Test
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17.06.2018

Praxis

Das Urban OS Cajon

Meinen Praxistest beginne ich mit dem Urban OS “Old Red”. Der Street Look des Instrumentes gefällt mir sehr gut, und auch das Spielgefühl kann direkt überzeugen. Die Verarbeitung ist, wie bei allen Schlagwerk Cajons, tadellos, und die leicht gerundeten Ecken und Kanten ermöglichen komfortables und entspanntes Spiel. Der simple Snare-Mechanismus leistet hervorragende Arbeit und kann über die Inbusschrauben dezent angepasst werden. Die Snare klingt in keinster Weise schlechter als Modelle mit wesentlich aufwendigeren Mechanismen, die ich in den letzten Jahren getestet habe. Hier ist es Schlagwerk gelungen, mit einfachen Mitteln einen differenzierten Sound und sensible Kontrolle zu ermöglichen. Die Möglichkeit, die Snares meiner Cajons zu deaktivieren, ist zwar cool, aber in der Praxis benutze ich sie sehr selten, daher fehlt sie mir nicht wirklich bei den OS Cajons. Dennoch ist es natürlich eine Klangoption weniger, was durchaus ein Ausschlusskriterium für potentielle Interessenten sein kann.

Die Ansprache der Tones und Slaps ist sehr gut. Vielleicht hat die genaue Platzierung der Schrauben hier tatsächlich einen kleinen Optimierungseffekt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Sinn macht, keine Schraube direkt in die oberen Ecken zu setzen, wie sonst bei Cajons üblich, so dass die Schlagfläche an den Ecken ein kleines bisschen mehr Spiel hat. Allerdings habe ich das Gefühl, dass dieser Effekt recht dezent ausfällt, denn das Spielgefühl unterscheidet sich nicht spürbar von anderen Cajons.

In den folgenden drei Audiobeispielen hörst du das “Old Red” Urban OS im Einsatz.

Die OS Precise Cajons

Weiter gehts mit den drei Precise OS Modellen. Beim wechselnden Spiel bin ich überrascht, wie groß bei den baugleichen Instrumenten die Unterschiede im Klang sind. Das Old Red hat von den vier Cajons den kraftvollsten und fettesten Klang, die Precise Modelle sind in der Tat kontrollierter und präziser. 

“Black Silver” und “Dark Santos” gehen eher in Richtung Drumkit Sound mit tiefen Bässen, während das “Oak Classic” etwas zurückhaltender, dafür aber sehr differenziert daher kommt. In den folgenden Beispielen hörst du die verschiedenen Modelle in Aktion. Für einen direkten Vergleich sieh dir auch das Video an, in dem ich einen Groove auf wechselnden Modellen durchspiele.

Beim Besenspiel sind die Unterschiede zwischen den Modellen dezenter:

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