Test
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30.08.2016

Praxis

Das Superlux SP108 ist dank geringer Maße und freundlichen Gewichts schnell zum Gig transportiert. Platz für das System bietet nahezu jeder Kofferraum. Für die ersten Hörversuche wurden die Boxen auf zwei leere Cases gestellt, um den Hochtönern gutes Abstrahlverhalten zu ermöglichen. Der Hersteller sagt nichts über das Abstrahlverhalten, aber ich vermute, es sind 60 Grad. Das reicht, um beide Boxen etwas weiter voneinander entfernt aufzustellen, ohne im Hochtonbereich große Einbrüche befürchten zu müssen. Ein Manko gleich vorab: Der Lüfter im Powermixer läuft permanent und ist deutlich zu vernehmen. Also Obacht bei der intimen Theaterbeschallung.

Erste Hörtests mit Konservenmusik lassen mich zur Klangregelung greifen. Bässe und Höhen müssen etwas angehoben werden. Diese Korrektur zeigt ihre Wirkung in erhöhter Präsenz und Wärme. Die Lautstärke reicht für die Partybeschallung in überschaubarer Runde.

Zeit für einen Gesangspart. Auch hier verlangt das Ohr, die Höhen leicht anzuheben. So klingt es gut, der mehrstimmige Gesang wird kompakt, warm und durchsichtig dargeboten. Da es keinen Panoramaregler gibt, lassen sich die Stimmen nicht im Stereobild platzieren, alles kommt aus der Mitte. 

Der Alleinunterhalter bietet uns zusätzlich zum Gesang eine Drum-Spur, einen Bass und ein Klavier aus seinem Keyboard. Problemlos lässt sich alles mischen und stimmig über die Anlage wiedergeben. Der Halleffekt ist allerdings recht speziell und passt nicht zu jeder Musik. 

Schließlich soll noch eine Sprachbeschallung. Hierfür empfiehlt es sich, das Lowcut-Filter zuzuschalten, um den Bassbereich und die unteren Mitten zu verschlanken. Das kommt der Sprachverständlichkeit zu Gute. Leider besitzen die Mikrofoneingänge keine Phantomspeisung und so können wir, wenn auch sehr zufriedenstellend, nur mit dynamischen Mikrofonen arbeiten.

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