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28.09.2021

R. Kelly als Sexualstraftäter schuldig gesprochen

Die Anklagepunkte gehen von Sexueller Ausbeutung Minderjähriger bis hin zu Kidnapping

Nun droht eine jahrzehntelange Haftstrafe

Bereits vor 25 Jahren kamen erste Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den weltbekannten Sänger R. Kelly auf. 2008 wurde er noch von einer Jury freigesprochen. Nun ging ein neuer Prozess gegen den R'n'B-Star anders aus. Eine Jury in New York City sprach R. Kelly in allen neun Anklagepunkten schuldig. Ihm droht jetzt eine Jahrzehnte andauernde Haftstrafe. 

Am 18. August 2021 began in Brooklyn der erste Prozess gegen R. Kelly. Über drei Wochen sagten insgesamt 45 Zeugen aus, darunter auch elf Opfer Kellys, sowie ehemalige Mitarbeiter des Musikers. Die Anklagepunkte umfassen unter anderem Kidnapping, Erpressung und sexuelle Ausbeutung Minderjähriger. Nun hat eine Jury bestehend aus sieben Männern und fünf Frauen den 54-Jährigen in allen Anklagepunkten für schuldig erklärt. Die Jury brauchte aufgrund der immensen Beweislast gegen den Musiker lediglich neun Stunden für die Urteilsfindung, was einer in einem umfangreichen Fall wie diesem als sehr schnell gilt. R. Kelly beharrt derweil noch immer auf seiner Unschuld, hatte während dem Prozess allerdings nicht selbst ausgesagt. 

Zuletzt hatte die Anklage ganze zwei Gerichts-Tage gebraucht, nur um die Beweislage gegen Kelly noch einmal zusammenzufassen. Unter den Beweisen befinden sich auch einige Videos, die der Musiker selbst angefertigt hatte. Diese durften der Jury nur mit Kopfhörern vorgespielt werden, weil sie so schockierend seien sollen. 

Nach dem Schuldspruch der Jury folgt nun noch, dem amerikanischen Rechtssystem entsprechend, die Urteilsverkündung. Diese ist allerdings erst für den 4. Mai 2022 angesetzt. Das erwartete Strafmaß beträgt allerdings mehrere Jahrzehnte im Gefängnis, bis hin zu einer lebenslangen Haftstrafe. R. Kelly sitzt seit 2019 in Untersuchungshaft. Des weiteren erwarten den Sänger, der einst durch den Hit "I believe I can fly" berühmt wurde, noch mindestens drei weitere Prozesse in Illinois und Minnesota, in denen es ebenfalls um sexuelles Fehlverhalten, aber auch um Kinderpornografie geht. 

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