Test
8
28.10.2015

Fazit
(4 / 5)

PreSonus StudioLive RM32AI ist ein Rackmixer mit sehr schicker Hard- und Software, die einen sehr soliden Eindruck hinterlässt. Die Remote-Software „Universal Control‟ zeigt sich stabil, performant und intuitiv bedienbar. Ferner punktet der Kandidat mit hervorragender Audioqualität, bedingt durch den 96-kHz-Betrieb und professionelle Wandler von Burr-Brown. Leider ist die angekündigte DANTE-Karte noch nicht erhältlich, weshalb sich der Anwender mit der etwas betagten Firewire-Schnittstelle arrangieren muss. Schön ist, dass sich der Kandidat via AVB als Stagebox für StudioLive-AI-Mischpulte einsetzen lässt. Weniger schön: In diesem Fall stehen nicht mehr 96 kHz als Sampling-Rate zur Verfügung. Auch das direkte Aufnehmen von AVB-Signalen ist zurzeit nicht möglich.

Was mir weniger gut gefällt: Die Effektausstattung mit neun Hall- und vier Delay-Algorithmen ist mager und die MIDI-Schnittstelle noch ohne Funktion. Bis dato werden zudem nur AVB-Geräte von PreSonus unterstützt. Die fehlenden Inserts finde ich ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Ein weiteres Zukunftsprojekt ist die Kaskadierung von zwei RM32AI. Ein 64-Kanal-Mischpult zu diesem Kurs – das dürfte einzigartig sein. Die Basis des RM32AI ist überzeugend, sollte PreSonus die versprochenen Optionen und Funktion zeitnah nachschieben, dürften die Karten unter den Digitalmixern in dieser Preisklasse neu gemischt werden.  

  • PRO
  • Sehr gute Audioqualität
  • Stabile Hardware
  • Integriertes Netzteil
  • Intuitive Bedienung
  • Als digitale Stagebox für PreSonus StudioLive AI nutzbar
  • Sehr gute Dokumentation und Produktvideos
  • UC-Remote-Software auf allen Plattformen identisch
  • 16 Mixbusse plus zusätzliche L/R+Mono-Ausgänge
  • Rechteverwaltung für Monitormixe
  • Studio One Artist kostenlos
  • CONTRA
  • Momentan nur Firewire-Recording
  • Magere Effektausstattung
  • Keine Insert-Punkte
  • Features
  • 32-kanaliger Rack-Digitalmixer mit Total Recall
  • Robustes Stahlgehäuse, 19"/4HE
  • 32 XLR-Eingänge
  • 32 XMAX-Mikrofonvorverstärker, Einstellungen programmier- und speicherbar
  • 48-V-Phantomspeisung, über Steuersoftware separat pro Eingang schaltbar
  • Stereo-Aux-Eingang (Cinch-Paar L/R)
  • 16 XLR-Line-Ausgänge
  • Zwei DB25-Buchsen zum parallelen Abgriff der Line-Ausgänge
  • 3 XLR-Main-Ausgänge (links, rechts, mono/Center) mit Trim-Potis
  • S/PDIF-Ausgang (koaxial)
  • Kopfhörerausgang mit Lautstärkeregler und Quellenwahltaster (Cue/Main)
  • MIDI I/O (5-Pol, DIN) für zukünftige Anwendungen
  • 32 LEDs zur wahlweisen Anzeige von Eingangssignal oder Phantomspeisungs-Status
  • 32 interne Kanäle, 25 Mix-Busse
  • 3 Main-Mix-Busse (links, rechts, mono/Center)
  • 4 interne Effekt-Busse (2 x Reverb, 2 x Delay)
  • Stereo-Solo-Bus
  • Integriertes 52/34-Audio-Interface (Firewire 800)
  • Burr-Brown-Digitalwandler mit 118 dB Dynamikumfang und bis zu 24 Bit/96 kHz
  • USB-Port für beiliegenden Wi-Fi-Adapter, Ethernet-Port (CAT5)
  • Vorbereitet für optionale Dante-, AVB- und Thunderbolt-Karten
  • Maße: 48,3 x 26,7 x 17,8 cm
  • Gewicht: 10 kg
  • UVP: 2.599 Euro
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