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Test
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03.09.2014

Praxis

Wie immer in meinen bonedo-Gitarrentests,  möchte ich mir zunächst einmal die unterschiedlichen Grundsounds , die unser Testmodell im Angebot hat, anhören - alles bei unverzerrt eingestelltem Amp. Hier kommen die drei Humbucker-Kombinationen.

Als nächstes hört ihr alle drei Pickup-Kombinationen im Split-Mode.

Die Split-Sounds sind nicht drastisch dünner, als bei manch anderer Gitarre ohne Split-Funktion. Auch im Pegel sind sie recht stabil. 

Jetzt fehlen noch zwei Mischkombinationen, einmal mit dem Hals-Pickup im Split Mode und dem Steg-Tonabnehmer im Humbucker-Modus, danach genau anders herum.

Die Gitarre hat einen relativ warmen Grundsound, der Halspickup klingt füllig mit gutem Bassfundament, bleibt dabei aber zu jeder Zeit definiert und transparent. Beim Stegpickup wird die Performance dann etwas schärfer, von einem bissigen Ton ist die S2 Singlecut aber weit entfernt. Dafür muss man die Höhen am Amp schon etwas weiter aufdrehen. 

Die Pickups gewährleisten eine sehr gute Klangübertragung, die Eigenheiten unterschiedlicher Anschlags-Positionen werden detailliert abgebildet, was man im nächsten Beispiel sehr gut hören kann. Ich habe am Amp einen leicht angezerrten Sound eingestellt, den Halspickup (Humbucker) angewählt  und in verschiedenen Anschlagspositionen gespielt. Schlägt man leicht über dem Halspickup an, kommt ein sehr weicher, unverzerrter Ton heraus. In Richtung Steg wird es dann wesentlich höhenlastiger und auch das wird vom Pickup entsprechend klar übertragen. Erhöht man dann noch die Intensität des Anschlags,  liefert der Amp aus dem Stand mehr Verzerrung. So soll das sein!

Die Pickups haben zwar ordentlich Dampf, aber es kann auch gemäßigter zur Sache gehen. Mit dem Volume-Regler lässt sich der Sound nämlich sehr gut „entzerren“. Parallel zum Herunterregeln des Volumes werden auch die Höhen leicht abgesenkt. Bei einer Einstellung im Bereich von „6“ hat man so einen einigermaßen entschärften Mid Gain-Sound am Start. Wer die Feineinstellungen seines Zerrgrades gerne mit dem Volume-Regler der Gitarre vornimmt, der wird hier zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen kommen. 

In meinem Hörbeispiel zum Thema hört ihr zuerst den Hals-Pickup mit Volume auf 6, danach den Steg-Pickup, ebenfalls mit Volume auf 6. Zum Schluss wird der Steg-Tonabnehmer dann voll aufgedreht. Alle Pickups sind im Humbucker-Mode. 

Die Wirkungsweise des Coil Tap Modus kommt bei den verzerrten Sounds noch besser zur Geltung. Die Coil Tap Funktion könnte hierbei auch den Beinamen „Twang-Schalter“ erhalten. Kommt die S2 Singlecut im Humbucker-Mode eher mit breiten Schultern daher, wird es im Split-Mode etwas dünner, die unteren Mitten verschwinden leicht und der Sound (vor allem der tiefen Saiten) wird schlanker. Beeindruckend ist außerdem noch das wirklich äußerst dezente Single-Coil-Brummen. Nebengeräusche durch Einstreuungen sind verschwindend gering. Im nächsten Beispiel hört ihr den Steg-Pickup zuerst im Split-Mode, dann mit der vollen Kraft beider Spulen. 

Aber auch für Downtunings ist unser Testmodell bestens geeignet. Dank der festen Brücke, dem selbstschmierenden Sattel und den verbauten Locking-Mechaniken gibt es auch in Sachen Stimmstabilität nichts auszusetzen. Beim Downtuning schwingen die Saiten recht moderat, besonders das Tracking auf der tiefen E-Saite ist auch bei tieferen Stimmungen noch sehr gut. Ich habe für das nächste Beispiel ein Drop C Tuning gewählt und eine etwas heftigere Zerre mit Mid Scoop eingestellt. Obwohl die Pickups nicht unbedingt den in dieser Disziplin beliebten bissig-modernen Ton liefern, macht die S2 Singlecut auch in etwas härteren Gefilden eine recht gute Figur. 

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