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Test
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07.05.2014

Praxis

Zu Beginn hören wir uns die beiden Kanäle bei mittlerer Einstellung an. Der Dual Drive hat keine hohen Lautstärke-Reserven, man muss bei mittlerer Gain-Einstellung den Level-Regler etwas weiter aufdrehen, wenn der Zerrsound ein wenig lauter sein soll als der unverzerrte Klang bei ausgeschaltetem Pedal. Hier sind die Ergebnisse:

Gitarre Gain Level Tone Channel
Les Paul 12 15 12 A-B

Wie man hören kann, klingen beide Kanäle verschieden, aber es ist kein krasser Unterschied. Der zweite hat etwas mehr Power durch die leicht angehobenen oberen Mitten und auch einen geringen Gainvorsprung, wenn man beide Regler gleich einstellt. Damit lässt es sich sehr effektiv arbeiten und homogene Sounds mit unterschiedlichen Zerrgraden erzielen. Das funktioniert problemlos mit beiden Kanälen und auch die Lautstärke-Abstimmung ist bestens, zumal für jeden Kanal die gleiche Reglerausstattung bereitsteht. Wie groß die Bandbreite an Zerrsounds ist, wird als Nächstes erforscht. Es geht los mit Channel A und einer Singlecoil-Gitarre, um zuerst einmal den geringsten Zerrgrad zu prüfen. Auch bei minimalem Gain bleibt der Dual Drive nicht stumm, sondern generiert einen leicht übersteuerten Ton. 

Gitarre Gain Level Tone Channel
Strat 7 16 12 A

Knackige Crunchsounds erhält man bei Gain-Einstellungen ab ca. 10 Uhr. Hier kann man für einen crisperen Ton mit dem Tone-Regler auch die Höhen noch etwas anheben. Dabei ist aber Fingerspitzengefühl angesagt, denn der Klang kann bei zu weit aufgedrehtem Poti sehr scharf aus dem Speaker kommen. Aber im Bereich bis 14 Uhr ist das unproblematisch. 

Gitarre Gain Level Tone Channel
Strat 10 15 14 A

Auch bei höheren Gain-Settings leidet die dynamische Ansprache nicht, die Verzerrung lässt sich immer noch sehr gut über den Anschlag steuern.

Gitarre Gain Level Tone Channel
Strat 14 15 11 A

Nun gibt es volle Kraft voraus, mit der Strat segeln wir in die Mid-Gain-Zone. Damit lassen sich schon ein paar rockige Riffs ansteuern und mit einer Humbucker-Gitarre kommt das Ganze noch eine Ecke satter.

Gitarre Gain Level Tone Channel
Strat 17 15 13 A

Im zweiten Kanal funktioniert die Ansprache auf die Anschlagsdynamik auch bei weit zurückgenommenem Verzerrungsgrad immer noch hervorragend. Der Klang ist zwar etwas dichter, gefällt mir persönlich aber sehr gut. Bei härterem Anschlag kommt bereits ein stattliches Zerrbrett ans Tageslicht.

Gitarre Gain Level Tone Channel
Les Paul 9 15 13 B

Beim nächsten Beispiel habe ich den Tone-Regler am Pedal komplett zurückgenommen, um seine Reichweite nach unten auszuloten. Dabei wird es etwas muffig, aber nicht verwaschen. Absolut brauchbar, wenn es mal nicht in den Höhen kratzen soll. 

Gitarre Gain Level Tone Channel
Les Paul 12 14 7 B

Zum Abschluss gibt es die maximale Zerre mit der Les Paul. Das Kompressionsverhalten ist dabei recht stark und beschert uns eine satte Portion Sustain. Auf der anderen Seite geht der Ton bei härterem Anschlag auf den tiefen Saiten etwas in die Knie, wie man im folgenden Beispiel hören kann.

Gitarre Gain Level Tone Channel
Les Paul 17 13 14 B

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