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Test
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03.11.2011

DETAILS

Den Impulse gibt es in drei Versionen: mit 25, 49 oder 61 Tasten. Dabei besitzen die beiden größeren Modelle gleich viele Controller, lediglich das kleinste Modell wurde nur mit einem einzigen Fader ausgestattet, da die anderen sieben auf der kleinen Oberfläche keinen Platz mehr finden.

Für meinen Testbericht liegt heute die Vier-Oktaven-Version des Impulse auf dem Produzententisch. Der erste Eindruck: der Impulse 49 ist ein gut verarbeitetes und optisch ansprechendes Gerät. Das neue Design in Dunkelgrau und Rot ist gelungen und sieht sehr schick aus. Ebenfalls hervorzuheben ist die sich in der ersten Überprüfung gut anfühlende Tastatur, welche von der Firma Fatar hergestellt wird. In diesem Preissegment wird man lange nach vergleichbar guten Tastaturen suchen müssen. Die halbgewichteten Tasten sind dabei genau richtig für Keyboarder, denen eine leichtgewichtete Tastatur zu "schlapp" ist, eine vollgewichtete Tastatur hingegen bei den meisten Plug-Ins und Sounds nicht sinnvoll erscheint. Erfreulich ist auch, dass Novation dieses Mal wieder ein Pitchwheel und Modulationsrad verbaut – mit anderen Formen dieses Controllers, etwa dem etwas billig erscheinenden Joystick des Vorgängermodells, konnte ich mich bislang nicht so recht anfreunden.

Die Rückseite wartet mit einem USB-Anschluss, einem MIDI-In/Out und Anschlussmöglichkeiten für Sustain- und Expression-Pedal auf. Der Controller bezieht seinen Strom ausschließlich über USB, und wer den Impulse nicht am Rechner betreiben möchte, der muss auf ein USB-Netzteil zurückgreifen. Das übersichtliche Display sitzt mittig auf der Oberfläche und leuchtet in schönem Blau. Hier muss ich allerdings anmerken, dass mir die beiden schmalen Displays des Vorgängermodells Remote SL weitaus besser gefallen haben und sie für den täglichen Gebrauch wesentlich hilfreicher waren. Beim Remote SL konnte man nämlich sowohl über den Encodern als auch über den Fadern direkt ablesen, welche Parameter eines Plug-Ins gesteuert werden. Offenbar hat Novation nun damit angefangen, in Sachen Display zu sparen, denn schon beim späteren Remote SL mkII wurde nur noch eine der beiden Anzeigen verbaut (jene über den Encodern). Und nun soll beim Impulse gänzlich darauf verzichtet werden. Wer jetzt also sehen möchte, welcher Parameter der Software mit den Reglern gesteuert wird, der muss den Regler erst bewegen, damit er im Display angezeigt wird. Aus meiner Sicht ist dies ein klarer Rückschritt. Andererseits – so könnte man argumentieren – erklärt diese Sparmaßnahme womöglich den weitaus günstigeren Preis des Impulse (Impulse 49: 339 €, Remote SL 49 mkII: 419 €)

Trotz allem wird mir bei den vielen Drehreglern, Fadern und Knöpfen sofort klar: Dieses Keyboard liefert mir alle denkbaren Möglichkeiten, um meine Software zu steuern. 9 große Fader (55mm), 9 Knöpfe sowie 8 Drehencoder können individuell mit Funktionen belegt werden. Für jede Anwendung wird man fündig, ganz gleich ob man die Zugriegel der B4-Orgel, Effekte der DAW regeln oder Drumloops mit den Pads einspielen will. Gegenüber dem Vorgänger finde ich beim genaueren Hinsehen allerdings noch eine weitere Sparmaßnahme: Der Remote SL besaß 8 zusätzliche Drehregler, die nun fehlen.

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