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24.10.2016

Pioneer XDJ-1000 MK2 Test

Digitaler Multimedia Player

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr landete der digitale Medien-Controller XDJ-1000 hier bei uns in der Bonedo-Redaktion. Das Gerät sorgte damals für einige Diskussionen, denn mit dem Wegfallen eines CD-Laufwerks und der Fokussierung auf die Steuerung von nicht-mechanischen Medien setzten Pioneer ein ganz klares Statement in Richtung vernetzter DJ-Setups. Auch und vor allen Dingen unter Einbeziehung der hauseigenen DJ-Software "Rekordbox". Nun steht also die MK2 auf dem DJ-Tisch und wir schauen nach, ob und wenn ja, was hier verbessert wurde.

Details

Der XDJ-1000 MK2 ist ein Multiformat-Mediaplayer und Controller mit integriertem 7-Inch Touchdisplay, einem 210 mm großen Jogwheel und umfassender Netzwerkunterstützung. Die direkte Serato/Traktor-Integration der Vorgängermodelle ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht implementiert. Laut Pioneer befindet man sich hier noch in Gesprächen mit den Herstellern. Audiodateien nimmt er wahlweise via USB-Medium, proprietärer Netzwerk-Verbindung mit anderen Pioneer-Playern, USB-Verbindung oder WiFi-Stream aus der Rekordbox-Software entgegen. Konzeptionell ist ein CD-Laufwerk ist wie beim Vorgänger nicht an Bord.

Auspacken

Dem Karton entnehme ich den Player selbst, ein Cat5-Netzwerkkabel, ein Strom- und Stereo-Cinch-Kabel sowie eine Kurzanleitung. Das vollständige, mehrsprachige Handbuch muss man sich bei Bedarf von der Pioneer-Website herunterladen.

Erster Eindruck

XDJ-1000 MK2 fügt sich nahtlos in das grundsätzliche Pioneer-Designkonzept ein. Mit Maßen von 305 x 382,5 x 110 mm (B, T, H) ist er allerdings ein kleines bisschen kleiner als sein großer Bruder. Warum man bei Pioneer überhaupt meint, mit jeder neuen Serie die Gehäusegröße ändern zu müssen, ist mir ein Rätsel. Zugelegt hat die neue Version dagegen im Gewicht, denn das beträgt 3,7 kg (MK1: 3,3 kg). Tatsächlich sind es nur vier Stellen, an denen ersichtlich wird, dass es sich um die MK2 des XDJ-1000 handelt:

Bestehende Qualitäten behält auch der XDJ-1000 MK2 bei. Zu nennen ist hier das kontrastreiche sieben Zoll große RGB-Display, dessen Auflösung nun identisch mit der des CDJ-2000NXS2 ist. Ebenso das immer schon gute Jogwheel mit seinem einstellbaren virtuellen Anlauf- und Abbremsverhalten, der lange mittengerasterte Pitchfader sowie die Transporttaster mit ihrem klar definierten Auslösepunkt.

Anschlüsse

Der Blick auf die Rückseite zeigt, dass sich Pioneer von der Remote-Start-Buchse getrennt haben. Dafür ist lobenswerterweise ein Cinch-Digitalausgang hinzu gekommen. Der Rest bleibt beim Alten: Strombuchse, Stereo-Cinch-Ausgang, Kensington-Lock, je eine CAT5-Ethernet- und USB-Buchse nebst einem Power-Taster. Der Ethernet-Verbindung kommt, neben der Konnektivierung von mehreren Playern untereinander, auch die Aufgabe zu, die Verbindung zu einem optionalen WiFi-Access-Point herzustellen, damit Mobilgeräte (iOS/Android) mit Rekordbox darauf zugreifen können. Die USB-Buchse ermöglicht die direkte Rechner-Anbindung, wo sich der XDJ-1000 MK2 als Standard MIDI-Gerät wie auch als 24 Bit/48 kHz-Soundkarte zu erkennen gibt.

Rekordbox

Elementarer Bestandteil des Pioneer-Systemverbundes ist mehr denn je die Musikmanagement-Software „Rekordbox“, die mittlerweile bei Versionsnummer 4 angelangt ist. Die Software ist ebenso für MacOS, wie auch für Windows erhältlich. Kurz gesagt ist Rekordbox eine kostenlose Software zur Track-Analyse, zum Playlisten-Management und zur Mediendistribution innerhalb eines Netzwerks von Pioneer-Geräten und mobilen Datenträgern. Daneben haben Pioneer noch die kostenpflichtige Version „Rekordbox-DJ“ im Programm, die zusätzlich noch eine integrierte Mix- und Effektsektion bietet und somit als vollwertige DJ-Software zu betrachten ist. Und weil das Programm einen so reichhaltigen Funktionsumfang hat, empfehle ich an dieser Stelle dringend, sich bei Interesse den Test der Software durchzulesen, den ihr hier findet. Daneben bieten Pioneer auch noch eine wesentlich schlankere Version für iOS und Android an. Auch sie ist in der Lage, Pioneer-Laufwerke, so auch den hier getesteten Prüfling, wahlweise kabelgebunden oder über WiFi-Verbindung mit Audiodateien zu versorgen.

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