Hersteller_Reloop
Test
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07.07.2014

Reloop Concorde Blue, Black und Green Test

Tonabnehmer-Komplettsysteme

Concorde mit Schleifchen?

Reloop Concorde Blue, Black und Green im bonedo.de-Test: Das auf DJ-Produkte spezialisierte Unternehmen Reloop stellt mit den Concordes eine Tonabnehmer-Serie vor, die in Kooperation mit dem renommierten dänischen Unternehmen Ortofon entstand. Die Systeme Blue, Black und Green sind mit sphärisch geschliffenen Diamantnadeln bestückt, was sie besonders für den DJ-Einsatz prädestiniert und sie lassen sich direkt an einen Tonarm mit SME-Bajonettverschluss montieren. Concorde Blue wird von Reloop als spezielles Tool für den Club-Bereich angepriesen und ist für 79 Euro (UVP) zu haben. 99 Euro muss man für das grüne Modell auf den Tisch legen, das sich besonders gut für DVS-DJs eignen soll. Der Günstigste der drei Testkandidaten hört auf den Namen Concorde Black, kostet 69 Euro und soll speziell auf die Anforderungen der Scratch-DJs und Turntablists abgestimmt sein.

Besonders die Tatsache, dass Ortofon die getesteten Tonabnehmer selbst herstellt, sorgt bei mir für entsprechend hohe Erwartungen, denn das dänische Unternehmen ist im Marktsegment für DJ-Tonabnehmer eine absolute Koryphäe. Schicken wir das bunte Dreigestirn also auf die Bonedo-Teststrecke, um zu klären, ob diese Tonabnehmer qualitativ mit ihren „Vorbildern“ mithalten können.

Details

Lieferumfang

Neugierig befreie ich die Kunststoffschalen, in denen die Tonabnehmer untergebracht sind von der farblich abgestimmten Pappschatulle, auf der ein Bild des jeweiligen Systems und das angepeilte Einsatzgebiet aufgedruckt sind. Zum Schutz der Abtastnadel liegt jeder Box eine praktische, transparente Kunststoff-Schutzkappe bei. Um die Plastikbügel, die zum Anheben oder Absetzten der Nadel angedacht sind, etwas griffiger zu gestalten, spendiert Reloop jedem System einen Gummiüberzug für den Griff. Ebenfalls aus Gummi ist ein Ring, der als Abstandhalter zwischen dem Tonabnehmer und dem SME-Anschluss dient. Jedem Paket liegen zudem eine Bedienungsanleitung und ein Faltblatt mit technischen Daten bei.

Erster Eindruck

An der Verarbeitung der Tonabnehmer habe ich nichts auszusetzen. Einzig der relativ dünne Kunststoffgriff, der bei unachtsamem Gebrauch gerne mal abbricht, ist eine typische Schwäche der Concorde-Tonabnehmersysteme und ähnlicher Modelle (zum Beispiel auch Tonar Banana) Außerdem ist der „Hebel“ ziemlich glatt und er daher bei einem beim Auf- oder Absetzen der Nadel schon mal vom Finger rutscht. Nun gut, aber dafür gibt es ja den bereits erwähnten Gummiüberzug, der dieses Problem effektiv löst. Jeder der drei Tonabnehmer hat einen Überhang von 52 Millimetern und ist somit perfekt auf „gängige“ DJ-Plattenspieler wie Technics 1200/1210 MKII/5 oder Reloops RP-7000 und RP-8000 abgestimmt. Zu der Liste der kompatiblen Turntables gehören natürlich auch noch zahlreiche andere Modelle, beispielsweise der SL 1300 MK6 von DJ-Tech oder der TTX USB von Numark, eben alle Plattenspieler mit S-Shaped Tonarm, SME-Bajonettverschluss und einem Überhang von 52 Millimetern. Vor einigen Jahren hatten die vier SME-Kontakte der Ortofon Concordes noch glatte Oberflächen, was oftmals zu Kontaktproblemen zwischen Tonabnehmer und Tonarm sorgte. Inzwischen gehören diese Störungen dank der mittlerweile abgerundeten Enden der Pins meist der Vergangenheit an. Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang auch, dass sämtliche Kontakte vergoldet sind.

Ersatznadeln

Abtastnadeln von Tonabnehmern müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden, um eine hohe Klangqualität zu gewährleisten und die wertvollen Vinyl-Scheiben nicht übermäßig zu strapazieren. Ein Ersatz-Stylus für den Concorde Blue kostet 35 Euro, für den Concorde Black sind 24 Euro zu entrichten und für die grüne Variante ruft der Hersteller einen Listenpreis von 39 Euro auf.

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