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07.01.2009

Ratgeber Richtig Abhören

…wenn der Mix nicht hält, was die Aufnahmen versprechen…

Die Frage, womit und wie man sich die Musik beim Komponieren und Produzieren anhören sollte, wird häufig mit mehr oder weniger nützlichen Kauftipps beantwortet, von denen die meisten allerdings auch den Geldbeutel erheblich belasten können. Deshalb soll dieser Beitrag nicht nur ein praktischer Ratgeber zum Thema Abhören sein, sondern auch zeigen, dass man für respektable Ergebnisse nicht unbedingt Haus und Hof verpfänden muss.

„Welchen CD-Player soll ich mir kaufen?“, fragte mich neulich ein Bekannter. „Den für 1000 oder den für 1500 Euro?“ Ich war einigermaßen überrascht, denn zum einen war mir nicht bewusst, dass es immer noch CD-Player in diesen Preisregionen gibt, und zum anderen beantwortete er die Frage nach den sonstigen Komponenten seiner Anlage mit: „Ja, so normal halt.“ Also Inspiration genug für diesen Beitrag!

Die wichtigsten Glieder in der Abhörkette sind der Raum und die Lautsprecher. Der Raum, in dem die Musik wiedergegeben wird, und die Lautsprecher teilen sich nahezu die gesamte Verantwortung für das Musikhör-Erlebnis. Dabei sind es höchstens die letzten zehn Prozent, die zu zwei Drittel dem Verstärker und zu einem dem CD Spieler und dessen Wandler gehören. Man kann es auch anders formulieren: Hohe Investitionen in CD-Player oder andere Elektronik lohnen sich nur dann, wenn man bei den beiden entscheidenden Komponenten bereits gut aufgestellt ist. So in etwa habe ich auch den Bekannten beraten, der sich nun doch keinen neuen CD-Player kauft...

Die meisten Musiker verfügen leider nicht über die idealen Abhörbedingungen eines großen Studios. Sei es, weil sich eine Investition in den Raum nicht lohnt, oder weil das Budget für gute Lautsprecher und/oder die akustische Optimierung des Raums fehlt. Das ist aber kein Grund zu glauben, man könne unter den gegebenen Umständen keine gut klingende Musik produzieren. Es gibt viele internationale Hits, die unter schwierigen Abhörbedingungen zustande gekommen sind. So viel vorweg.

Jetzt geht’s los. Im Folgenden habe ich einige Tipps zusammengestellt, wie man trotz schwieriger Bedingungen zu guten Ergebnissen kommen kann. Denn ob man im Heavy Metal zuhause ist, oder ob die Volksmusik ganz oben auf der Liste steht, es gibt einige Grundsätze, die für jedes Genre gelten.

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