Test
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09.04.2018

Praxis

Die Beine des Floortoms sind an sich nicht kurz, aufgrund des flachen Floortom-Kessels könnte die Trommel für sehr hoch sitzende oder große gewachsene Spieler trotzdem einen Tick zu niedrig sein. Ein größeres Manko hat allerdings der Beckenhalter. Im Video ist er maximal ausgezogen, aber für meine Begriffe deutlich zu kurz geraten. Hier könnte Tama ruhig noch einmal mindestens 20 Zentimeter Länge spendieren. 

Mittlere Stimmung

Ich beginne den Praxislauf in einer mittleren Stimmung. Sehr gut gefällt mir direkt die Mischung aus kompaktem, aber schön tonalem Signal der Bassdrum. Durch die beidseitig vorgedämpften Felle und die geringe Kesseltiefe von 12 Zoll bedarf es keiner weiteren Dämpfung in der Trommel.

Der Snare-Teppich macht reichlich Nebengeräusche, im Gesamtkontext ist das aber zu vernachlässigen. Durch die geringe Anzahl an Stimmschrauben und die relativ weichen Tom-Felle muss ich eine Weile schrauben, bis ich alle Felle im richtigen Verhältnis habe. Dank der geschmeidig laufenden Gewinde an den Stimmschrauben ist das aber keine allzu große Hürde. So kann ich die Toms und die Snare auch ohne jede weitere Dämpfungsmaßnahme spielen.

Höhere Stimmung

Nachdem das Set die Aufgabe ansprechend gemeistert hat, ziehe ich nun alle Felle (mit Ausnahme des eh schon straff gespannten Snare-Resonanzfells) weiter nach oben. Ich möchte herausfinden, wie sich das Club Jam in jazzigen Gefilden schlägt... Hier gefällt es mir sogar noch wesentlich besser. Die Trommeln sprechen schon in sehr leisen Dynamikstufen noch direkter an, der etwas glasig klingende Attack der Tom-Felle mischt sich mit einem gesunden, aber nicht allzu langen Sustain. Die Snare klingt frisch und funky, während die Bassdrum einen schönen und runden Ton hören lässt. 

Tiefe Stimmung

Jetzt geht es noch in die tiefen Lagen, die eindeutig nicht das Metier der Snare sind, wie ich während des Stimmprozesses feststelle. Also entscheide ich mich bei den letzten drei Soundfiles zu einem verbreiteten Rock / Pop Stereotyp: Tief gestimmte Toms und Bassdrum in Kombination mit einer knackig hoch gestimmten Snare. Besonders die Tom-Felle geraten hier drastisch an ihre Grenzen, das 14er Tom muss ich leicht am Schlagfell dämpfen, um es in den Griff zu bekommen. Die Bassdrum gibt sich weiterhin souverän, sie hat jetzt wesentlich mehr Kick-Anteil im Gesamtklang. Weniger schön ist, dass nach einiger Zeit des Spielens besonders die beiden Tom-Schlagfelle schon deutliche Spielspuren zeigen, hier müsste wahrscheinlich schon bald nachgerüstet werden. 

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