Test
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07.08.2018

Praxis

Die schwarzen Scheinwerfer sind ziemlich klein und das Display erlischt nach 30 Sekunden Nichtbenutzung. So wirkt das Set in abgedunkelten Räumen angenehm unauffällig. Aktiviert wird die Anzeige durch Drücken einer beliebigen Menütaste. Nach dem Anschalten fällt mir die angenehm leise Konvektionskühlung auf. Diese Scheinwerfer sind bestens für Auftritte mit ruhigen Momente geeignet: Lesungen, Theater und Kleinkunst. Auch Comedians und Solomusiker können aufhorchen.    

Für alle, die sich nun fragen, wie groß eine Bühne sein darf, die von diesen vier kleinen Scheinwerfern beleuchtet werden kann, habe ich mal gemessen: In vier Metern Abstand von der Bühnenkante aufgestellt lässt sich eine drei Meter breite und zwei Meter tiefe Spielfläche zwei Meter hoch gut ausleuchten.

Leider gibt es mangels nachrüstbarer Torblenden keine Möglichkeit, die Lichtkegel zu begrenzen. Black Wrap als Alternative ist mit seinen Knitterfalten weder optisch ansprechend noch besonders gut zu befestigen. Gerade bei kleinen Bühnen sitzt das Publikum aber oft nah an der Bühnenkante. Die erste Reihe wird dann zwangsläufig mitbeleuchtet.

Des Weiteren kann man mit einer Bar nur eine frontale Ausleuchtung von Gesichtern erreichen, wodurch Künstler tendenziell zweidimensional platt wirken -- die Kehrseite der geringen Breite des Sets. Mehr Tiefe würden Gesichter durch eine Zweipunktbeleuchtung im Winkel von 45° auf die beiden Gesichtshälften erhalten. Zwar lassen sich die Scheinwerfer horizontal bewegen, aber für eine Zweipunktbeleuchtung ist das Set zu schmal. Und einzeln aufhängen kann man Scheinwerfer auch nicht. Zwar ließe sich mit zwei Bars, vor der Bühne leicht seitlich positioniert, die Ausleuchtung erheblich verbessern, das allerdings zum doppelten Preis.

Die Bedienung ist einfach, sowohl mit den Tasten am Display als auch mit der Fernbedienung oder per DMX. Die Farben können in feinen Nuancen eingestellt werden. Die große Auswahl an vorprogrammierten Chasern und musikgesteuerten Programmen macht die CLB5 zu einem unauffälligen Helfer für Solokünstler.

Nun zur Frage, wie gut das Warmweiß aussieht. Klare Antwort: Richtig gut. Bei der schnellsten Lösung, einfach alle DMX-Werte auf 255 zu setzen, erhält man ein Warmweiß, das leicht rosa, aber nicht bläulich wirkt. Das meines Erachtens schönste Warmweiß erhielt ich, indem ich den DMX-Wert für blau auf 130 herabgesetzt habe. Die Spielfläche erstrahlte dann in einem warmen Theaterlicht, das sich sehen lassen kann.

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