Hersteller_Roland
Test
3
10.12.2009

Erster Eindruck
Höchstens die Abmessungen einer halben Bierkiste hat der Karton, aus dem ich den Roland CM-30 ziehe. Dass er klein ist, wusste ich ja schon vorher, aber dass er so klein ist, erstaunt mich dann doch! Solide verarbeitet, funktional und schlicht, fast ganz in Schwarz, aber durchaus selbstbewusst präsentiert sich der Zwerg.

Speaker
Auf der Front versteckt sich hinter einem Lochgitter ein 6,5“ Lautsprecher mit Tweeter auf der Kalotte – ein Zwei-Wege-System also. Auch zwei kleine Bassreflexöffnungen im unteren Bereich erspäht man durch den Lautsprecherschutz.

Bedienfeld
Unter den Lautsprechern sind die Armaturen platziert: drei Gainpotis für die Kanäle 1-3, ein regelbarer Kopfhörerausgang (Stereoklinke), ein Zweiband-Equalizer, Master-Volume, sowie ein Power-Schalter mit Aktivitäts-Leuchtdiode. Die Potis fassen sich gut an, haben einen angenehmen Widerstand und machen einen stabilen Eindruck. Zudem sind sie so weit in das Gehäuse versenkt, dass sie mit der Vorderseite plan abschließen. Ein Abbrechen der Regler beim Transport sollte also fast unmöglich sein.

Gehäuse
Das Gehäuse des CM-30 besteht aus mit Kunststoff verkleidetem Schichtholz und alle acht Ecken des Würfels sind mit einem Schutz aus dickem Plastik verkleidet. Der rückseitige Schalengriff macht den Transport der 5,6 Kilo zum Kinderspiel.

Anschlüsse
Auf der Rückseite tummeln sich die verschiedenartigsten Audio Ein- und Ausgänge sowie der obligatorische Netzanschluss - Batteriebetrieb ist nicht möglich.

CH1, CH2, CH3
Der Eingang CH1 ist mono ausgelegt und verfügt über zwei unterschiedliche Anschlüsse: Über die Klinkenbuchse kann er ein Line-Signal (-20 dBu) oder über die symmetrische XLR-Buchse ein Mikrofon- oder DI-Box-Signal empfangen (-50 dBu).
Die Eingänge CH2 und CH3 (-20 dBu) sind als Klinkenbuchsen ausgelegt und beherrschen Stereo wie Mono.
Alle drei Kanäle (CH1, CH2, CH3) sind über die Potis an der Frontseite in ihrer Lautstärke getrennt regelbar.

AUX
Aber das war noch längst nicht alles, denn der CM-30 ist dank seiner AUX-Sektion sogar auf Cinch und Miniklinke vorbereitet! Wer also seinen iPod oder DVD-Player anschließen möchte, kann sich hier die sonst übliche Adapter-Bastelei ersparen. Die Lautstärke der beiden AUX-Eingänge (-10 dBu) kann nicht einzeln, sondern nur über die Gesamtlautstärke geregelt werden.


Alle Eingänge, mit Ausnahme des XLR-Eingangs vom CH1, sind unsymmetrisch.

Boxenflansch
Ein Blick auf die Unterseite bestätigt mir, was ich schon vermutete: Ein Gewinde, passend für normale Mikrofonständer, ermöglicht es, den CM-30 unkompliziert auf Ohrhöhe zu hieven - optimal für jede Monitoring-Situation.

Stereo Link
Ein gutes Feature ist die Stereo-Link-Funktion des CM-30. Denn besitzt man zwei CM-30, was für viele Monitoring Situation durchaus Sinn macht, kann man einen der beiden Monitore ähnlich wie einen „Slave“ benutzen. Und das funktioniert wie folgt: Man verkabelt alle Eingangssignale komplett an einem der beiden CM-30 und führt dann eine Seite des Stereo-Gesamtmixes per Link-Out zum Link-In des anderen Monitors (beide -10dBu). Das erspart zum einen Kabelgewirr und zum anderen das Regulieren von Lautstärken an zwei Geräten. Sehr praktisch!
Der Kopfhörerausgang des zweiten „Slave Monitors“ bleibt bei diesem Szenario jedoch inaktiv, denn er gibt das Stereo-Link-Signal nicht wieder, sondern immer nur die CH- oder AUX-Signale, die direkt an einem Monitor anliegen.

1 Paar CM-30 = 1 kleiner Pegel-Mixer + Summen EQ
Kleine Rechenaufgabe: Was passiert, wenn ich alle Eingänge an beiden Monitoren belege und sie dann beide per Stereo-Link-Kabel verbinde? Ganz einfach, ich erhalte zehn Eingänge, also eine Level-Mixer-Station für zehn Signale mit zwei Zweiband-Summen-EQs.

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