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Test
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03.11.2017

Native Instruments Symphony Series Percussion Test

Sample-Library für NI Kontakt

Es rumpelt im Orchestergraben!

Native Instruments Symphony Series Percussion ist eine Sample-Library für orchestrales Schlagwerk, die auf Basis des allseits beliebten Samplers Kontakt läuft. Als Teil der Symphony Series gehört sie zu einem umfangreichen virtuellen Orchester, mit dem der Hersteller eine Alternative zu den klassischen Standards von East West oder Vienna bieten will.

Grundsätzlich gehört das Sampling von Schlaginstrumenten beim Erstellen einer Orchester-Library zu den entspannteren Aufgaben. Es braucht weder Legato-Samples noch massenweise exotische Artikulationen, um den realen Instrumenten halbwegs gerecht zu werden. Gut klingen sollten die Sounds natürlich trotzdem, und Benutzerfreundlichkeit spielt ebenfalls eine Rolle. Wie es sich damit verhält, finden wir im Review heraus.

Details

Die Sinfonische Serie

Nachdem Streicher sowie Holz- und Blechbläser durch das zugehörige String Ensemble, die Woodwind Collection und die Brass Collection bereits abgedeckt wurden, wird Native Instruments' „Sinfonische Serie“ durch die hier getestete Percussion-Library vervollständigt. Folglich gibt es mit der großen Symphony Series Collection nun auch ein Bundle-Angebot, das dank seines erheblich günstigeren Preises im Vergleich zum Einzelkauf durchaus attraktiv wirkt. Wer eine noch günstigere Alternative sucht, der könnte auch einen Blick auf die abgespeckte Symphony Essentials Collection oder die zugehörigen einzelnen Parts der Serie werfen.

Egal ob nun Symphony Series oder Symphony Essentials – interessant ist in jedem Fall, dass die einzelnen Teil-Libraries nicht vom gleichen Team entwickelt wurden. Während die Streicher auf das Konto von Audiobro gehen und die Holz- und Blechbläser von Soundiron produziert wurden, kommt Symphony Series Percussion vom deutschen Hersteller Sonuscore, der schon mehrfach erfolgreich mit Native Instruments zusammengearbeitet hat, beispielsweise bei der Entwicklung der Action Strings. Auch bei der Wahl der Locations für die Aufnahmen gibt es Abweichungen. Die Samples für Streicher und Percussion wurden im 280 Quadratmeter großen Aufnahmeraum des Studio 22 in Budapest eingespielt, während das Tracking der Holz- und Blechbläser in zwei Kirchen in Kalifornien stattfand. Ob die klangliche Geschlossenheit der kompletten Serie darunter leidet, wird in diesem Review kaum zu beurteilen sein. Wie sich zeigen wird, hat Native Instruments aber Wert auf eine gewisse Einheitlichkeit unter den verschiedenen Parts gelegt und es ist davon auszugehen, dass es unter den drei Teams durchaus eine gewisse Abstimmung gab.

Umfang und Installation

Die Installation von Symphony Series Percussion läuft über Native Access und bei einer aktiven Internetverbindung leistet diese separate Anwendung gute Dienste. Der 29 Gigabyte umfassende Download lief im Test flüssig und auch die weiteren Schritte wie das Einbinden der Library in Kontakt 5 bzw. den kostenlosen Kontakt Player 5 sind im Handumdrehen erledigt. Wer sich gegen eine Internetverbindung in seinem Studio entschieden hat, der steht allerdings vor einem kleinen bis mittelgroßen Problem, denn eine Offline-Installation ist nicht vorgesehen.

Die Library bietet stolze 55 Percussion-Instrumente, die in die Bereiche Drums, Tuned Percussion, Cymbals, Metal, Wood und Kits eingeordnet werden. Dabei werden nicht nur die üblichen Verdächtigen zwischen Triangel, Snaredrum, Pauken und Vibraphon abgedeckt, sondern es finden sich auch einige Exoten wie zum Beispiel eine Schiffsglocke, ein mit einem Hammer geschlagener Amboss oder ein Programm namens Low Piano Hits. In Hinblick auf die gängigen Schlaginstrumente aus dem Orchestergraben wird man umfassend versorgt.

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