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Test
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26.05.2015

Shure PGA27 Test

Großmembran-Kondensatormikrofon

Ey, Alta!

Shure PGA27 im Test – Shure hatte auf der NAMM 2015 angekündigt, seine PG-Serie zu veredeln und die neuen Budget-Mikrofone künftig "PG Alta" zu nennen. Neben diversen dynamischen Mikros tummeln sich auch Kondensator-Mikrofone in der PG-Alta-Serie. Das PGA27 besitzt eine Großmembran, die feste Richtcharakteristik Niere und einen günstigen Preis. 

Ist das Shure PGA27 somit der Einstieg in die Welt der professionellen Studiomikrofone für die Aufnahme von Gesang und das Recording von Instrumenten? Wir haben uns das preiswerte Studiomikrofon noch vor der Frankfurter Musikmesse kommen lassen und auf Herz und Nieren überprüft.

Details

Richtcharakteristik Niere Wie bei nicht sehr teuren Studiomikrofonen üblich, ist die Richtcharakteristik des PGA27 fest, nämlich Niere. Nicht, dass es nicht auch teure derartige Großmembran-Kondensatormikrofone gäbe, das Neumann U 47 fet i sei hier genannt, aber so verzichtet man als Hersteller zumindest auf einen Teil der Elektronik und einen Schalter.

Der Frequenzgang des Shure PGA27 wird laut Diagramm ab etwa 2 kHz ein wenig unruhig, das ist aber keine Besonderheit bei einem Großmembran-Kondensatormikrofon. Insgesamt erscheinen die Höhen betont, im Bereich der Schärfe von Konsonanten gibt es hingegen einen kleinen, sicher mit Bedacht gewählten Einbruch. Ab ungefähr12 kHz neigt sich der Graph deutlich nach unten. Das ist typisch für ein Großmembran-Kondensatormikrofon und im Budget-Bereich ein Hinweis darauf, dass eben nicht schon die Elektronik stark korrigierend eingreift. Das kann man später oft wie gewünscht mit dem EQ bewerkstelligen, wenn notwendig.

Pad und Tiefensperre

Mit 17,8 mV/Pa ist die Empfindlichkeit eher gering, der maximale Schalldruckpegel für ein Mikrofon dieser Preisklasse in Ordnung. Er liegt bei 130 dB(SPL), allerdings für 1% THD, nicht wie eher üblich für nur 0,5%. Mit eingeschaltetem Pad liegt dieser um 15 dB höher, was auch für die meisten Instrumentenanwendungen ausreichend sein sollte. Ein weiterer Schalter aktiviert die Tiefensperre, deren Grenzfrequenz bei etwas über 100 Hz liegt. Die Kapsel nutzt zwar eine Vorspannung durch die Elektret-Backplate, trotzdem wird eine Phantomspeisung von 48 Volt aus Mischpult, Mikrofon-Vorverstärker oder Audio-Interface benötigt, damit das PGA27 betrieben werden kann.

Gehäuse

Es gefällt mir, dass das Shure PGA27 nicht in einem Plastik-, sondern einem Zink-Druckgussgehäuse beheimatet ist. Das ist nicht unwichtig für die Einstreuungsempfindlichkeit! Und das gute, alte SM58 scheint auf andere Shure-Mikros abzufärben, denn das PGA27 ist wie eigentlich alle Shures ziemlich robust, so kann auch das äußere Korbgitter wahrscheinlich einiges vertragen.

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