Hersteller_Sonor Drumkit_kompakt_Sonor_Martini
Test
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23.05.2015

Praxis

Bevor es losgehen kann, muss ich zunächst die kleine Bass Drum mit den einschichtigen Fellen bestücken, die aus Platzgründen nicht vormontiert sind. Das feinere Gewinde des TuneSafe Systems führt dazu, dass man jeder Stimmschraube etwas mehr Zeit widmen muss, bis sie am Spannreifen greift. Daraufhin bringe ich mit Hilfe des Riser-Systems meine Fußmaschine an der Miniatur-Pauke an. Der Abstand zwischen Fußmaschine und Trommel lässt sich sehr flexibel und schnell einstellen. Hierzu löst man einfach nur die Flügelschraube unterhalb der Bass Drum, um den Riser-Stab auf die richtige Länge zu justieren. Auch die Positionierung des Hängetoms geht durch das Kugelgelenk der Tomhalterung sehr leicht von der Hand. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Snare-Abhebung, da sich ihr Hebel sehr träge verhält. Das hat zur Folge, dass man ihn bis nach unten drücken muss, um sicherzustellen, dass der Spiralteppich komplett vom Resonanzfell entfernt ist.

 

Erster Check im hohen Tuning

Zunächst ziehe ich alle Felle des Martini Sets ziemlich stramm. Beim ersten Anspielen der vier kleinen Trommeln kann ich mir daraufhin ein Schmunzeln nicht verkneifen. Die ersten Grooves und Fills klingen aufgrund der hohen Tonlagen der kleinen Kessel zunächst ungewohnt und irgendwie ulkig. Besonders die Bass Drum trägt stark zum Spaßfaktor bei, da sie mit einem stehenden hohen Ton wie eine Trommel auf Helium klingt. Dabei ist es natürlich wichtig, den Beater der Fußmaschine nach jedem Schlag unmittelbar wieder vom Fell zu nehmen, sofern man den langen Ton der Bass Drum nicht abwürgen möchte. Dank der beschichteten Schlagfelle klingt das gesamte Set nicht so schrill, wie ich es zunächst vermutet hatte. Die 12“x5“ Snare bringt dabei viel Knack und Prägnanz mit. Hier kommen die ersten Soundfiles zum Mitschmunzeln:

Hohe Stimmung

Wie klingt das Martini wohl tiefer gestimmt?

Nach diesem amüsanten Höhenflug der Trommeln teste ich das Martini in einem mittleren und tiefen Tuning. Das Set klingt jetzt insgesamt wackeliger, kann aber mit einer kleinen Portion an Dämpfung schnell im Ton stabilisiert werden. Vor allem die 14“x12“ Bass Drum überrascht mit etwas Tuning-Geschick durch einen eigenständigen Kicksound, der zwar sehr speziell klingt, sich aber gut für rotzige HipHop-Beats eignen würde. Die beiden Toms fallen dabei eher durch einen effektlastigen, elektronisch anmutenden Sound als durch warmen Kesselklang auf. Dieses Phänomen bleibt auch nach einem Wechsel der Schlagfelle gegen hochwertigere Remo Ambassador coated Felle erhalten. Auffällig ist, dass die Snare und das kleine Hängetom, ihren Maßen geschuldet, schnell in ähnlichen Tonhöhen agieren, wodurch der Snareteppich stark zum Mitrascheln angeregt wird. Dem lässt sich entgegenwirken, in dem man etwa das Hängetom in ein hohes und die Snare in ein tiefes Tuning bringt. Glücklicherweise zeigt sich die Snare auch mit lockereren Stimmschrauben trotz fehlendem TuneSafe System stimmsicher. Hier könnt ihr euch das Martini im mittleren und tiefen Tuning anhören:

Mittlere Stimmung

Tiefes Tuning + Toms mit Remo Ambassador Coated Schlagfellen

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