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20.12.2018

Native Instruments Komplete Kontrol A25 (A-Series) Test

USB/MIDI Controller Keyboard

NIs neuster Budget-King!

Mit großem Knall hatte NI im September neue Controller, neue Software und neue DJ-Produkte vorgestellt. Die Ankündigung an sich hat nicht überrascht, wartete man insgeheim doch schon auf Komplete 12 und auch eine neue Maschine Mikro Mk3.  Die neu vorgestellte Komplete Kontrol A-Serie mit günstigen Controller-Keyboards als Alternative zur höherpreisigen Native Instruments Premium S-Serie war hingegen schon eine richtige Überraschung. 

Rückblickend betrachtet fehlte neben dem S61 MK2 und S49 MK2 aber ohnehin eine 25-er Variante. Umso besser also, dass der Einstieg finanziell jetzt noch einfacher wird! Günstiger vor allem deshalb, weil auf große Displays und Light Guides verzichtet wurde. Ob man trotz dessen noch immer so gut navigieren kann und eine vernünftige Klaviatur erhält?

Details

Kampfansage Preis

Die Komplete Kontrol A-Serie umfasst drei identische Keyboards mit unterschiedlicher Tastenanzahl, die sich mit dem Namen terklärt: A25, A49 und A61. Im Gegensatz zur MK2 S-Serie kommt eine andere Klaviatur ohne Aftertouch zum Einsatz und auf große Displays sowie den innovativen Light Guide, welcher die Tastatur farbkodiert beleuchtete, verzichtet die neue A-Serie auch. 

Dadurch können alle drei neuen Keyboards aber auch zu einem deutlich günstigeren Preis angeboten werden; Native richtet sich damit vor allem an Einsteiger. Zum Vergleich: Das A49 kostet rund 170 Euro auf der Straße, das S49 MK2 hingegen stolze 500 Euro – das ist ‘ne Ansage!

Richtige Klaviatur und keine Mini-Tasten

Unser die Serie vertretende Testkandidat, das Komplete Kontrol A25, gibt es bereits für rund 140 Euro. Das ist ein Preisbereich, in dem etwas umfangreichere Controller-Keyboards meist nur Mini-Tasten bieten. Das A25 hingegen hat 25 ausgewachsene weiße Tasten, acht berührungsempfindliche Encoder und einen 4D Push Encoder zur Navigation inklusive kleinem Display am Start. Nicht schlecht.

Intelligent dank Script: NKS

Früher war nicht alles besser. Beispielsweise kaufte man sich damals einen MIDI-Controller und musste diesem alle gewünschten Funktionen selbst zuweisen. Ein umständliches und vor allem zeitraubendes Unterfangen, zumal es recht starr und auch unflexibel war, weil bidirektionale Kommunikation, sprich eine tiefergreifende Rückmeldung von der DAW, meistens nicht vorhanden war, von intelligenten Scripten abseits Mackie‘s MCU ganz zu schweigen.

Heutzutage darf man zum Glück deutlich mehr von einem Controller erwarten. „Intelligenz“, also kontextsensitives Verhalten, ist gefragt. Das fängt bei dem Komplete Kontrol Wrapper bzw. NKS an. Das bedeutet, dass man – anstatt wie gewohnt in der DAW nach unterschiedlichen Plugins suchend – nun das Komplete Kontrol Plugin öffnet und dort alle NKS-fähigen Plugins gesammelt und sortiert in diesem auftauchen. Das hat den Vorteil, dass nun alle Presets – unabhängig von dem dahinterstehenden Plugin – auf einmal durchstöbert und einheitlich bedient werden können. Und das funktioniert nicht nur mit Plugins von Native Instruments, sondern mit allen teilnehmenden Partnern. Und die werden immer mehr!

Erweiterte Integration: NI hat die Macht

Versuche wie NKS gab es schon so einige und zwar von den verschiedensten Herstellern – so richtig durchgesetzt hat sich allerdings keines davon. NKS hat, auch aufgrund des breiten Rückens vom größten Plugin-Instrumente-Hersteller, Native Instruments nämlich, die bisher besten Karten sich auch auf Dauer durchzusetzen. Mit den letzten Updates kamen aber auch Fähigkeiten hinzu, den Host, also die DAW besser zu steuern. Bisher klappt das bereits ziemlich gut mit Logic, Garageband, Live und Maschine. Und somit werden auch Host-Plugins oder auch Nicht-NKS-Plugins fernsteuerbar, die Transportkontrollen bedienbar und die Navigation in der DAW mit den Komplete-Keyboards deutlich einfacher.

Software inklusive

Im Vergleich zu den Premium-Keyboards der S-Serie muss die A-Serie ohne das Select-Bundle auskommen. Trotzdem enthält der Lieferumfang eine kleine Auswahl an hochwertigen Klangerzeugern.

Mit dabei sind die beiden Synths Monark (Minimoog Emulation) und der polyphone Reaktor Prism sowie die Kontakt Sample Libraries The Gentlemen und Scarbee Mark, die akustische und elektrische Piano-Sounds liefern. Insgesamt kommt man so auf über 4.500 Sounds bei 9,7 GB Content. Grundlegenden Instrumente und Klänge wären damit abgedeckt.

Natürlich ist auch bei der A-Serie die Softwareschnittstelle Komplete Kontrol dabei, welche es erlaubt, NI-Produkte aber auch andere Dritthersteller-Plugins zu laden (Wrapper). Damit auch Neulinge ohne vorhandene DAW ihre musikalischen Ideen einfangen können, legt Native Instruments außerdem eine abgespeckte Essentials-Version der Maschine DAW-Software mit bei. Die Komplete Kontrol Software lässt sich aber natürlich auch standalone oder als Plugin in eine DAW laden.

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