenommene Loop wird in 24bit/44,1 kHz gewandelt und im WAV-Format gespeichert. Drückt man das Volume-Poti außerdem länger, lässt sich der sogenannte Extended Loop Mode aktivieren. Hier vervielfältigt das Pedal einen bestehenden kurzen Loop automatisch, wenn man im Nachhinein eine längere Sequenz darüber spielen möchte.

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