Test
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12.12.2019

PeoPeo VoodooBox Test

PA-Lautsprecher

Outdoor Bluetooth BoomBox mit charakterstarkem Design

Nein, dies ist nicht die Maske eines Voodoo-Priesters aus Haiti. Dies ist die Voodoo BoomBox aus den französischen Alpen, ein akkubetriebener Bluetooth-Speaker mit 200 Watt RMS mit dem wohl außergewöhnlichsten Design auf dem Markt. Er sieht nicht nur abgefahren aus, sondern kann auch wie ein Rucksack getragen werden und macht bis zu 15 Stunden netzunabhängig Musik. Aber wie klingt das kleine „Voodoo-Child“?

Details

Der PeoPeo VoodooBox mit dem tollen charaktervollen Design wird in Meylan bei Grenoble in den französischen Alpen hergestellt. Form und Funktion gehen hier eine sehr interessante Symbiose ein. Oft sehen ja Lautsprecher schon so aus, als hätten sie ein „Gesicht“. Beim VoodooBox ist der Name Programm: Die Box sieht tatsächlich wie eine Voodoo-Maske aus. Sämtliche Elemente ordnen sich diesem Leitmotiv unter und wurden sehr funktional integriert, soviel kann ich schon verraten.

Function follows Form

Hinter dem weit aufgerissenen Gittermund verbirgt sich ein Achtzoll-Basslautsprecher, dessen Bassreflexöffnung ist das linke hohle „Auge“. Hinter dem X-förmig zugetackerten rechten Auge der Voodoo-Maske schlummert ein 1-Zoll-Hochtöner. Beide Augen wirken durch die dicken Holzringe noch mysteriöser. Der Eindruck eines Schädels wird durch das doppelte wabenförmige Design des Gehäuses verstärkt. Dieses besteht aus zwei Schalen stoßfestem Flachsfaserverbundstoff, einem leichten und hochfesten Material, das z. B. auch zum Bau von Ökofahrradrahmen eingesetzt wird.

Die Faserstruktur schimmert sehr schön auf der Oberfläche durch. Auf der vorderen Schale befinden sich die Speaker und alle Bedienelemente, auf dem hinteren leicht nach innen gedellten „Deckel“ sind zwei senkrechte Polsterbahnen aufgenietet, die einen angenehmen Tragekomfort garantieren sollen, denn der Voodoo-Speaker kann wie ein Rucksack getragen werden. Dank bequemer verstellbarer Gurte ist die nur 6,5 kg leichte Box gut zu transportieren. Während die Tragegurte abnehmbar sind, ist ein robuster Griff aus mehrlagigem Stoff oben auf der Box mit vier Innensechskantschrauben befestigt.

Der Eindruck eines Rucksacks wird durch die beiden seitlichen Netztaschen noch verstärkt. Für den Transport von Trinkflaschen sind sie zu eng, aber das Netzteil zum Laden des Akkus und ein Gerät zum Abspielen von Musik kann man dort wunderbar verstauen. Solche Netztaschen sind bei Rucksäcken ja immer als allererstes kaputt. Diese sind zwar nur auf das Gehäuse geschraubt, aber die Bedienungsanleitung streicht hervor, dass die Seitentaschen nicht nachträglich angebracht werden können und deshalb wohl auch nicht eigenmächtig ausgetauscht werden sollen.

Ein- und Ausgänge

Unter der linken Seitentasche befindet sich eine Ladebuchse für besagtes Netzteil, die mit einem Gummi-Pin zum Schutz vor Umwelteinflüssen verschlossen werden kann. Unter der rechten Seitentasche befindet sich hingegen eine USB-A-Buchse, denn der Akku der VoodooBox kann auch als Powerbank fürs Smartphone oder andere USB-betriebene Geräte verwendet werden. Damit kein Schmutz reinkommt, wird die Buchse clever mit einem festen runden Deckel geschützt.

Oben rechts gleich neben dem Tragegriff vefinden sich zwei verstärkte Miniklinkenbuchsen. Eine dient als Eingang, die andere als Ausgang, um das Signal an weitere aktive Boxen weiterzuleiten.

Bedienfeld

Aber eigentlich wollen wir die Box ja völlig losgelöst per Bluetooth betreiben. Das nötige Pairing wird auf dem Bedienfeld unter den Miniklinkenbuchsen initiiert. Das dreieckige schwarze Folienpanel weist keinerlei mechanische Elemente auf, wenn wir mal von sechs leicht gewölbten Druckschaltern absehen. Eine dezente grüne LED leuchtet im Betriebszustand, eine sehr grelle weiße LED zeigt an, ob der VoodooBox den Sound via Stereominiklinke oder Bluetooth zugespielt bekommt.

Mit dem Aux-Schalter wird die Wahl zwischen Line-In und Bluetooth getroffen, mit dem Bluetooth-Button das Pairing aktiviert. Der Schalter mit dem doppelten Ringen „verheiratet“ zwei VoodooBox zu einem Stereo-Paar und mit den Plus- und Minustastern wird die Lautstärke der Box eingestellt. Mancher hätte sich hier womöglich einen Drehregler gewünscht, aber die vorliegende Lösung ist definitiv besser für ein Outdoor-Teil und funktionierte im Test einwandfrei.

Klimafragen?

Apropos Wetter: Die PeoPeo Voodoo ist wetterfest nach IP44. Das bedeutet, sie ist geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser von bis zu 1 mm und gegen allseitiges Spritzwasser. Soll heißen, dass sie leichtem Regen, Schnee, Sand und Staub widersteht, eben allem, was in den französischen Alpen so anfällt. Auch soll sie unsinkbar sein, falls sie mal ins Wasser fällt. Das habe ich im Test nicht ausprobiert, bin mit ihr auch nicht durch Regen und Sandsturm gelaufen, aber sie macht einen wirklich robusten Eindruck. Die glatte Oberfläche kann man gut feucht abwischen, falls sie Schmutz abbekommt, so dass sie lange sauber aussieht.

Sollte es doch einmal regnen, kann man die passgenaue grasgrüne oder orangefarbene PeoPeo-Regenhülle über die Box stülpen, eine Investition von 29,- Euro, die sich lohnt, wenn der VoodooBox öfters draußen zum Einsatz kommen soll.

Nach 500 Betriebszyklen verringert sich die Leistung der Batterie um 10 %. Die Batterie hält anfangs 13 Stunden statt 15 Stunden. PeoPeo bietet bei Bedarf den Austausch der Batterie an und ja, das Unternehmen verfügt über ein umweltfreundliches Verfahren für die Entsorgung alter Batterien.

Am Boxenboden wartet neben den vier robusten dicken Gummifüßen noch eine schöne Überraschung: Ein Flansch ist dort eingelassen, so dass die VoodooBox wie ein Totemkopf auf ein Stativ gesteckt werden kann, z. B. als DJ-Monitor oder auch einfach nur, weil es cool aussieht. Weitere optional im PeoPeo-Shop erhältliche Produkte sind ein 20 m langes professionelles 3,5 mm Stereoklinkenkabel, ein XLR- auf Miniklinkenkabel, Tragegurte und das Ladenetzteil. 

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