Software
Test
10
19.03.2019

Fazit
(4 / 5)

Steven Slate Drums 5 lässt mich zwiegespalten zurück. Da der Namensgeber mit seiner Plugin-Firma genauso die Retro-Schiene fährt, ist das Mantra „Sound über alles“ hier auch nur konsequent. Und der Sound hat es in sich: Noch natürlicher und echter, noch druckvoller. Dass nach einem Upgrade selbst die alten Drumkits aus alten Projekten besser klingen, muss man Slate erst mal nachmachen. Und er hat sich vielen Wünschen der Community angenommen, wie ein erneuertes Interface und noch mehr Mikrofone für das Sounddesign jeder Trommel zeigen. Aber an einigen Punkten ist SSD5, was ein Plugin an sich und ein Drum Sampling Plugin insbesondere betrifft, einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Bedienung oftmals umständlich und nicht ganz durchdacht. Das MIDI-Grooves für Metal-Tracks fehlen, ist nur wie ein dicker Unterstrich.

Steven Slate mag Rockmusik, also macht Steven Slate ein Drum-Plugin für Rockmusiker. Und das hervorragend, an der Wucht muss man erst mal vorbei. Wenn SSD6 dann vielleicht im Heute ankommt, sich mehr Genres öffnet, das Mapping zeitgemäßer wird (Stichwort: MIDI-Mapping für E-Drums) und endlich der hervorragende Drum Replacement Trigger, den es bisher nur separat von Slate gibt, implementiert, müssen sich Addictive Drums und Superior Drummer wirklich warm anziehen!

  • Pro
  • sehr druckvoller, mächtiger Sound
  • viele Velocity-Stufen pro Trommel, damit sehr realistisch
  • MIDI-Grooves für Rock und Pop sind sehr realistisch
  • alte Kits von SSD3 oder SSD4 klingen mit der neuen Engine noch besser
  • Contra
  • Samples klingen oft zu bearbeitet
  • Hihat-Sound etwas verwaschen
  • Fenstergröße nicht veränderbar
  • Sample-Import kompliziert
  • keine Grooves für Metal
  • Ladedauer der Kits
  • Technische Spezifikationen
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